Peter Nöscher neuer CSU-Ortschef Markt Schwaben
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Peter Nöscher ist neuer CSU-Ortschef in Markt Schwaben.

Bayerisch konservativ

CSU Markt Schwaben: Peter Nöscher (42) ist der neue Mann an der Spitze

  • VonJörg Domke
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Die CSU Markt Schwaben steht unter neuer Führung. Peter Nöscher (42) hat den Vorstandsposten übernommen und löst damit Walentina Dahms ab.

Markt Schwaben – Vor etwas mehr als einem Jahr stand Peter Nöscher noch auf der Liste der Kandidaten, die sich bei der CSU Markt Schwaben um ein Mandat im Marktgemeinderat bemühten. Seine Platzierung war jedoch nicht so gut, dass es geradezu automatisch hätte klappen müssen mit einem Mandat. Ein Solches wurde es dann auch nicht. „Kommunalwahlen sind Persönlichkeitswahlen“, sagt der 42-Jährige heute mit einem gewissen zeitlichen Abstand.

Um aussichtsreich hätte gewählt werden zu können, war er aber noch zu unbekannt im Ort und um Ortsverband. In Markt Schwaben lebt Nöscher mit Frau und der inzwischen siebenmonatigen Tochter seit 2015.

Nöscher ist Steuerberater in Dorfen

Das mit der Bekanntheit wird sich womöglich bald ändern. Die CSU-Mitglieder wählten den Geschäftsführer einer Steuerberaterkanzlei in Dorfen (Landkreis Erding) jetzt im Rahmen der Hauptversammlung in der Theaterhalle im Burgerfeld zum neuen Vorsitzenden – und damit zum Nachfolger von Walentina Dahms. Man müsse aufpassen und gute Kräfte nicht verheizen, so Nöscher sinngemäß mit Blick auf seine Vorgängerin, die neben Funktionen bei der Frauen Union und Mittelstandsunion inzwischen auch noch Zweite Bürgermeisterin und Kreisrätin in Ebersberg ist. Und, nebenbei beinahe, natürlich auch noch Unternehmerin.

Schon lange aktiv in der CSU

Mit Nöscher hat nun einer den Ortsverband übernommen, der sich aufgrund früherer Tätigkeiten in der Partei bereits gut auszukennen scheint. Schon in seinem früheren Heimatort Taufkirchen/Vils war er innerhalb der dortigen CSU Schriftführer. Einen Job, den er vor gut einem Jahr auch bei der CSU Markt Schwaben übernahm.

Durchaus gestandene Kräfte wollen den neuen Mann am Ruder der Orts-CSU unterstützen im Versuch, die Partei in die Zukunft zu führen, den Ortsverband zu erweitern und eine Verjüngung weiter voranzutreiben. Mit Peter Fleischer, Elfriede Gindert und Matthias Mayr gibt es drei Stellvertreter. Das sei wichtig, um die anfallenden Arbeit auf möglichst viele Schulter zu stellen, sagt der Familienvater. Kassier ist Heidi Müller, die unlängst erst noch zur Ortsvorsitzenden der Frauen Union gewählt wurde. Die neuen Schriftführerin heißt Dagmar Ehrmann.

Walentina Dahms kümmert sich nun ums Digitale

Walentina Dahms hat einen ganz neuen Job innerhalb der Schwabener CSU übertragen bekommen. Sie kümmert sich ab sofort als Digitalbeauftragte um die Homepage und die sozialen Medien mit Facebook etc..

Als eine der Hauptaufgaben der nächsten Zeit nannte Nöscher den Versuch, mehr junge Menschen an die (auch lokale) Politik heranzuführen. Es sei aus seiner Sicht wichtig, ein Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Demokratie nichts Automatisches sei, sondern man täglich für ihren Erhalt arbeiten müsse. Landesweit habe die CSU einen Schnitt von über 60 Jahren zu verzeichnen, innerhalb des Schwabener Ortsverbandes liege er mit seinen derzeit 128 Mitgliedern bei knapp unter 60. „Da geht noch was“, zeigte sich Nöscher in einem Gespräch mit der EZ optimistisch. Die CSU, so sein Credo, sei schließlich ein politisches Sammelbecken, das sich sehr breit aufgestellt habe und viele Möglichkeiten zur Mitarbeit biete. Für sich selber würde der gebürtige Landshuter in Anspruch nehmen, für eine Politik des gesunden Menschenverstandes zu stehen. In jedem Fall aber sei er ein geradezu klassischer bayerische Konservative.

Peter Nöscher engagiert sich neben seinem Job als Geschäftsführer noch ehrenamtlich in der Steuerberaterkammer in München im Vorstand und auch auf Bundesebene in der Bundessteuerberaterkammer. Das sei kein Lobbyisten-Organ, sondern eine Einrichtung, die über die Qualität der Beratertätigkeiten ihrer angeschlossenen Mitglieder wache, so der neue CSU-Ortschef.

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