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Die Telstars 1995 beim ersten Weiber- und Baziball in Markt Schwaben. 

Weiber- und Baziball Markt Schwaben

Immer ausverkauft seit 1995

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Am 23. Februar vor genau 22 Jahren fand der erste Weiber- und Baziball in Markt Schwaben statt. Damals wie heuer an einem „Unsinnigen Donnerstag“.  

Markt Schwaben – „Unsinniger Donnerstag“: In Markt Schwaben seit vielen Jahren der Tag im Fasching, an dem es die Närrinnen und Narren in Scharen zum Weiber- und Baziball zieht – anfangs noch im katholischen Pfarrheim, seit einiger Zeit aber ist der Bürgersaal im Unterbräu der Austragungsort dieses nicht selten rauschenden Festes. Am Donnerstag findet dieses besondere Faschingsereignis wieder statt. Die Besonderheit dabei: Als es den ersten Ball dieser Art in der Marktgemeinde gab, das war im Jahr 1995, war der Termin ebenfalls der 23. Februar.

Der Weiber- und Baziball hat in diesem Jahr also einen echten Geburtstag. Er, der Ball, ist ein Glücksfall für das gesellschaftliche Leben in der Marktgemeinde in der fünften Jahreszeit. Bislang waren alle Auflagen ausverkauft, erinnert sich Inge Zweck, die von 2005 bis 2015 den Faschingsverein Falkonia führte und zusammen mit Angelika Steger, Leni Huber und Karin Gründel den Ball damals ins Leben rief. Die vier kannten sich schon lange vorher, ihre Kinder waren gemeinsam im Kindergarten St. Nikolaus und später auch in der Schule. Zusammen besuchte man damals den Kinderfasching im benachbarten Ottenhofen. Und beschloss damals, im Fasching einen besonderen Akzent auch in Markt Schwaben setzen zu wollen.

Als die „Wilden Vier“ traten sie Mitte der 90er in Erscheinung. Hauptaufgabe: Planung und Durchführung eines Weiber- und Baziballs.

Stets wurde darauf geachtet, uniformiert beim Ball zu erscheinen. Bis alle vier Damen das richtige Kostüm in München fanden, auf das sich auch alle einigen konnten, sei schon mal ein ganzer Tag vergangen, erinnert sich Inge Zweck.

Die vier Damen alleine hatten dazu Hilfe von außen durchaus nötig. Ihre Männer assistierten, dazu Arbeitskollegen und Freunde. Das war dann auch bitter nötig, denn schon der erste Ball schlug ein wie eine Bombe. Und das nicht nur, weil die Telstars mit Hermann Bogenrieder, Heinz Kaiser, Hans Weber sowie Willi und Fritz Götz den Pfarrsaal „rockten“.

Kein Wunder war es, dass der Ball am Ende auch stets einen Gewinn abwarf. Geld, das die als Privatleute agierenden vier Damen natürlich nicht für sich behalten wollten. Den Erlös vom ersten Ball, erinnert sich Inge Zweck, habe man ans Altenheim in der Trappentreustraße gespendet. Dort wurden dafür Sitzeinlagen für Badewannen angeschafft.

Es lag nahe, dass irgendwann einmal die Idee aufkam, den beliebten Ball auf andere organisatorische Beine zu stellen. 1998 war das, als Angelika Steger, Richard Huber (nicht der damalige Bürgermeister), Inge Zweck, Adam Held, Ludwig Sellmeier, Ulla Baumhof, Susanne Thomas und Alois Moser die Initiative ergriffen und den ersten Faschingsverein der Marktgemeinde gründeten; die „Falkonia“. Der heutige Altbürgermeister Richard Huber half noch mit, eine korrekte Satzung zusammenzubringen. 1999 war es dann so weit.

Nach Adam Riese hat die Faschingsgesellschaft Falkonia, die dann formell ab 2005 erstmals auch für den Weiber- und Baziball verantwortlich zeichnete, damit heuer ihre Volljährigkeit erreicht.

Wenn das nicht einen Tusch wert ist!

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