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auf den Container der Grundschule, sollte aufgestockt werden, doch aus Brandschutzgründen ist das nicht möglich. Das bringt Gemeinde und Schulleitung jetzt in die Bredouille.

Brandschutz 

Containerschule bleibt ebenerdig

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Markt Schwaben - Um den Raumbedarf der Grundschule auch im neuen Schuljahr zu befriedigen, sollten vier weitere Container auf dem Lehrerparkplatz Mittelschule aufgestockt werden. Nun steht fest: Aus Brandschutzgründen muss darauf verzichtet werden.

Die Nachricht war nicht gut, die da ins Rathaus flatterte. Da hatte man doch extra ein stabileres – und damit auch teureres – Fundament in Auftrag gegeben für die Schulcontainer auf dem Lehrerparkplatz der Mittelschule, um im Bedarfsfall auf den seit zwei Jahren betriebenen vier Klassenräumen vier weitere aufstocken zu können. Nun, mit Beginn des neuen Schuljahres, wäre dieser Bedarfsfall da. Doch mit dem Aufstocken klappt das nicht so wie geplant. Ein Brandschutzsachverständiger einer beauftragten externen Firma teilte dem Markt nämlich mit, dass nicht nur keine Brandschutzbescheinigungen für die besagten Container vorliegen. Sie sind obendrein auch nie abgenommen worden. Und schon gar nicht tauglich, um auf ihnen weitere Klassenräume anzulegen. Dafür sei eine F 30-Brandschutznorm erforderlich, heißt es (siehe Kasten). Und die wird nicht erfüllt. Die Option einer Aufstockung sei bei der Ausschreibung aber ausdrücklich verlangt worden.

Bürgermeister Georg Hohmann räumte am Dienstag ein, dass nicht das geliefert worden sei, was man bestellt habe. Ob hier ein Versehen oder eine Absicht vorliegt, soll nun dem Vernehmen nach ein Anwalt prüfen, den die Gemeinde zurate gezogen hat. Gerichtliche Auseinandersetzung sind nicht ausgeschlossen.

Im Rathaus ist man zumindest optimistisch, bereits reservierte und auch taugliche Container in jedem Fall bis zu den Herbstferien zu bekommen, um sie eventuell auch an anderen Standorten (z. B. auf der Tartanfläche oder auf dem Rasen daneben) aufzustellen. Ziel: Die ohnehin einkalkulierte Phase des Improvisierens an der Grundschule zu Beginn des neuen Schuljahres so kurz wie möglich zu halten. Es gibt aber im Marktgemeinderat längst auch Zweifler, die davon ausgehen, dass der Raumnotstand an der Schule, die es heuer immerhin mit sechs Erstklassen zu tun haben wird, noch länger andauern könnte. Bedenken wurden laut im Plenum, ob in der Verwaltung wirklich alles getan wurde, um die Container rechtzeitig zu bekommen.

Was ist da also schiefgegangen? Bauamtsleiter Frank Eichner betonte im Plenum, die Ausschreibung sei korrekt gewesen. Das wolle man überprüfen, so Ratsfrau Anja Zwittlinger-Fritz dazu. Hohmann wies Vorwürfe zurück, die Verwaltung habe womöglich verzögernd agiert. Jetzt wird man im Rathaus bis 16. August, dem Termin der nächsten Bauausschusssitzung, prüfen, welche Optionen es noch gibt, um doch noch genehmigungsfähige Containerklassen schulnah errichten zu können. Eine Arbeit, die die Verwaltung, und daraus wird kein Hehl gemacht, am liebsten im Stillen erledigt hätte.

Öffentlich wurde das Containerproblem aber, weil auf Drängen der CSU-Fraktion der Tagesordnungspunkt am Dienstag in den öffentlichen Sitzungsteil verschoben wurde. Ursprünglich war es lediglich um die Frage gegangen, ob eine Diagnoseförderklasse als Außenstelle der Seerosenschule Poing weiter in einem Raum der Grundschule untergebracht werden soll oder nicht. Der Beschluss lautet: Ja. Die Erfahrungen bislang seien sehr positiv gewesen.

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