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Eva-Maria Tittlbach-Krumey hat bereits für den Erhalt des Schwabener Hallenbades unterschrieben. Werner Lampart und Wolfgang Eiba (v.l.) freuen sich. 

Bürgerbegehren gestartet

Markt Schwabener Hallenbad soll erhalten bleiben

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Markt Schwaben braucht Geld für den Bau eines neuen Schulzentrums. Deshalb könnte das Hallenbad geopfert werden, befürchten einige Markt Schwabener und haben ein Bügerbegehren gestartet.

Markt Schwaben – Wolfgang Eiba, Jahrgang 1964, ist schon etwas zu alt und kann schon zu lange gut schwimmen, so dass er nicht von sich sagen kann, er habe das im Hallenbad in der Herzog-Ludwig-Straße erlernt. Als es eröffnet wurde, war Eiba schon Jugendlicher. Dennoch ist ihm die Sportstätte, wie vielen anderen sicherlich auch, irgendwie ans Herz gewachsen. Es wird viele in der Marktgemeinde geben, deren Kindheitserinnerungen auch mit der Schwimmhalle neben der Grundschule zu tun haben.

Manche von ihnen werden verstört mitbekommen haben, dass zu den letzten mindestens in zehn Jahren immer wieder mal im Marktgemeinderat und in der Verwaltung davon gesprochen wurde, das Schwimmbad aus Kostengründen am liebsten schließen zu wollen.

In jüngster Zeit ist das Schwimmbad wieder in den Fokus geraten. Vordergründig geht es dabei um den geplanten Bau eines neuen Schulzentrums mit Grund- und Mittelschule. Hintergründig, sagt SPD-Ratsherr Werner Lampart, aber auch darum, sich zu der Zukunft des Hallenbades zu positionieren. Eiba und Lampart umtreibt die Sorge, im Zuge des Schulneubaus könnte die Badeanstalt geopfert werden. Aus diesem Grund haben sich beide seit vergangenen Sonntag an die Spitze einer Aktion gestellt, die mit einem formellen Bürgerbegehren für den Erhalt des Hallenbades eintritt. Erste Unterschriftenlisten kursierten bereits beim evangelischen Gemeindefest. Und dort stießen die beiden Initiatoren bereits auf erkennbares Wohlwollen. Ziel ist es, so Eiba, in absehbarer Zeit so viel Unterschriften zu sammeln, dass aus dem Bürgerbegehren ein Bürgerentscheid wird.

Im Kern geht es um folgende Frage, die die Unterzeichner der Listen quasi für sich mit „Ja“ beantworten: „Ich stimme dafür, in die Planung für das Schulzentrum das Schwimmbad zu ergänzen und damit den langfristigen Verbleib ¼dieser Einrichtung in der Gemeinde zu gewährleisten.“

870 Unterschriften werden gebraucht, damit die erste Hürde dieses Begehrens genommen werden kann, so Wolfgang Eiba. Das sind neun Prozent der Wahlberechtigten. Er warnt davor, beim Hallenbad nur auf die rund 28 000 öffentlichen Besucher pro Jahr zu schauen. Gerne werde vergessen, dass dort regelmäßig mindestens 2500 Schüler Regel-Unterricht erhielten. Längst warnten Fachleute davor, dass über die Hälfte der Kinder inzwischen nicht schwimmen könnte.

Eiba und Lampart haben Sorge, dass trotz dieser Fakten das Schwimmbad zur Disposition stehen könnte. Es gebe Anzeichen dafür, so Lampart: „Warum wird das Grundschulgebäude nicht an die Fernwärme angeschlossen, obwohl das mit geringem Aufwand möglich wäre? Und er fügt sorgenvoll an: „Wenn das bestehende Grundschulgebäude nicht mehr genutzt wird, wird man wohl den Schwimmbadbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen einstellen.“ Jörg Domke

Unterschreiben

Wer das Bürgerbegehren unterstützen möchte, kann seine Unterschrift in der Metzgerei Gantner oder im Gasthaus Oberbräu abgeben. Infos unter buergerbegehren@eiba.biz.

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