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Große Trauer um Karl Dall: TV-Ikone und Komiker gestorben

Große Trauer um Karl Dall: TV-Ikone und Komiker gestorben
In großen Kreide-Lettern wandte sich in der Nacht auf Montag ein Unbekannter auf dem Hof der Schwabener Grundschule gegen die gängigen Corona-Verhaltensregeln. Noch am Vormittag wurde alles wieder beseitigt.
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In großen Kreide-Lettern wandte sich in der Nacht auf Montag ein Unbekannter auf dem Hof der Schwabener Grundschule gegen die gängigen Corona-Verhaltensregeln. Noch am Vormittag wurde alles wieder beseitigt.

Eltern fordern „Freiheit für ihre Kinder“

„Nein, kein Schüler ist gestorben“: Eltern errichten skurriles Corona-Mahnmal mit Grablichtern vor Schule

  • vonJörg Domke
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In einer Nacht- und Nebelaktion haben sich Eltern von Markt Schwabener Grundschülern gegen die aktuellen Corona-Regeln gewandt. Sie beschrieben Pflastersteine und gestalteten eine „Gedenkstätte“.

Markt Schwaben – „Eltern stehen auf“ heißt es da. Oder: „Stoppt den Testwahn“. „Für unsere Kinder“. „Freiheit“. Wie viele Sprüche Unbekannte (vielleicht war es auch nur einer) in der Nacht auf Montag mit bunter Kreide auf den Vorplatz der Grundschule in Markt Schwaben in akkuraten Versalien-Buchstaben verewigte, hat Schulleiterin Monika Seidel nicht gezählt. Gut zwei Dutzend dürften es gewesen sein. Die Botschaften aber waren alle gleich. Hier hatte einer oder mehrere Gegner der gängigen und gültigen Corona-Regeln seine Meinung, was die seit Tagen in Schulen und anderswo bestehende Maskenpflicht angeht, aufgeschrieben.

„Ruhe in Frieden“ steht auf der „Gedenkstätte“

Zudem gab es, befestigt an einem Gitter einer Rollstuhlfahrerrampe, eine Art „Gedenkstätte“. „Ruhe in Frieden“ hieß es da. Gemeint waren die allseits bekannten, aber eben nicht allseits geschätzten Verhaltensregeln wegen Corona: AHA und L. Also Abstand, Hygieneregeln, Alltagsmaske und Lüften.

Die Gedenkstätte mit „Ruhe in Frieden“: Gemeint sind die AHA-L-Regeln. 

Schule reagiert auf Homepage

Es war eine Aktion, die am Montag in der Marktgemeinde zu ziemlich eindeutigen Reaktionen führte. Gleich nach Bekanntwerden sah sich die Rektorin in der Pflicht, über ein Elterninformationssystem sowie die Homepage der Grundschule zu versuchen, den Ball so flach wie möglich zu halten: „Machen Sie sich keine Sorgen“, heißt es da direkt an die Elternschaft gerichtet. „Es ist kein Kind unserer Schulfamilie verstorben, auch wenn die Dekoration eine Gedenkstelle imitiert“.

Gegenüber der Ebersberger Zeitung betonte sie, dass es bei immerhin 560 Schülerinnen und Schülern in der Elternschaft immer welche gebe, die man mit vernünftigen Argumenten nicht überzeuge könne von der Sinnhaftigkeit der ergriffenen Maßnahmen. Die überwiegende Mehrheit der Eltern aber sei sehr vernünftig, so Seidel weiter.

Etliche Schüler derzeit in Quarantäne

An der Schwabener Grundschule hat man zurzeit einen Covid-19-Schüler, und dazu seit ein paar Tagen eine erkrankte Kraft in der Mittagsbetreuung, etliche Schüler sind in Quarantäne.

Elternbeirat verurteilt Aktion „aufs Schärfste“

Ganz eindeutig ist die Meinung der offiziellen Elternschaft. Der Beiratsvorsitzende Markus Fleischer sagte, dass die nächtliche Aktion von ihm und seinen Kollegen in der Vorstandschaft „aufs Schärfste“ verurteilt werde. Sich wie in dieser Form als Erwachsener gegen Corona-Regeln öffentlich zu äußern, könne fatale Folgen für die Kinder haben.

Schüler hätten, so Fleischer, am Montag ihre Eltern gefragt, ob jemand gestorben sei. Fleischers Appell: Respekt walten lassen und den echten Dialog suchen. „Mir ist eine Maskenpflicht lieber als eine Schulschließung“. Immerhin wurde auch die Polizei informiert. Und die hat den Vorgang zumindest einmal „erfasst“. Poings Dienststellenleiter Helmut Hintereder sagte, dass aus seiner Sicht keine Straftat vorliege und daher auch kein Handlungsbedarf bestehe. Nicht mal eine Ordnungswidrigkeit liege vor. Und auch kein Verstoß gegen Demonstrationsrecht. Eine Lehrerin verwies dagegen auf die Ermordung eines Kollegen vergangene Woche in Frankreich und sprach von einer „Geschmacklosigkeit“.

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