Möglicherweise bald geschlossen: das Autohaus Bäuerle in Markt Schwaben.  Foto: Dziemballa
+
Möglicherweise bald geschlossen: das Autohaus Bäuerle in Markt Schwaben.

Platznot seit Jahren

Markt Schwabener Traditions-Autohaus Bäuerle vor dem Aus

  • vonJörg Domke
    schließen

Kein Platz zum Expandieren, und das schon seit Jahren: Das Traditions-Autohaus VW Bäuerle in Markt Schwaben steht vor dem Aus.

Markt Schwaben – Nein, wirklich neu sind die Überlegungen im Hause Herzog nicht, was die Zukunft des traditionsreichen Autohauses Bäuerle in der Geltinger Straße in Markt Schwaben angeht. In der kommenden Woche aber wird das, was man bislang nur in einem engeren, vertrauten Kreis besprochen hat, auch offiziell öffentlich werden. Inhaberin Gabriele Herzog macht sich ernsthafte Gedanken darüber, ihr Autohaus für immer zu schließen.

Eigentümer werden wohl Wohnraum bauen

Hintergrund: Der Markt Schwabener Haupt- und Bauausschuss wird in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 12. November, über einen „Antrag auf Vorbescheid“ reden. Also die zarteste Form einer Vorab-Abfrage bei der Baubehörde, ob ein Vorhaben theoretisch an einem ganz bestimmten Ort überhaupt vorstellbar und durchführbar ist. Konkret geht es um den Abbruch eines Autohauses mit Einfamilienhaus und Neubau eines Mehrfamilienhauses mit acht Wohneinheiten, vier Reihenhäusern und einer Tiefgarage auf dem Grundstück Geltinger Straße 2 bis 4 in Markt Schwaben. Das sind exakt die Grundstücke, auf denen sich seit Ende der 60er Jahre das Autohaus Bäuerle befindet.

Für die Herzogs bedeutet dieser Schritt, sollte er wirklich zustande kommen können, eine Zäsur.

Erweiterungen wurden nicht genehmigt

Seit 1959 ist VW in der Marktgemeinde unmittelbar mit dem Name Bäuerle verbunden. Zuerst mit einem Standort in der Ebersberger Straße, seit 1968/68 in der Geltinger Straße. Aber auch dort ist es den Unternehmern letztlich zu eng geworden. Man hätte zwar, so sagt Gabriele Herzog, auf dem eigenen Grundstück erweitern dürfen, Genehmigungen dafür hätte man ebenfalls gehabt. Das alles aber wäre zulasten dringend benötigter Park- und Stellplätze gegangen. Und auf die kann ein Autohaus schwerlich verzichten.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, an der Bachleiten, hätten die Herzogs 1600 Quadratmeter Grund zur Verfügung gehabt, doch der Bau von Parkraum war ihnen bisher dort nicht gestattet worden.

Mitarbeiter wissen schon Bescheid

Die 15 Mitarbeiter seien, so sagt Gabriele Herzog, schon heuer im März über das mögliche, nun absehbare Ende der Firma informiert worden. Wann genau die Firma schließen wird, hänge nun im Wesentlichen davon ab, was kommende Woche im Bauausschuss besprochen werde. In keinem Fall sollten sich Stammkunden Sorgen machen, betont die Inhaberin in einem Gespräch mit der EZ.

Auch interessant

Kommentare