Die Brücke über den Hennigbach auf Höhe des Altenheims der Arbeiterwohlfahrt in Markt Schwaben: In einem Kataster sollen alle nun endlich einmal zusammenfasst werden. Foto: Dziemballa

Datensätze statt Aktenberge

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Markt Schwaben - Die Gemeinde Markt Schwaben legt nach und nach moderne Kataster ihrer Besitztümer an.

Was die Datenbestände angeht, die Auskunft geben über das, was die Marktgemeinde Markt Schwaben so alles besitzt und was man sonst noch alles zu den jeweiligen kommunalen Objekten wissen muss, befindet sie sich nach Worten ihres Verwaltungschefs, des Bürgermeisters Georg Hohmann, technisch sozusagen in der Steinzeit. „Wir bräuchten dringend ein modernes Dokumentenmanagementsystem“, ließ er im Verlauf der jüngsten Bürgerversammlung (wir berichteten schon mehrfach) nur am Rande verlauten.

Es ist nicht so, dass es die gewünschte Software nicht gebe, aber es gibt sie eben auch nicht kostenlos. „Geholfen wäre uns damit“, so der Rathauschef nun in einem Gespräch mit der Heimatzeitung. Die gewünschten Programme würden der Gemeinde insbesondere helfen zu erkennen, wo was abgelegt ist, um schneller und zielgerichteter Zugriff zu bekommen zu den erforderlichen Akten.

Noch ist das Dokumentenmangementsystem Wunschdenken, aber immerhin arbeitet die Gemeindeverwaltung derzeit, wie es scheint, mit Hochdruck, daran, zumindest diverse Kataster zu erstellen, in denen alle technischen Anlagen und kommunale Liegenschaften zusammengefasst sind. So etwas gibt es bislang noch nicht.

Zum Beispiel eine Übersicht über die kommunalen Brücken. Allein 40 gibt es in der Marktgemeinde. Inzwischen sei alles erfasst, sagt Bauamtsleiter Frank Eichner, Begutachtungen und Begehungen kommen aber erst noch. „Das Grobe haben wir gesehen, da war alles in Ordnung“, so der Amtsleiter gegenüber der EZ.

Ob sich Handlungsbedarf an den kommunalen Brückenbauwerken ergebe, werde die weitere Arbeit an dem Brückenkataster zeigen, so Eichner weiter. Fragen nach etwaigem Sanierungsbedarf seien zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls noch nicht zu beantworten. Vorerst gehe es um die erste aller Fragen: „Was haben wir überhaupt?“

Auch ein Markt Schwabener Straßenkataster werde derzeit erst erstellt. Etwa 25 Prozent der Straßen seien aufgenommen, was Alter, Länge und Beschaffenheit angehe. Bei den Straßen müsse über die mühsame Katasterarbeit erst ermittelt werden, was im Bestand der Marktgemeinde ist, in welchem Alter sich die Straßen befinden, in welchem baulichen Zustand, ob Prüfungsbedarf besteht und wo sogar Handlungsbedarf.

Was ein Kanalkataster angeht, gebe es hingegen zur Zeit nur Fragmente. Mit einem Wasserleitungskataster sei man obendrein gerade eben erst gestartet. Auch ein Baumkataster sei noch lange nicht vollständig. Und ein Grünflächenkataster, so Frank Eichner weiter, bestehe allenfalls rudimentär.

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