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Obwohl die Mittelschule bald abgerissen wird, muss die Marktgemeinde Markt Schwaben noch einmal viel Geld in dringend notwendige Sanierungsarbeiten ste cken, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. 

Fällige Investitionen in Markt Schwaben

Mittelschule verschlingt eine Million Euro

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Während Schüler und Lehrer in den Sommerferien sind, gibt es an und vor allem in der Grafen-von-Sempt-Mittelschule Markt Schwaben wichtige Arbeiten zu erledigen. Und damit fängt es an richtig teuer zu werden.

Markt Schwaben– Dass das Gebäude alt und marode ist, ist kein Geheimnis, der Beschluss für den Abbruch ist bereits gefasst. Trotzdem müssen Schüler und Lehrer noch bis zum Sommer 2022 dort ausharren. Der Start des neuen Schulzentrums ist für September 2022 geplant – das wurde in der Sondersitzung des Marktgemeinderates zum Neubau und dem damit einhergehenden Architektenwettbewerb bekannt.

Um den Betrieb in der Grafen-von-Sempt-Mittelschule bis dahin aufrecht erhalten zu können, hat der Gemeinderat jetzt in nicht-öffentlicher Sitzung knapp eine Million Euro bewilligt, die für dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen anfallen, berichtet Bürgermeister Georg Hohmann. Exakt sind es 963 000 Euro, die die Marktgemeinde in die Hand nehmen muss. „Das meiste davon, um den Brandschutz zu ertüchtigen.“ Außerdem so Hohmann weiter, sei die Elektroinstallation zum Teil stark veraltet und kaputt. „Manche Steckdosen sind unzureichend gesichert.“ Der Rathauschef spricht sogar von einzelnen Steckdosen, „die zerbröseln“.

Die Marktgemeinde ist Sachaufwandsträger der Mittelschule, ebenso wie der Grundschule. Deshalb ist es an ihr, die Sanierungsmaßnahmen zu beauftragen und zu bezahlen. Die Nachbargemeinde Poing kann davon ein Lied singen: Die dortige Anni-Pickert-Schule wird seit gut zwei Jahren quasi generalsaniert, ebenfalls hauptsächlich wegen neuer Brandschutzrichtlinien. Die alte Grundschule Karl-Sittler-Straße in Poing-Süd muss gar abgerissen und neu gebaut werden, weil das Gebäude derart in Mitleidenschaft gezogen ist, dass eine Sanierung teurer käme als ein Neubau.

Auch in Markt Schwaben wird es eine neue Mittelschule geben – in jenem kommunalen Schulzentrum, das auf dem Gelände des Jahnsportplatzes gebaut wird. Der dazugehörige Architektenwettbewerb startet am 1. September. Hohmann geht davon aus, dass Wettbewerb, Preisgericht und -vergabe, anschließende Auftragsvergabe, behördliche Bauverfahren, detaillierte Planungen und der Bau selbst insgesamt gut vier Jahre dauern werden. Im sogenannten „Pflichtenheft“ (Ausschreibung mit Vorgaben) für den Architektenwettbewerb ist vermerkt: „Der Schulbetrieb soll spätestens zum Schuljahr 2022/23 aufgenommen werden.“ Bis dahin müssen Schüler und Lehrer noch mit alten Gebäude auskommen – so gut es eben geht und hergerichtet ist.

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