+
Feuerwehrleute, Vertreter aus Politik und von anderen Rettungsorganisationen waren gekommen, um mit den Schwabener Floriansjüngern zu feiern.

Feuerwehr Markt Schwaben

Ohne Jugend keine Zukunft

Das haben sie verdient: Markt Schwabener Feuerwehr ehrt Nachwuchs und verdiente Kameraden nach längerer Pause wieder mit einem großen Festakt.

Markt Schwaben – Jede Hilfe durch eine Freiwillige Feuerwehr erfolgt ehrenamtlich, keine einzige Einsatzkraft bekommt dafür eine finanzielle Entschädigung. Das gilt auch für die Feuerwehr in Markt Schwaben, betonte bei der Übernahmefeier Kommandant Christian Hankofer. Alle Bürger sollten ausschließlich in Notsituationen um Hilfe rufen und nicht denken, „die bekommen gutes Geld und sind rund um die Uhr dafür da.“

Nach zwei Jahren Pause wegen Renovierungsarbeiten fand der Festakt erstmals wieder im Foyer des Rathauses statt. Dominik Stankovic führte durch die Feierstunde. Zahlreiche Vertreter aus Politik und von anderen Hilfsorganisationen wie Rotes Kreuz und THW waren gekommen. Während Markt Schwabens Bürgermeister Georg Hohmann über Brandschutz und Umbaumaßnahmen im Rathaus, aber auch über die wichtige Einsatzbereitschaft der Feuerwehr bei Hochwasserereignissen, Unfällen und in Brandfällen sprach, bestätigte Landrat Robert Niedergesäß, dass der Landkreis Ebersberg als wirtschaftsstärkste Region Deutschlands auch für Notfälle und im Katastrophenfall bestens gerüstet sei.

Karsten Doll beschäftigte sich als Vorsitzender vom Feuerwehrverein in seinem Grußwort mit der Frage, was die aktiven von den passiven Mitgliedern der Feuerwehr unterscheidet.

Kreisbrandrat Andreas Heiß nannte die Übernahmefeier in Markt Schwaben eine besondere Veranstaltung und schöne Tradition. Es sei wichtig, dass jungen und heranwachsenden Aktiven auf diese Weise Anerkennung und Respekt zuteil werde. Feuerwehr bedeutet nicht nur üben und Einsätze fahren, es bedeute auch Kameradschaft und bedingungsloses Verlassen auf alle Kameraden. „Ohne Jugend keine Zukunft“, war sein abschließender Slogan.

Eines anderen, ebenso treffenden Spruchs bediente sich Kommandant Christian Hankofer: „Alle versuchen, aus einem brennenden Haus hinauszukommen, wir versuchen, in das brennende Haus hineinzukommen.“ Beim sogenannten „Blaulichtempfang“ in Poing mit Innenminister Thomas de Maizière habe dieser festgestellt, dass Katastrophen nur bewältigt werden könnten, weil es so viele Ehrenamtliche gäbe. „Wir müssen die Leute besser aufklären, dass wir kein Geld bekommen und trotzdem unser Leben aufs Spiel setzen“, betonte er, „und dass wir nicht weglaufen, sondern helfen“.

Unter musikalischer Umrahmung durch die Marktkapelle wurden Kameraden in den aktiven Feuerwehrdienst übernommen, langjährige Dienstleistende geehrt und Bestpreise für besondere Leistungen übergeben. Am Abend fand die Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins statt (wir berichten noch).

dul      

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Drei Jahre Baustelle am Ostkreuz
Wer nachts mit seinem Auto auf der A 99 oder der A 94 am Ostkreuz unterwegs ist, muss ab sofort mit Teilsperrungen und Behinderungen rechnen.
Drei Jahre Baustelle am Ostkreuz
Die Zeichen stehen auf Abriss
Die Zeichen stehen auf Abriss. Das ehemalige Parsdorfer Rathaus könnte durch einen Neubau ersetzt werden. Errichtet werden könnten mehrere Wohnungen.
Die Zeichen stehen auf Abriss
Plieninger Weihnachtsmarkt wäre beinahe abgesagt worden
Gerade noch mal gut gegangen: Wegen zu weniger Anmeldungen hätte der Plieninger Weihnachtsmarkt heuer beinahe abgesagt werden müssen. Kurz vor knapp sind es dann doch …
Plieninger Weihnachtsmarkt wäre beinahe abgesagt worden
Der Wind hat sich gedreht
Der Sturm hat sich gelegt – der Sturm der Entrüstung über die Errichtung der bisher einzigen Großwindanlage im Landkreis Ebersberg. Eine erste Bilanz.
Der Wind hat sich gedreht

Kommentare