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Die Fackel, mit der Günther Zahn 1972 das olympische Feuer in München angezündet hat, spielt auch in Markt Schwaben eine Rolle.

Franz-Marc-Gymnasium Markt Schwaben

Schüler jagen Weltrekorde

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Markt Schwaben - Drei Tage lang steht am Franz-Marc-Gymnasium alles im Zeichen des olympischen Geistes. Und das nicht nur bei sportlichen Wettbewerben.

2016 ist Olympiajahr. In zweieinhalb Wochen, Anfang August, geht’s los. Die Sportwelt blickt schon seit Wochen gespannt nach Rio, derzeit aber mehr noch zu den internationalen Dopingwächtern. Darf Russland mitmachen oder nicht? Das ist die zentrale Frage zurzeit.

Olympia steht auch am Schwabener Franz-Marc-Gymnasium in diesen Tagen besonders im Fokus. Nach 2000 richtet die Schule am Montag und Dienstag, 25. und 26. Juli, zum zweiten Mal eine eigene „Olympiade“ aus: mit diversen leichtathletischen Wettkämpfen im Stadion sowie im Hockey und einer theoretisch-wissenschaftlichen Aufarbeitung zum Thema Olympia im Rahmen eines so genannten W-Seminars am kommenden Freitag.

Bemerkung am Rande: Russische Schüler werden am FMG ganz sicher nicht ausgeschlossen. Unerlaubtes Doping gibt es im Schulsport nicht. Jedenfalls noch nicht.

Dabei haben sich die Franz-Marc-Athleten heuer eine ganz besondere sportliche Herausforderung ausgesucht, die im Idealfall mit einem oder gar zwei neuen Weltrekorden enden könnte. Aber mit sauberen Mitteln. Am Montag wird es einen 10 000-Meter-Lauf geben, an dem Schülerinnen und Schüler der fünften bis siebten Klassen beteiligt sind. Je nach Kraft und Ausdauer absolvieren die Teilnehmer jeweils 100 bis 150 Meter und übergaben dann den Staffelstab an den nächsten Läufer. So, bis im Stadion zehn Kilometer absolviert sind. Das Ziel: den bestehenden Weltrekord zu brechen. Einen Tag später, am Dienstag, 26. Juli, steht dieser Staffellauf nochmals auf dem Programm; dann für die Jahrgangsstufen acht bis zehn. Auch hier lautet das erklärte Ziel: Den Weltrekord brechen. Leichtathletik ist am FMG eine Paradedisziplin, die Schulmannschaft hat sich unlängst als Bayerns bestes Team für das Bundesfinale im September in Berlin qualifiziert.

Keine Olympiade ohne Eröffnungsfeier; und schon gar nicht am FMG. Die Spiele werden folglich am Montag, 25. Juli, um 8.30 Uhr, im Markt Schwabener Stadion in aller Form eröffnet. Etwa 1000 Athleten werden dort erwartet. Um dem Ganzen einen würdigen Rahmen zu verpassen, werden die Jugendlichen mit Fahnen einmarschieren. Es handelt sich zwar formell um eine schulinterne Veranstaltungen, der eine oder andere interessierte Gast darf aber gerne auf der Tribüne dem Massenspektakel beiwohnen.

Höhepunkt wird der Einzug der Olympiafackel sein. Die ehemalige Sportlehrerin Renate Schönberger hat es durch ihre weitreichenden Beziehungen zu Protagonisten bei Olympia 1972 geschafft, eine Original-Olympiafackel von den Münchner Spielen auszuleihen. Sie werde auch am Montag zum Einsatz kommen, so Katharina Negele, neben Bianca Heinrici eine der beiden für Olympia-Fragen verantwortlichen Lehrkräfte.

Das zweitägige Sportspektakel aber wird in erster Linie von den 29 Schülerinnen und Schülern organisiert, die sich im Rahmen eines P-Seminars um Details gekümmert haben. Einschließlich der Organisation von Sponsoren. Mit der Privatbrauerei Schweiger, der Volksbank und der Kreissparkasse wurden, neben vielen kleineren Unterstützern aus der Umgebung, drei Sponsoren gewonnen, ohne die der große Aufwand nicht betrieben werden könnte.

Am Montag soll es dann wohl Schulleiter Gerhard Dittmann vorbehalten bleiben, die Spiele mit den traditionellen Worten „Ich erkläre die Spiele ... für eröffnet“ freizugeben. Dazu haben die fünften Klassen eine Choreografie einstudiert.

Die Klassen fünf, sechs und sieben machen sich am ersten Tag im traditionellen Leichtathletik-Dreikampf (Werfen, Springen und Laufen) sowie in der Zehn-Kilometer-Staffel und bei einem Hindernislauf ans Werk. Die älteren Jahrgänge suchen derweil einen Hockey-Meister. Und am zweiten Tag werden die Disziplinen einfach nur getauscht. Apropos zweiter Tag: Am Dienstag erwartet man im Vormittagsverlauf den Besuch eines bekannten Sportlers, ja sogar eines Weltmeisters, aber keines Olympioniken: Ex-Bayern-Keeper Sepp Maier. Auch Karin Ertl, einst erfolgreiche Fünf- und Siebenkämpferin, hat ihren Besuch zugesagt.

Theoretisch nähert man sich dem Thema Olympia schon am Freitag, 22. Juli. Da wird es Stunden geben, bei denen es nur um die Spiele geht: Die der Antike oder der Neuzeit etwa. Aber auch um das Schicksal der Straßenkinder von Rio. Oder darum, wie man aus Abfall einen Fußball basteln kann oder um den paralympischen Gedanken.

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