hausgemeinschaft 60 Plus

Großes Interesse an Senioren-WG

Mitten in Markt Schwaben ist eine besondere Hausgemeinschaft entstanden: „60 plus“. Bei der offiziellen Eröffnung gab’s viel Lob, beim Tag der offenen Tür war viel los in der Senioren-WG.

Markt Schwaben Beim Tag der offenen Tür in der „Hausgemeinschaft 60 plus“, Loderergasse 28 in Markt Schwaben, gaben sich Besucher ununterbrochen die Türklinke in die Hand. „Das ging schon los, als wir noch gar nicht offen hatten, und reißt nicht ab“, freute sich Initiatorin Renate Schemmann im Laufe des Freitags. Zur offiziellen Eröffnung des Wohnprojekts waren zudem Landrat Robert Niedergesäß (CSU), die SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher, Markt Schwabens Bürgermeister Georg Hohmann (SPD), Karin Funke von der Regierung von Oberbayern sowie Ulrich Krapf (Vorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Ebersberg) gekommen. Die Bewohner waren auf die Gäste gut vorbereitet, in der eigens für die Gemeinschaft eingerichteten Parterrewohnung gab es Kaffee und Kuchen sowie Häppchen und Brötchen.

„Zum offiziellen Teil sollten wir in den Garten gehen“, schlug Krapf vor, „es ist dort nicht nur mehr Platz, man kann auch die herrliche Aussicht auf das Schwabener Moos genießen und die gesamte Wohnanlage gut sehen“. Gesagt, getan. Der Vorsitzende der Wohnungsgenossenschaft Ebersberg hatte die Trophäe „Zu Hause daheim“ mitgebracht, der Preis wurde vom Sozialministerium ausgelobt, das Markt Schwabener Projekt erreichte den zweiten Platz. Die Belohnung: Pokal und 2000 Euro.

Krapf gab in seinem Grußwort zu, dass dieser Ort an der Loderergasse ein „Filet-Grundstück“ innerhalb Markt Schwabens sei. Er dankte vor allem den Initiatoren Renate und Ernst Schemmann sowie Maria Sommer. „Wenn alle gemeinsam am Strick in die gleiche Richtung ziehen, kann es zum Erfolg führen.“ Hier sei nicht nur selbstbestimmtes Wohnen im Alter realisiert worden, sondern mit dem Bau der vier Reihenhäuser für Familien auch noch das Mehrgenerationenprinzip.

Landrat Robert Niedergesäß lobte neben der Idee auch die schnelle Umsetzung und erwähnte, dass öffentliche Fördergelder geflossen seien. „Wir fördern immer wieder Wohnprojekte“, meinte Karin Funke, Sachgebietsleiterin Wohnungswesen bei der Regierung von Oberbayern, aber: „Das hier ist etwas ganz Neues.“ Wenn künftige Bewohner eigene Ideen einbringen und so zur Realisierung beitragen, könne das nur honoriert werden.

Bürgermeister Georg Hohmann erinnerte an den Werdegang, als das Ehepaar Schemmann um Rat gebeten und er die Wohnungsgenossenschaft Ebersberg ins Gespräch gebracht hatte. Jetzt ist das Projekt fertig und eröffnet, das Interesse daran ist groß, wie die Besucherzahl beim „Tag der offenen Tür“ zeigte.  dul

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