Grund- und Mittelschule Markt Schwaben 

Entscheidung über „Plan B“

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In einer Sondersitzung wird der Marktgemeinderat Markt Schwaben am Dienstag, 8. August, darüber entscheiden, ob in die Planung für den Bau einer neuen Grund- und Mittelschule ein Hallenbad mit aufgenommen wird. Auch genannt: der „Plan B“.

Markt Schwaben – Eines betonen die Initiatoren des Bürgerbegehrens „Im Konzept für den Neubau des Schulzentrums fehlt unser Schwimmbad“ klar und deutlich: „Keiner will eine Verzögerung bei dem Schulbau“, sagt Wolfgang Eiba. In vielen Gesprächen mit Bürgern sei der Tenor: Mittlerweile wurde genug Zeit „vertrödelt“. Eiba und seine Mitstreiter haben lediglich eine Forderung: Im Architektenwettbewerb, der für den Schulzentrumsbau durchgeführt wird, soll die Option eines zukünftigen Schwimmbades einbezogen werden. Als „Plan B“. Für den Fall, dass – wann auch immer – das alte Grundschulgebäude an der Herzog-Ludwig-Straße abgerissen werden müsste, inklusive dem öffentlichen Schwimmbad, das sich in diesem Gebäude befindet.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens wollen den Teufel nicht an die Wand malen, zumal im Gemeinderatsbeschluss vom 20. Dezember 2016 festgehalten ist, dass der Komplex Grundschule/Turnhalle/Hallenbad an der Herzog-Ludwig-Straße 33 erhalten bleiben soll. Dennoch sollte die Marktgemeinde für den Neubau von Grund- und Mittelschule auf dem Jahnsportplatz die Möglichkeit einbeziehen, dass dieses Gebäude im Falle des Falles erweitert werden kann. Das ist die Meinung von Wolfgang Eiba und Co., die eigenen Angaben zufolge mittlerweile über 1300 Unterschriften gesammelt haben für das Bürgerbegehren.

Möglicherweise muss es gar nicht zu einem finalen Bürgerentscheid kommen. Die Entscheidung liegt heute Abend beim Marktgemeinderat. Einziger Tagesordnungspunkt der Sondersitzung ist der Antrag von Rita Stiegler und Markus Klamet (beide SPD), die die Forderung des Bürgerbegehrens umgesetzt sehen wollen. Der Antrag im Wortlaut: „In das Pflichtenheft für den Architektenwettbewerb wird als Eckpunkt die Erweiterbarkeit des Schulzentrums um ein Schwimmbecken für Schul- und Vereinszwecke mit aufgenommen. Dabei wird ein Mehrzweckbecken mit 25 Metern Länge und mindestens vier Bahnen als ausreichend angesehen. Im Architektenwettbewerb ist vorrangig aufzuzeigen, wie eine Unterbringung auf dem Planungsgelände möglichst effizient erfolgen kann.“ Sollte der Marktgemeinderat dem zustimmen, sei es nicht mehr notwendig, die bislang gesammelten Unterschriften einzureichen und einen Bürgerentscheid zu beantragen, sagt Wolfgang Eiba.

Er bekräftigt, dass die Option für eine spätere Erweiterung um ein Schwimmbad („Plan B“) zunächst nichts mit der Planung für das neue Schulzentrum an sich zu tun habe. „Es bleibt zu hoffen, dass das bestehende Hallenbad noch lange bestehen und für die Allgemeinheit nutzbar bleibt und es den Plan B noch lange nicht braucht“, sagt Eiba.

Dennoch erwarte er sich „kreative Vorschläge durch den Architektenwettbewerb, wie man das zur Verfügung stehende Areal sinnvoll mit den aktuell erforderlichen Einrichtungen nutzen kann“. Dabei sei auch gefordert, eine Erweiterungsmöglichkeit für das Schulgebäude einzuplanen und eine weitere für eine zusätzliche Turnhalle – „warum soll als Anforderung nicht auch eine Bedarfsfläche für ein möglicherweise erforderliches Schwimmbad in das Pflichtenheft mit aufgenommen werden können, zumal sich diese Elemente ja gegebenenfalls sogar kombinieren lassen“, fragt er. Seine Meinung: Es könnte, ja: sollte aufgenommen werden.

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