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In den Containern der Grundschule soll mehr gelüftet werden.  

Grundschul-Container in Markt Schwaben

Schlechte Luft bereitet Kopfschmerzen

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Lösungsmittel und Kohlendioxid in schlecht belüfteten Container-Klassen der Grundschule   sollen für kranke Kinder verantwortlich sein. Das hat ein Experte dem Markt Schwabener Gemeinderat berichtet.

Markt Schwaben – Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind Beschwerden bei Schülern und Lehrkräften aus Containern der Grundschule ausgelöst worden durch schwerflüchtige organische Stoffe, die sich in Klebern von Bodenbelegen befinden und in der Raumluft nachgewiesen werden konnten. Dazu kommen wohl zu hohe CO2-Konzentrationen. Das sagte der von der Gemeinde beauftragte Ingenieur Maximilian Bergmann auf der Gemeinderatssitzung in Markt Schwaben.

Ausgelöst worden waren die Untersuchungen durch den Hinweis eines Arztes, der bei einer Untersuchung eines Buben die Empfehlung gab, doch mal den Container zu untersuchen, in dem sein Patient unterrichtet werde. Diese erste Untersuchung fand am 8. Juni statt. Gesucht worden war nach vier Schadstoffgruppen. Drei Werte seien unauffällig gewesen, ein Wert sei nahe am Grenzwert gelegen. Bergmann verwies auf weitere Beprobungen der anderen drei Räume am 27. Oktober außerhalb des Schulbetriebs. Dabei seien Schadstoffe in zwei Räumen über dem Grenzwertbereich ermittelt worden.

Am 6. November habe man zudem eine CO2-Messung durchgeführt, weil die in diesem Fall stets im Raum gestandenen Symptome der Beteiligten nach Bergmanns Einschätzung auch auf „schlechte Luft“ hätten zurückgeführt werden können, wie es jetzt hieß. Diese Vermutung habe sich dann auch bestätigt. Die Kohlendioxid-Konzentration sei bis maximal 2600 ppm gestiegen. Unter 1000 gilt als in Ordnung, bei Werten zwischen 1000 und 2000 wird Lüften empfohlen, ab 2000 müsse gelüftet werden. Ppm bezeichnet eine gemessene Menge von gesessenen Stoffen in einem Kubikmeter Raumluft. Schon vor vier Wochen hatte Bürgermeister Hohmann in einer öffentlichen Ratssitzung (wir berichteten) angemerkt, dass man mit gezieltem Lüften einen Großteil des Problems in den Griff bekommen könne.

Diese Woche sind nun weitere Stoffproben entnommen und Untersuchungen vorgenommen worden, diesmal sozusagen im laufenden Schulbetrieb. Die Ergebnisse würden in der nächsten bzw. übernächsten Woche vorliegen, so der Umwelttechniker.

Die erwähnten schwerflüchtigen organischen Lösungsmittel, um die es hier gehe, kommen nach seiner Erkenntnis in Klebern und Lacken vor. Die Frage, ob die Dämpfe dieser Kleber gefährlich für den Menschen seien, wollte Bergmann nicht eindeutig beantworten. Die Fachliteratur spreche von Kopfschmerz, Schwindel oder Nasenreizungen. Diese Symptome gebe es aber auch, wenn man sich zu lange in schlecht belüfteten Räumen aufhalte. Jeder reagiere grundsätzlich anders, hieß es.

Durch gutes Lüften seien die besagten Schadstoffe in der Raumluft aber relativ schnell komplett draußen. Die beste Variante sei es, bewusst Durchzug zu verursachen.

Ratsherr Andre Le Coutre (Grüne) wagte als Erster die These, dass hier mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Lüftungsproblem vorliege. Elfriede Gindert (CSU) hatte derweil mit dem Vater des einst behandelten Buben geredet. Und dort erfahren, dass es dem Sohn schon sehr viel besser gehe, seit in den Containern regelmäßig Stoßlüftungen durchgeführt würden. Sascha Hertel (ZMS) und Joseph Riexinger (FW) sprachen technische Hilfsmittel an, die eingesetzt werden könnten, um das Lüften in den Containern zu optimieren. Ob das wirklich nötig sei, da äußerte sich Arzt und CSU-Ratsherr Georg Holley eher skeptisch. Früher, sagte er, sei es ganz normal gewesen, dass nach jeder Schulstunde die Fenster weit aufgerissen worden seien; ohne moderne technische Helfer.

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