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Die Porzellansammlung ist eine (viel beachtete) Abteilung im Markt Schwabener Museum. Das Haus wird nun um zwei Räume erweitert. 

Heimatmuseum Markt Schwaben

Mehr Platz für Zeitgeschichte

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Das Heimatmuseum Markt Schwaben soll erweitert werden. Künftig werden zwei weitere Räume zum Thema „Zeitgeschichte“ informieren.

Markt Schwaben – Schon seit 1999 basteln engagierte Schwabener an ihrem Heimatmuseum. Immer wieder kamen in der Schweiger-Villa Räume hinzu, die für einen musealen Zweck umgestaltet und dann auch genutzt wurden. Zwölf Zimmer sind es inzwischen. Kapazitäten bestehen noch im Ausbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung. Bauhofmitarbeiter renovierten heuer im Februar und März diese beiden Zimmer. Einer Entkernung durch Richard Neumaier folgte das Verputzen der Wände, der Einbau der Decke und das Streichen des Einbauschranks, der Wände und Fenster. „Jetzt sind die beiden Räume bezugsfertig“, teilte Museumsvereinschef Bernd Romir den Mitgliedern bei der Hauptversammlung des Museumsvereins am Mittwoch mit. „Momentan arbeiten wir an einer Grobplanung der Zeitgeschichte. Die museale Darstellung dieser Zeit mit zwei Weltkriegen und nach 1945 des wirtschaftlichen Aufschwungs bedarf noch viel Feinarbeit und weiterer Hilfe des Amtes für die nichtstaatlichen Museen“, so Romir in seinem Tätigkeitsbericht.

Unterstützt werden die Museumsbetreiber in Markt Schwaben nach wie vor vom Amt für nichtstaatliche Museum. Erst in diesen Tagen waren Stefan Kley und Heike Zech zu einem weiteren Ortstermin im Museum. Positiv war danach zu vermelden, dass die beiden Vertreter des Amtes erhebliche Fördermittel für den Ausbau der zwei Räume in Aussicht stellten, voraussichtlich bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Lichtschienen und LED-Strahler, so hieß es, könnten bereits heuer gefördert werden. Der Tag ihres Besuches, das war der 24. April, gilt laut Romir somit auch als Datum des vorzeitigen Maßnahmebeginns.

Mit den Vorüberlegungen zu den ersten Sequenzen zur Zeitgeschichte zeigten sich die Berater bereits sehr zufrieden. Zusätzlich angeregt wurden Hörstationen, Transskriptionen von Feldpostkarten und Zeitungsausschnitte zum Kriegsbeginn 1914 wie auch 1939, wenn möglich gar mit „Heimatbezug“. So soll in einer ersten Sequenz das bürgerliche Leben in Schwaben um 1900 beleuchtet werden, in der zweiten der nahende Krieg und in der dritten Sequenz insbesondere das Elend des 1. Weltkrieges, aber auch die Lebensmittelknappheit an der „Heimatfront“. Als nächster Schritt müssen weitere Sequenzen erarbeitet und vor allem dann die Sequenzen im zweiten Raum festgelegt werden. Vereinschef Bernd Romir vor der Versammlung: „Das Lob für unser Museum, das Dr. Kley bei seinem Antrittsbesuch spendete, kam sozusagen aus berufenem Mund. Darauf dürfen wir alle stolz sein. Es ist toll für uns Museumsleute und neue Motivation, dass in den sechs Jahren seit der offiziellen Eröffnung des Heimatmuseums nur positive Rückmeldungen zur Qualität unseres Hauses zu verzeichnen sind.“

Viele Aufgaben sind es also, die da noch auf die Museumsfreunde warten. Dazu kommt, wie in jedem Jahr, die Jahresausstellung. Das Thema heuer heißt: „Menschen bei der Arbeit“. Romir: „Wir wollen Betriebe, Gewerbe und Firmen aus Markt Schwaben darstellen. Hier sollen aber nicht nur die Firmengebäude von außen gezeigt werden, sondern vor allem die Menschen, die im Gebäude gearbeitet haben. Historische Technik, Handarbeit und die Mühsal der Arbeit von früher liegen uns bei dieser Ausstellung besonders am Herzen. Die Nennung von Namen und Jahreszahlen auf Fotos ist dabei entscheidend wichtig, damit der Zeitbezug erhalten bleibt.“

Wie schon berichtet, sucht man ständig nach neuen Fotos und Exponaten für die Jahresausstellung. Wer helfen kann, sollte umgehend Kontakt mit der Vereinsführung aufnehmen. Die Eröffnung der Ausstellung ist am Samstag, 11. November, um 14 Uhr.

Vorher ist noch wieder eine Veranstaltung zu Kirchweih mit Heini Schmitt sen. geplant. 13 mal hat es bereits Lesungen am Kirchweihmontag gegeben.

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