Hingeworfen: Schmiererei an der Nordseite der Markt Schwabener Pfarrkirche St. Margaret.

In Markt Schwaben stinkt‘s zum Himmel

Pfui Teufel! Fäkalien-Anschlag auf Gotteshäuser und Schule

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Unbekannte Täter haben mehrere Gebäude in Markt Schwaben mit Kot beschmiert. Betroffen sind auch Gotteshäuser.

Geschockt: Kirchenpfleger Jakob Bayer.

Markt Schwaben -  Seinen freien Montag hatte sich Markt Schwabens katholischer Pfarrer Herbert Walter ganz anders vorgestellt. Gleich am Vormittag war es vorbei mit der erhofften Gemütlichkeit im sonnenüberfluteten Pfarrgarten in der Webergasse. Eine Nachbarin der katholischen Pfarrkirche St. Margaret hatte das Pfarrbüro und das Ordnungsamt der Gemeinde nämlich von einer größeren Sachbeschädigung informiert. Irgendwann zwischen Sonntag, 21 Uhr, und Montagvormittag, 7.20 Uhr, müssen Unbekannte das erst jüngst mit viel Aufwand restaurierte und sanierte Gotteshaus von außen großflächig beschmiert haben.

Herbert Walter und auch Kirchenpfleger Jakob Bayer, der ebenfalls gleich angerufen wurde, gehen davon aus, dass es menschlicher Kot ist, der hier speziell an der Nordseite des Gotteshauses zum Teil auf bis zu vier Metern Höhe an die ansonsten gelb-strahlende Fassade geworfen wurde.

Damit aber noch nicht genug: Auch die Maria-Hilf-Kapelle und die Grundschule wurden im besagten Zeitraum auf gleiche Weise beschädigt. Bauhof-Chef Bernd Stiegler sagte der EZ, dass die unappetitlichen Spuren an der Kapelle und dem benachbarten Schulgebäude bereits im Laufe des Vormittags von Mitarbeitern des Gemeindebauhofs beseitigt worden seien. Dazu seien ein Spezialreinigungsmittel mit Desinfektionszusätzen, mit dem man gute Erfahrungen gemacht habe, und ein Hochdruckreiniger zum Einsatz gekommen. Die Verunreinigungen seien restlos weg, so Stiegler gegen Mittag.

Ob es sich, wie Pfarrer Walter vermutet, tatsächlich um Kot handelte, wollte er nicht bestätigen. Eine genauere Analyse habe nicht stattgefunden. Dass auch die Pfarrkirche im Ortszentrum von den nächtlichen Schabeschädigungen betroffen war, wussten Stiegler und seine Mannen zu dem Zeitpunkt noch nicht. An der Grundschule wurden die Hinterlassenschaften stellenweise mit Fingern/Handschuhen verschmiert. Auf der Kirchenfassade sei so etwas wie eine Teufelsfratze „gezeichnet“ worden, berichtete Walter. An einen vergleichbaren Vorfall konnte sich der Schwabener Seelsorger nicht erinnern. Vor der Sanierung habe es an den Mauern von St. Margaret jedoch mal Hakenkreuz-Schmierereien gegeben.

Der Poinger Polizeichef Helmut Hintereder geht davon aus, dass es sich hier um einen Dumme-Jungen-Streich handelt. Und: Ob die zum Himmel stinkenden Attentate auf Kirchen- und Schulgebäude überhaupt von der Polizei verfolgt werden können, sei fraglich. Eine Sachbeschädigung liege nur dann vor, „wenn eine erhebliche Substanzverletzung erfolgt ist“. Da die Verschmutzungen an Kirche und Schule mit Wasser abgespritzt werden konnten und auch bei der Maria-Hilf-Kapelle noch fraglich ist, ob der Schaden wirklich so groß sei, könne die ganze Sache im Sande verkaufen, so Hintereder. Die Kirche hat aber Anzeige erstattet. Die Polizei sucht deshalb Zeugen. Hinweise an die PI Poing unter (0 81 21) 99 170.

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