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Die Debatte um ein Bürgerbegehren um den Jahnsportplatz droht den Schulneubau zu verzögern.

Jahnsportplatz in Markt Schwaben

Elternbeiräte werden aktiv

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Jetzt setzen sich Elternbeiräte gegen ein Bürgerbegehren um den  Jahnsportplatz zur Wehr. Sie starten eine Unterschriftenaktion.

Markt Schwaben – Es bewegt sich wieder etwas in Sachen Bürgerbegehren zum Erhalt des Jahnsportplatzes in Markt Schwaben. Der Gemeindeverwaltung liegt eine Anfrage vor, für Donnerstag, 26. Oktober, einen Stand zu genehmigen auf dem so genannten „Grünen Markt“. Ab 8 Uhr wollen Mitglieder der Elternbeiräte der Grafen-von-Sempt-Mittelschule und der örtlichen Grundschule gemeinsam Flagge zeigen und zum Ausdruck bringen, dass sie sich ganz eindeutig gegen das noch immer laufende Begehren aussprechen – und sogar an Ort und Stelle Bürgerinnen und Bürgern die Chance geben möchte, bereits geleistete Unterschriften zu widerrufen.

„Es brodelt“, berichtet die Vorsitzende des Elternbeirats der Grundschule, Katja Heinrich. Gemeint ist eine Stimmung, die unter vielen herrscht, deren Buben und Mädchen gegenwärtig eine der beiden Schulen besuchen. Da man inzwischen davon ausgeht, dass die als Grundbedingung erforderlichen 952 Unterschriften früher oder später ganz sicher zusammenkommen werden, ist es scheinbar für einige nun an der Zeit, sich mit einer eigenen Meinung nicht mehr zurückzuhalten. Deshalb soll ein öffentliches Zeichen gesetzt werden.

Die Sorge geht um, dass sich der Bau eines neuen Schulzentrums erheblich verzögern wird, sollte das Begehren die erforderlichen Unterschriften bekommen und vom Marktgemeinderat auch noch formell anerkannt werden (müssen).

Um es so weit nicht kommen zu lassen, wollen Mitglieder der beiden Elternbeiräte am Donnerstag auf dem Marktplatz Unterschriften für den Bau eines neuen Schulkomplexes sammeln. Inzwischen haben viele den Eindruck, dass es der Initiatorin längst nicht mehr darum geht, den Jahnsportplatz zu erhalten, sondern eine zu hohe Verschuldung der Marktgemeinde anzuprangern; und das auf den Rücken der Kinder. Zugleich verlautete ganz aktuell, dass Unterschriftenlisten auch in allen Kindergärten ausliegen würden. Immerhin befänden sich dort die Buben und Mädchen, die von einer künftig modernen Schule einmal wirklich profitieren würden.

Dem Vernehmen nach waren es anfänglich wohl nicht selten Markt Schwaberinnen und Markt Schwaben aus dem Umfeld der Fußballvereine, die sich für das Begehren, das von Monika Braun angestoßen wurde, begeisterten und die die Frage, ob der Jahnsportplatz erhalten werden sollte, zunächst locker unterschrieben. Inzwischen herrscht der Eindruck vor, dass es darum gar nicht mehr geht. Zumal es de facto nach den zuletzt vorgestellten Grobplanungen für das neue Schulzentrum lediglich um eine Verlegung geht. In der Summe werde Markt Schwaben in ein paar Jahren sogar einen Platz mehr haben, hieß es stets im Plenum. Zurzeit laufen Pachtvertragsgespräche im Zusammenhang mit dem Bau eines weiteren Spielfeldes an der Finsinger Straße, berichtete Bürgermeister Hohmann erst unlängst im Marktgemeinderat.

Bei der Spielvereinigung Schwabener Au, in der sich die Jugendfußballer der BSG und des FC Falke in einem neuen, eigenständigen Verein formierten, bezog man schon im Juli eindeutig Stellung. Im Vorfeld des Bürgerinformationsabends Ende Juli hatte der Vorstand an alle Mitglieder einen Brief geschrieben mit dem Hinweis, sich zuerst genau zu informieren und eine Unterschrift wirklich zu überlegen. Ein erfolgreiches Begehren sei am Ende nur zum Schaden der Spielvereinigung, hieß es. Der Vorsitzende Sigi Huber sagte gestern am EZ-Telefon, dass sich an dieser Einschätzung bis heute nichts geändert habe.

Mehr noch: Inzwischen bestätigen Fußballeltern und Eltern von Schülern, dass die Zahl derjenigen, die sich von den Initiatoren getäuscht und über den Tisch gezogen fühlten, stetig wachse.

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