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Der Jahnsportplatz in Markt Schwaben ist noch immer Thema einer Unterschriftenaktion in Markt Schwaben.  

Bürgerbegehren Jahnsportplatz

Es läuft noch

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Wie steht um das Bürgerbegehren um den Erhalt des Jahnsportplatzes in Markt Schwaben? Noch werden Unterschriften benötigt.

Markt Schwaben – Das eine Bürgerbegehren zum Thema „Hallenbad“ ist durch entsprechend ergänzende Beschlüsse des Marktgemeinderates im Verlauf einer Sondersitzung Anfang August abgewendet bzw. obsolet geworden. Begehren Nr. zwei aber läuft noch. Monika Braun sucht weiter Bürger, die sich, vordergründig zumindest, mit ihrer Unterschrift für den Erhalt des Jahnsportplatzes aussprechen.

In der Ferienzeit hatte sich die Anliegerin aus der Breslauer Straße bewusst mit neuen Wasserstandsmeldungen zum Begehren zurückgehalten. Nach einer Quasi-Extra-Bürgerversammlung kurz vor der Sommerpause hatte sie der Heimatzeitung noch gesagt, sich erst noch mit Mitstreitern beraten zu wollen. Auf Nachfrage der EZ bestätigte Monika Braun jetzt, dass das Begehren „Sportplatz“ weiterhin in Gang sei. Nach eigenen Angaben lägen ihr inzwischen rund 800 Unterschriften von Bürgern vor. 850 ist die magische Grenze, die überschritten werden muss, damit sie auch als Grundlage für einen eventuellen Bürgerentscheid anerkannt werden können. Monika Braun will aber nach eigenen Worten noch weitermachen, bis mindestens 1000 Unterzeichner beisammen sind. Einkalkulierend, dass es sicherlich Unterschriften geben werde, die ungültig seien oder inzwischen widerrufen wurden bzw. noch werden.

Monika Braun sammelt übrigens seit Ende Juni. Beim Marktsonntag im Juli hatte sie auch direkt auf der Straße Leute angesprochen. Außerdem gab es ausliegende Zettel in diversen Geschäften und Lokalen. Einige Gewerbetreibende sagten dieser Tage auf Anfrage, dass sie inzwischen längst abgeholt worden seien. Bei Schreibwaren Schiegl gebe es noch eine Liste, die sei aber ohne Unterschriften, hieß es.

Dass es auf diesem Wege Möglichkeiten für die Schwabener gegeben hatte, sich für ein Bürgerbegehren zum Erhalt des alten Sportplatzes auszusprechen, hat allerdings auch für diverse atmosphärische Spannungen im Ort gesorgt. Zuletzt war kolportiert worden, dass sich Bürgermeister Georg Hohmann und einige Gemeinderäte Namen auf diesen Listen angesehen hätten, um die entsprechenden Personen anschließend direkt anzusprechen und zum Widerruf zu bewegen. Ein Vorwurf, den Hohmann am Telefon der EZ als komplett „erdichtet“ bezeichnete.

Es habe lediglich einmal einen Vorstoß eines Rathausmitarbeiters gegeben, ein solches Blanko-Formblatt in Kopie zu bekommen. Dabei sei es darum gegangen, zu erfahren, um welche Fragestellung es genau gehe. Bislang seien keine Listen mit Namen im Rathaus abgegeben worden. Namen von Unterzeichnern, auf ausgespähte Art und Weise erlangt, habe er, Hohmann, jedenfalls nicht. Ob es Gemeinderäte gebe, die direkt Unterzeichner kontaktiert hätten, könne er nicht sagen. Die Fragestellung, um der es Braun bei ihrer Unterschriftensammlung geht, lautet übrigens: „Ich stimme dafür, dass in der Planung des Schulzentrums der jetzige Jahnsportplatz erhalten bleibt.“

Der EZsagte sie nun, dass es in erster Linie ihre Sorge sei, die Gemeinde könne sich mit dem Schulneubau finanziell übernehmen. Diese Sorge motiviere letztlich auch zum Weitermachen. Der Markt habe, so die Initiatorin, in Sachen Hochwasserschutz oder Rathaussanierung so viele andere, teure Ausgaben und dazu wenig Geld. Unter Hohmann seien außerdem die Personalkosten im Rathaus um eine Million Euro gestiegen. Außerdem habe sie Zweifel, dass es bei den kolportierten 45 Mio. Euro Gesamtkosten für das favorisierte Projekt Mittel- und Grundschule bleiben werde. In München sei zuletzt eine Schule für 240 Kinder für 40 Mio. Euro gebaut worden, hier aber gehe es um über 700 Schülerinnen und Schüler. Und dazu um eine Sporthalle und einen neuen Sportplatz.

Last not least schmerzten die im Raume stehenden eine Mio. Euro dann auch noch, die nötig geworden sind, damit die Mittelschule überhaupt noch in den nächsten Jahren betrieben werden darf.

Die Mittelschule sei, so hieß es abschließend, nicht so schlecht, dass sie nicht saniert werden könnte. Und eine Erweiterung der Grundschule komme der Marktgemeinde am Ende auch billiger.

Während Monika Braun also noch weitere Unterzeichner sucht und dazu keine Eile zu haben scheint, gibt es im Rathaus weiterhin die Möglichkeit, schon geleistete Unterschriften zu widerrufen. Das muss aber schriftlich erfolgen und aktiv von dem Jeweiligen ausgehen. Ein eindeutiger und unterschriebener Brief ans Ordnungsamt reicht. E-Mails sind nicht möglich.

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