News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein

News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein
+
Das Schwimmbad bleibt: Nachdem ein Konsens gefunden worden ist, ist das Bürgerbegehren gestoppt. 

bürgerbegehren schwimmbad 

Die Kuh ist vom Eis

  • schließen

Das Bürgerbegehren zum Schwimmbad in Markt Schwaben ist gestoppt. Nach der Sondersitzung des Marktgemeinderates am Dienstagabend sind die Initiatoren mit der nun gefassten Konsenslösung zufrieden.

Markt Schwaben – Am Tag nach der Sondersitzung ist Wolfgang Eiba mehr als zufrieden: „Was wir erreichen können, das haben wir auch erreicht. Das Bürgerbegehren wird nicht weiter verfolgt“, sagte der Initiator am Mittwoch im Gespräch mit unserer Zeitung. Nach einer Stunde teils hitziger Diskussion hat der Marktgemeinderat am Dienstagabend beschlossen, den Ausschreibungstext für den Architektenwettbewerb zum Bau des neuen Schulzentrums geringfügig zu ändern. Aufgenommen ist nun der Passus, dass im Norden des künftigen Neubaus der Grund- und Mittelschule am Jahnsportplatz eine sogenannte „Vorhaltefläche“ für einen zukünftigen Neubau des Schwimmbads eingeplant werden soll. Diese Fläche reicht bis zum Gebäudekomplex der jetzigen Grundschule mit Turnhalle und Schwimmbad. Damit soll die Option offen gehalten werden, dass ein neues Schwimmbad gebaut werden kann. Für den Fall, dass das jetzige – aus welchen Gründen auch immer – geschlossen werden müsste.

Dies allerdings will im Gemeinderat auch gar keiner, einschließlich Bürgermeister Georg Hohmann (SPD). Er betonte zum wiederholten Male, dass das Hallenbad „überhaupt nicht infrage gestellt ist“. Dies belege der Gemeinderatsbeschluss vom 20. Dezember 2016, als der Marktgemeinderat mit 14:6 Stimmen sich für den Erhalt des Schwimmbades an der Herzog-Ludwig-Straße ausgesprochen hatte.

Dennoch ging in den folgenden Wochen und Monaten in der Marktgemeinde das Gerücht um, die Gemeinde wolle auf kurz oder lang das unrentable Hallenbad schließen. Wegen widersprüchlicher Aussagen von Planern sowie von Mitgliedern des Marktgemeinderates wurde ein Bürgerbegehren initiiert. Damit schwarz auf weiß festgeschrieben sei, dass im Falle einer Schließung eine Alternativfläche mit Alternativlösung vorhanden ist, wie es Markus Klamet (SPD) am Dienstagabend formulierte. Er ist Mit-Initiator des Begehrens und hatte zusammen mit Fraktionskollegin Rita Stiegler den Antrag gestellt, der die Sondersitzung notwendig gemacht hatte. Beide wollten, dass der Ausschreibungstext für den Architektenwettbewerb im Sinne des Bürgerbegehrens verändert wird.

Das wiederum missfiel Anja Zwittlinger-Fritz (CSU): „Das ist meiner Ansicht nach nicht demokratisch, dass ein Bürgerbegehren im Marktgemeinderat umgesetzt werden soll. Das kommt mir vor wie ein Erpressungsversuch.“ Demokratisch wäre es, das Bürgerbegehren zuzulassen und die Bürger tatsächlich darüber abstimmen zu lassen.

Soweit wird es nun nicht kommen, was Heinrich Schmitt (CSU) schon allein aus finanziellen Gründen befürwortet. „Wenn wir jetzt zu einem Konsens kommen, können wir uns Unsummen an Steuergeldern für ein Bürgerbegehren sparen“, appellierte er.

Wie die Einigung aussehen könnte, hatte schon zu Beginn der Sitzung Johann Peter Kellerer vom gleichnamigen Architektenbüro in München, das den Planungswettbewerb koordiniert, erläutert. Die bisherige Ausschreibungsfläche wird nach Norden hin erweitert, bis zum bestehenden Grundschul-/Turnhallen-/Schwimmbad-Komplex. Dieses zusätzliche Areal soll von den Planungsbüros, die am Wettbewerb teilnehmen, als „Vorhaltefläche“ für den Bau eines Schwimmbades eingezeichnet werden. Den Maßen zufolge könnte dort ein Hallenbad mit einer Beckenbreite von 15 Metern und einer Länge von 25 Metern entstehen, was laut Kellerer sechs Bahnen entspricht. „Wichtig ist: Das Grundstück muss sich außerhalb der Realisierungsfläche für das Schulzentrum befinden, denn es macht keinen Sinn, ein Schwimmbad mitten hinein zu bauen.“

Nachdem im öffentlichen Teil der Sondersitzung publikumswirksam über dieses Thema diskutiert und gestritten worden war, stellte Joachim Weikel (Grüne) den Antrag auf Ende der Debatte. Anschließend einigten sich die Marktgemeinderatsmitglieder im nicht-öffentlichen Teil auf die Konsenslösung, wie Bürgermeister Georg Hohmann am Mittwoch bekannt gab.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Grafinger Erfolg an Siebentausender 7000er in Pakistan
Drei Jahre lang hatte es kein Bergsteiger auf den 7027 Meter hohen Spantik im pakistanischen Karakorumgebirge geschafft – nun gelang es als Ersten dem Grafinger Thorsten …
Grafinger Erfolg an Siebentausender 7000er in Pakistan
Wahlwerbung: AfD ärgert sich - Polizei ermittelt
Im Landkreis Ebersberg sprießt die Parteiwerbung. In welcher Kommune die CSU richtig stark wirbt und wieso die AfD richtig sauer sein dürfte. 
Wahlwerbung: AfD ärgert sich - Polizei ermittelt
Bulldogs und Boliden
Nach längerer Pause gibt es heuer wieder einen Oldtimer-Frühschoppen  bei Poing: am Sonntag, 20. August, auf dem Angelbrechtinger Hansn-Hof.
Bulldogs und Boliden
Urteil für Messerstecher von Grafing: Paul H. muss in die Psychiatrie
Der Messerstecher von Grafing steht vor Gericht. Der Vorwurf: Mord und versuchter Mord in drei Fällen. Entschieden wird über seine dauerhafte Einweisung in die …
Urteil für Messerstecher von Grafing: Paul H. muss in die Psychiatrie

Kommentare