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Blick in die alte Schwabener Orgel vor der Restaurierung: Die Malthaner-Stiftung unterstützt die laufenden Orgelarbeiten mit 15000 Euro. 

Malthaner-Stiftung

Soziales und Sakrales im Fokus 

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Markt Schwaben -  Soziale Notlagen zu lindern und die sakrale Kunst in Markt Schwaben zu fördern: Das sind zwei zentrale Ziele, die die Markt Schwabener Malthaner-Stiftung verfolgt. Ein ganz konkretes Projekt steht heuer an: Mit 15 000 Euro wird man die Orgelrestaurierung mitfinanzieren.

„Die segensreiche Unbekannte“: So hatte Maria Sommer einen Aufsatz überschrieben, der im letzten Pfarrbrief von St. Margaret des alten Jahres abgedruckt worden war. Gemeint ist die seit Februar 2002 bestehende gemeinnützige und mildtätige Stiftung der Eheleute Albert und Maria Malthaner. Ein Markt Schwabener Paar, das durch viel Fleiß, Arbeit und Sparsamkeit zu einem Vermögen gekommen ist, aber ohne Erben blieb. Viele Jahre agierten die Mathaners in den Gremien der Stiftung mit. Zum Jahreswechsel 2013/2014 aber verstarben beide kurz hintereinander.

Zuvor hatten die der katholischen Pfarrei St. Margaret eng verbundenen Stiftungsgründer verfügt, dass der Pfarrer der Gemeinde erste Kontaktstelle werden solle. Herbert Walter ist seit 2014 Vorsitzender des Vorstands neben Maria Sommer und dem Notar Christopher Baumhof. Dem Stiftungsrat gehören Georg Holley, Siegfried Emberger, Anton Hiermaier, Michaele Klemens, Monika Schützeichel und Christa Stewens an. Finanziell gespeist wurde die Stiftung, so Herbert Walter, seinerzeit durch einen fünfstelligen Grundbetrag im oberen Bereich. Im Prinzip wurde so gearbeitet: Das eingesetzte und im Prinzip unantastbare Grundkapital wurde angelegt, aus den Zinserträgen wurden die sozialen und kulturellen Dinge gefördert, die man entsprechend der Satzung fördern wollte. Das funktionierte so lange, wie es auch entsprechende Zinsen zu generieren gab. Ausbildungen von Schwabener Hospizhelfern wurden so zuletzt finanziert, oder Dankesessen für die ehrenamtlichen Mitwirkenden der Nachbarschaftshilfe.

Aus den reinen Zinserträgen aber war zuletzt kein Geld mehr zu erwirtschaften, das man hätte einsetzen können für den guten Zweck. Zum Grundstock des Stiftungsvermögens, so Walter gegenüber der Heimatzeitung, gehören aber nach wie vor auch fünf Immobilien, die allesamt in Markt Schwaben stehen. Vier dieser Mietshäuser wurden zuletzt aus Stiftungsmitteln generalsaniert. Die Maßnahmen waren dringend nötig, um den Erhalt der Häuser sicherzustellen, so der Stiftungsvorstandsvorsitzende. Inzwischen ist das abgeschlossen, die Mietobjekte sind allesamt vermietet. „Als letztes zogen in eine Wohnung anerkannte Flüchtlinge ein“, schreibt Maria Sommer im Pfarrbrief.

Nun sind es in erster Linie die Mieteinnahmen, die die Stiftung teilweise hernehmen kann, um Kunst am Ort zu unterstützen und Gutes zu tun im sozialen Sinne. Bereits im vergangenen Oktober seien drei Anträge auf Förderung von den Stiftungsgremien positiv beschieden worden, heißt es. Anträge für 2017 könnten noch bis Mitte des Jahres eingereicht werden. Nicht unwesentlich dabei ist, dass die kostspielige Orgelsanierung in der Pfarrkirche St. Margaret mit 15 000 Euro aus dem Stiftungsguthaben unterstützt wird.

Für die Orgel wird weiterhin dringend Geld benötigt. Kirchenmusiker Stefan Krischke machte zuletzt darauf aufmerksam, dass die Aktion „Orgelpfeifenpatenschaften“ nach wie vor laufe. Zuletzt hatte man von den knapp 2800 Pfeifen über 2000 Paten gefunden. Bei der Patenschaft handelt es sich um eine einmalige Spende. Wer Interesse an einer solchen Patenschaft hat, kann im Internet unter www.orgel-st-margaret.de alles Wesentliche nachlesen. Wie berichtet, wird die Orgelsanierung noch etwas länger dauern. Das Instrument steht zum Zeitpunkt der Altar- und Amboweihe Ende März also noch nicht zur Verfügung. Die Orgelweihe findet am 15. Juli statt.

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