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Großer Tag für den Abijahrgang 2019: In der Sporthalle des Franz-Marc-Gymnasiums gab es die Zeugnisse. 

Abitur am Franz-Marc-Gymnasium

„Mischt euch ein, es ist eure Welt“

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Couragiert, was FMG-Studiendirektor Peter Popp den Abiturienten 2019 auf den Weg gibt

Markt Schwaben -Eines hatten die Abiturfeiern in der Sporthalle des Franz-Marc-Gymnasiums (FMG) in den letzten Jahren stets gemeinsam: Sie fanden allesamt an Tagen statt, an denen in der Sportstätte die Luft zu stehen schien. Luftige Kleidung war also auch gestern sehr willkommen; nicht nur bei den Damen.

Das besondere Klima im Saal tat der Stimmung indes keinen Abbruch. Im Gegenteil: Schon am Vorabend hatte der Abijahrgang 2019 besondere Akzente gesetzt: Zum Beispiel Schulleiter Peter Popp einen Eimer Wasser über den Kopf gekippt. Es hätte, so der Direktor, schlimmer für ihn und das Lehrerkollegium kommen können, womit er durchaus recht hatte. Der heurige Abijahrgang wird diesbezüglich nicht in die Analen eingehen. Vielmehr wird man ihn womöglich in Erinnerung behalten, weil er es war, der sich mit den bundesweit umstrittenen Mathe-Prüfungen herumzuschlagen hatte. Das Hickhack um dieses Thema fand bei der feierlichen Zeugnisübergabe lediglich noch in den Rang einer Randbemerkung. Mehr nicht.

Dagegen betonte Popp, was durchaus bemerkenswert erschien und ihm auch großes Wohlwollen des Auditoriums einbrachte, dass man es heuer mit einer Generation zu habe, die sich einmische, ohne dass man sie ausdrücklich dazu auffordern müsse. „Ich finde es toll und gut, dass die Jugend erkannt hat, dass es eure Welt ist, die sich in Gefahr befindet. Bleibt kritisch, widersprecht dort, wo es angezeigt ist“, sagte der noch junge Studiendirektor, Abiturjahrgang 1987, mit Blick auf die Friday-for-Future-Bewegung der Gegenwart. Das erforderliche Rüstzeug für einen gefestigten Start in der Welt der Erwachsenen habe man am FMG in den letzten acht bis neun Jahren jedenfalls weitergegeben.

Popp rückte in seiner Abirede einen Vergleich zwischen seinem Abitur vor genau 30 Jahren und den Reifeprüflingen dieses Jahres in den Fokus. Damals habe es noch die Mauer gegeben, eine große Angst um den Weltfrieden, Proteste gegen Atomkraftwerke. Und eine andere, weniger pompöse Abifeierkultur als heute. Aber auch die heutige Zeit sei nicht ohne Herausforderungen: Gute Jobmöglichkeiten für Abiturienten zwar. Aber eben auch die Sorge darum, ob es einmal gewählte Jobs in zehn oder 15 Jahren überhaupt noch geben werde. Popp: „Jede Zeit hat ihre speziellen Herausforderungen“. Sich ihnen beherzt zu stellen, sei das, worauf es ankomme.

Für den Elternbeirat überbrachte die Vorsitzende Friederike Klotz die Glückwünsche an die erfolgreichen Absolventen und den Dank an das Kollegium und die gesamte Schulfamilie. Andreas Streng, 2. Vorsitzender des Fördervereins, ehrte Patricia Klotz für eine besondere Facharbeit, die sich mit einem 100 Jahre zurückliegenden Sechsfachmord befasste.

Für den musikalischen Rahmen sorgten Nora Junkert, Veronika Kneißl, Tabea Tiepermann, Christian Schmücker, Elias Sandner und der Jahrgangsstufenchor. Tabea Tiepermann und Louis Engelmann (Q 12) ließen das Schulleben des Abijahrgangs 2019 Revue passieren, bevor dann auch die Herren die Sakkos ablegen durften und man(n) sich, dem sommerlichen Ambiente entsprechend, zur Party aufmachte.

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