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Bernhard Winter hat ein neues Buch geschrieben.

Neuer Lyrik-Band von Bernhard Winter

Markt Schwabener Altbürgermeister will die Menschen glücklich machen

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Kurz und glücklich: Die neuen Gedichte von Bernhard Winter strahlen positive Kraft aus. Wenn es nach dem Autor geht, sollen sie einfach nur glücklich machen.

 Markt Schwaben – Ein Mantra, sagt Bernhard Winter, sei durch drei Eigenschaften gekennzeichnet: Es ist kurz, wohlklingend und tut gut. Hat also positive Eigenschaften. Gleich vierzig Mantras für ein gutes, glückliches Leben hat der Markt Schwabener Altbürgermeister in den letzten drei Jahren geschaffen. Und sie zusammengetragen zu einem neuen, seinem inzwischen vierten Lyrik-Buch, das in den nächsten Tagen im Verlag „Neue Stadt“ auf dem Büchermarkt erscheinen wird. „Kurz und glücklich“ heißt es knackig und mit positivem Anklang. So, wie Mantras für den Autoren eben sind.

Kurz und glücklich: Das sind zugleich zwei Attribute, die vielleicht auch etwas mit Bernhard Winter selbst zu tun haben. Das Kurze, das Bündige, habe ihm schon immer gelegen, erzählt er. Damals, als Bürgermeister beim raschen Voranbringen begonnener Projekte, aber auch bei der straffen Leitung der Sitzungen des örtlichen Marktgemeinderates.

Auch in seinem aktuellen Beruf, dem des psychologischen Psychotherapeuten, spielt Kürze eine Rolle. „Den Menschen, die zu mir kommen und sich mir anvertrauen, will und kann ich in der Regel innerhalb kurzer Zeit helfen, sie sollen nicht Jahre bei mir bleiben“, so der Lyriker in einem Gespräch mit der EZ.

Dass in der Kürze die Würze liegt, hat Winter beim Schreiben seiner neuesten Werke ganz besonders verinnerlicht. Nicht selten, erzählt er beim Cappuccino im Café Ida in seinem Heimatort Markt Schwaben, hätten seine Gedichte zu Beginn noch eine gewisse Länge, würden dann aber nach und gekürzt und abgeschliffen – bis schließlich das Wesentliche, der Kern in seiner Reinform zum Vorschein kommt.

Der zweite zentrale Begriff im Titel seines neuen Buches, das Glück, ist nichts mehr und nichts weniger als Winters ganz persönlicher Schlüsselbegriff in seinem Leben. „Um nichts anderes, als um Glück geht es doch“, sagt er aus tiefer Überzeugung. Und stellt gleich die rhetorische Frage: „Was sonst treibt mich an, außer anderen und mir selbst Freude zu machen?“ Dass Winter mit seinem neuen Lyrikband ein bisschen Glück in die Welt bringen kann, ist nicht ganz unwahrscheinlich.

Die Bestsellerautorin und renommierte Psychotherapeutin Bärbel Wardetzki, die das Vorwort für Winters Buch verfasst hat, prophezeit schon einmal: „Dieses Buch wird Sie verzaubern.“ Bernhard Winter, schreibt sie weiter, spiele mit der Sprache, mit Eindrücken und Bildern, so leicht und liebevoll, als handle es sich um einen zerbrechlichen Schatz, den man mit Sorgfalt behandeln müsse. „Und ein Schatz sind seine Mantras allemal. Sie erzählen von Innerem, Äußerem und dem, was zwischen beidem geschieht, und zeigen uns darin einen Sinn, der im Alltagstrubel viel zu oft übersehen wird. Somit ist das Buch wie eine Auszeit, in der wir in eine poetische Welt eintauchen und uns stärken. Die Texte schärfen unsere Sinne, sodass wir die Dinge neu sehen und verstehen.“

In Stimmen vorab zum Buch heißt es: „Bernhard Winter ist ein Tausendsassa in der Öffentlichkeit – dass er auch die leisen Register bedienen kann, zeigt diese so wunderbar illustrierte Mantra-Sammlung“, so Michael Krüger, Lyriker und Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

18 der 40 Mantras sind illustriert mit Bildern der Künstlerin Miri Haddick, die bei Lindau am Bodensee lebt. Hier haben sich sozusagen zwei gefunden, die sich zuvor nicht unbedingt gesucht hatten.

Alleine die Geschichte, wie der in Augsburg geborene Lyriker mit der studierten Landschaftsarchitektin zusammenkam, hat etwas Außergewöhnliches. Im Zusammenhang mit der Entstehung eines Kirchenführers für die katholische Pfarrkirche St. Margaret kam der Verleger nach Markt Schwaben. Und übergab Bernhard Winter bei der Gelegenheit ein Buch der freischaffenden Künstlerin mit ihren ganz typischen, oftmals die Augen betonenden und zugleich farbenfrohen Malereien. Dieser Band wiederum weckte daheim das besondere Interesse von Winters einjähriger Enkelin. Und dadurch wiederum wurde Winter aufmerksam auf die Malerin.

Bei der Frankfurter Buchmesse lernte man sich persönlich kennen. Inzwischen gab es noch ein zweites Zusammenkommen. Nach und nach reifte die Überlegung, Winters Gedichte mit den Bildern von Miri Haddick zu kombinieren.

Kongenial, wie erste Kritiker bereits attestierten. Vielfach gelang nämlich eine ganz bemerkenswerte Verbindung grafischer und lyrischer Elemente, die eines unterstreicht: Hier sind zwei, die sich künstlerisch auf einer Wellenlänge befinden.

Der Autor formuliert es selbst so: „Das neue Buch wäre nicht das, was es ist – ohne die Bilder“.

Ja, es ist viel Freude dabei, wenn der Altbürgermeister über sein viertes Werk spricht. Eines, das er für sich persönlich einen Quantensprung nennt. Eines, das ihn eine besondere Zufriedenheit spüren lässt. Und eines, das sich in vielen Aspekten voll und ganz an den Titel hält. Die Gedichte sind kurz. Bisweilen minimalistisch. So kurz, dass man das Buch in gut einer halben Stunde lesen kann. Und es hat weitgehend positive, helle Botschaften. Da war Winters Vorgänger-Werk „Im Garten war Nacht. Vierzig Schutzgedichte und ein gutes Wort für den armen Paul“ noch sehr viel dunkler angelegt.

Der neue Band ist Hans-Jochen Vogel und der Enkelin Laura zugleich gewidmet. Der eine, Schirmherr von Winters Sonntagsbegegnungen und ein noch immer wacher Geist und unumstrittenes SPD-Urgestein, inzwischen 92 Jahre alt – und die andere ein einjähriges Kind mit wachem Blick. Dass hier zugleich ein Brückenschlag über mehrere Menschen-Generationen entsteht, ist sicher kein Zufall.

Die offizielle Münchner Buchvorstellung findet übrigens am 6. Juli, ab 19 Uhr, im großen Saal der St. Bonifaz-Abtei in München statt. Näheres da und Anmeldungen unter www.winternetz.net/news.

 

„Kurz und glücklich. Vierzig Mantras für ein gutes Leben“ ist im Verlag Neue Stadt, München, erschienen, hat 80 Seiten und kostet 18 Euro.

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