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Der Bahnhof in Markt Schwaben. Hier passierte sie Schlägerei. 

Die Wiesn und ihre (unschönen) Folgen

Schlägerei am Bahnhof: Es geht um eine Zigarette

Mit reichlich Alkohol im Blut fliegen die Fäuste schon mal schneller. Ein Beispiel aus der S-Bahn; unterwegs bei Markt Schwaben.

Markt Schwaben –Zur Wiesnzeit reicht offenbar mitunter schon ein kleiner Funke, und schon fliegen die Fäuste. So geschehen am Donnerstag bei Markt Schwaben. Was war passiert? Nach Angaben der Bundespolizei rauchte ein Mann in einer S-Bahn (Richtung Erding). Mehrere Aufforderungen von Mitreisenden, das zu unterlassen, ignorierte er. Es kam nach verbalen Streitigkeiten zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Zwei Beschuldigte müssen nunmehr eine Sicherheitsleistung bezahlen.

Italiener raucht in der Bahn, Mitreisende beschweren sich

Konkret war Folgendes vorgefallen: Gegen 22 Uhr fuhr ein 37-jähriger Italiener mit der S 2 Richtung Erding, wo er auch wohnt. Zuvor war er in Begleitung seines 33-jährigen Bruders und eines Freundes aus Italien auf dem Oktoberfest. Der 37-Jährige zündete sich in der S-Bahn eine Zigarette an und reagierte uneinsichtig auf den Hinweis zweier Frauen auf das bestehende Rauchverbot. Den Frauen kam ein 49-jähriger Brite aus dem Landkreis Erding sowie dessen Begleiter, ein 50-jähriger Brite, der im Vereinten Königreich lebt, zu Hilfe. Auch sie baten den Italiener das Rauchen einzustellen. Daraufhin entwickelte sich aus einer verbalen Streitigkeit eine körperliche Auseinandersetzung, bei der mindestens zwei der Italiener die beiden Briten geschlagen haben sollen. Mehrere umstehende Personen trennten die Männer. Eine der Damen rief währenddessen die Polizei.

Am Bahnhof Markt Schwaben kommt die Polizei dazu

Die S-Bahn blieb am nächsten Haltepunkt Markt Schwaben stehen. Beamte der Landespolizei führten eine erste Sachverhaltsklärung durch. Bei den ebenfalls von der Wiesn kommenden Briten wurden 1,6 und 1,76 Promille gemessen. Sie durften nach einer ersten Befragung den Heimweg antreten. Die drei Italiener hingegen wurden vorläufig festgenommen und durch die Bundespolizei, welche die Sachbearbeitung des Falles übernahm, mit auf die Wache des Revieres am Ostbahnhof genommen.

Bei den Italienern, die wegen Körperverletzung angezeigt wurden, wurden Atemalkoholwerte von 1,41 bis 2,16 Promille gemessen. Nachdem der 37-Jährige die Wache nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen bald wieder verlassen konnte, ordnete die Staatsanwaltschaft München II bei dem 33-Jährigen und dem Freund aus Italien eine Sicherheitsleistung von 270 Euro pro Person an. Nach Hinterlegung wurden auch sie wieder auf freien Fuß gesetzt.  ez

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