Bluttat in Basel: Junge auf Schulweg erstochen - 75-Jährige unter Verdacht

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Gegen eine Hausmauer war der geliehene Audi am 9. Dezember 2017 in Pastetten geprallt.

Prozess vor dem Amtsgericht Erding

Markt Schwabener rast mit 170 durch die Ortschaft

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Ein 32-jähriger Bulgare aus Markt Schwaben ist mit 170 Kilometer pro Stunde auf der Karlsdorfer Straße nach Pastetten gerast.  Dann prallte er gegen eine Hauswand.

Markt Schwaben – Man mag sich gar nicht vorstellen, was bei diesem Höllenritt alles hätte passieren können: Am Abend des 9. Dezember 2017 war ein heute 32 Jahre alter Bulgare aus Markt Schwaben mit bis zu 170 Kilometer pro Stunde auf der Karlsdorfer Straße nach Pastetten gerast – auf nasser Straße mit überfrierender Nässe. In einer Kurve verlor der Paketzusteller die Kontrolle über den noch dazu geliehenen Audi, rasierte einen Hydranten, einen Stromverteiler sowie einen Holzzaun und prallte dann gegen eine Hauswand.

Wie durch ein Wunder nur leichte Verletzungen erlitten

Wie durch ein Wunder zogen sich er und seine beiden Mitfahrer nur leichte Verletzungen zu. Einem Mitfahrer brach ein Zahn ab, alle erlitten Prellungen und Schürfwunden.

Im März 2018 war dem Schwabener auf unbestimmte Zeit der Führerschein entzogen worden. Zudem schickte die Staatsanwaltschaft Landshut einen Strafbefehl über 60 Tagessätze. Gegen den legte der 32-Jähriger mit seinem Verteidiger Markus Frank Widerspruch ein. Deswegen kam es vor dem Amtsgericht Erding zur Verhandlung.

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Nachdem Staatsanwalt Thomas Schappa die Anklage verlesen hatte, zogen sich die Parteien zum Rechtsgespräch zurück. Dabei kam heraus, dass es dem seit dem Führerscheinentzug arbeitslosen Zusteller vor allem darum ging, seine Lizenz zurückzubekommen. Dies stellte ihm Richter Wassermann in Aussicht. Denn nur so könne er wieder arbeiten. Daraufhin konnte ein Großteil der Zeugen entlassen werden. 

Bluttest ergibt 0,2 Promille

Eine Polizistin sagte aus, dass der Fahrer noch an der Unfallstelle zugegeben habe, deutlich zu schnell dran gewesen zu sein. „Er hat von 100 bis 120 km/h gesprochen – bei innerorts maximal zulässigen 50 km/h.“ Zudem habe der Bulgare gestanden, leicht alkoholisiert gewesen zu sein. Der Bluttest ergab später einen Wert von 0,2 Promille. 

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Einer der beiden Mitfahrer, ein 27 Jahre alter Bulgare, gab an, zeitweise seien es sogar bis zu 170 km/h gewesen. Kurz vor dem Ortseingang habe der Angeklagte noch ein Auto überholt. Beide gaben zu, dass der 32-Jährige das geliehene Auto hinsichtlich der maximal zu erzielenden Geschwindigkeit habe austesten wollen.

Wegen illegalen Straßenrennens angeklagt

Deswegen war er wegen eines illegalen Straßenrennens angeklagt worden. Staatsanwalt Schlappa forderte eine Geldstrafe über 60 Tagessätze zu je 15 Euro, also 900 Euro sowie drei Monate Führerscheinentzug. Dafür plädierte auch Verteidiger Frank. Genau dazu verurteilte Wassermann den Markt Schwabener dann auch. „Sie brauchen noch eine Pause.“ Der Eigentümer hatte sein geschrottetes Auto übrigens mit einem Faustschlag ins Gesicht des Fahrers quittiert.

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