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Die Radltruppe gestern kurz vor der Abfahrt. Der örtliche Getränkesponsor hat einiges mitgegeben für die Freunde in der italienischen Partnergemeinde. 

Radlergruppe unterwegs zur italienischen Partnerstadt

Auf geht’s nach Ostra - dafür haben alle trainiert

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900 Kilometer haben sie vor sich und sie haben Schokoriegel, Traubenzucker und Bier dabei, damit auch alle durchhalten auf dem Weg von Markt Schwaben nach Italien.

Markt Schwaben - Unter den Klängen des Bayerischen Defiliermarsches, abgespielt vom Band, schwangen sich am Sonntagmorgen  25. August, 42 Rad-Fahrerinnen und -Fahrer auf die gut 900 km lange Strecke von Markt Schwaben in die italienische Partnergemeinde Ostra. Ausgestattet mit allem, was nötig ist, um diese anspruchsvolle Aufgabe einschließlich Alpenüberquerung bewältigen zu können. Und natürlich wieder mit eigens entworfenen, diesmal hellblauen Trikots, einer bestmöglichen organisatorischen Vorbereitung, die wieder in der Hand von Jan Grabke lag und viel Vorfreude bei allen auf das, was in den nächsten zwölf Tagen auf sie zukommen wird.

Ohne Training geht es nicht

Ohne Training ist so eine strapaziöse Aufgabe ganz sicher nicht zu bewältigen. Daher hatten alle Mitfahrer im Vorfeld mindestens an den vier Vorbereitungsfahrten teilgenommen, die insgesamt über rund 350 km führten. „Manche haben bei diesem Trainingsprogramm dann nochmals für sich selber draufgesattelt“, berichtet Manfred Kabisch, der schon mehrfach an den Schwabener Fernfahrten mit dem Radl teilnahm.

Diesmal ist die Tour für den Schwabener SPD-Ortsvorsitzenden eine besondere Herausforderung, denn erst heuer hatte er sich einer Knie-Operation unterziehen müssen. Großen Respekt also bei ihm schon gleich am ersten, dem gestrigen Tag, denn mit 117 km war die Etappe bis nach Achenkirch zugleich schon die längste aller Tagestouren.

Sein Rezept, damit die Kraft reicht: Ein „Superschnelllader“, wie er schmunzelnd sagt; und auf eine handelsübliche Traubenzuckerbombe zeigt.

Bürgermeister setzt auf Schokoriegel

Auch Georg Hohmann ist diesbezüglich ausgestattet. Der Bürgermeister setzt auf herkömmliche Schokoriegel, wenn die Power einmal aus den Beinen weichen sollte. Und auf seinen Akku am E-Bike. 118 km Radius zeigt der zum Start am Maibaum an.

Wie Hohmann haben andere ebenfalls ihr E-Bike im Einsatz; und diesmal auch Ersatzakkus dabei. Mit einem, so vermutet Manfred Kabisch, wird es wohl nicht reichen. „Respekt ist wichtig“, ergänzte Franz Höcherl, 69. Der Begründer des Ortsverbandes des Bund Naturschutz in Pliening ist schon zum vierten Male mit den Freunden aus der benachbarten Marktgemeinde unterwegs. Und spricht von einer besonderen Herausforderung. Auch deshalb, weil er auf Strom bewusst verzichtet.

Auch Genussradler sind dabei

Rund 30 Tourenteilnehmer, sagt Jan Grabke, werden alle Etappen von Anfang bis Ende fahren. Die anderen sind die sogenannten Genussradler. Die, die sich bei Bedarf unterwegs vom Bus einfangen lassen, sollte es - aus welchen Gründen auch immer - nicht bis zum Tagesziel reichen. „Wir sind wieder eine gute Truppe“, sagt Grabke. Der Zusammenhalt werde sich dann beweisen, wenn es Pannen gibt und gemeinsam nach Lösungen gesucht werden muss, fügt er an.

Mit Freude und zugleich Respekt in den Gesichtern ging es bei schönem Ausflugswetter Richtung Oberland. Und singend: „Ja, mir san mit’m Radl da“ schmetterten alle vor dem Start. Und gleich danach die bayerische Hymne. Was soll jetzt noch passieren?

lesen Sie dazu auch: Schwabener Radlfahrer erreichen nach 1060 km die Partnerstadt

Und: Italienisch im Herzen

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