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Die nächsten Jahre wird es weiterhin mühsam die Treppen zu den Bahnsteigen auf und ab gehen. 

Bahnhof Markt Schwaben

Es geht nichts voran

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Der für Ende 2019 vorgesehene barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Markt Schwaben wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Ebenso die Errichtung eines zusätzlichen Bahnsteigs. 

Markt Schwaben – Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Markt Schwaben und die Errichtung eines zusätzlichen Bahnsteigs können nicht, wie geplant, in Kürze starten. Das schreiben die DB Netz, der Freistaats Bayern und die Gemeindeverwaltung in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Der seit Ende 2018 feststehende erweiterte Ausbau der Bahnstrecke von München über Mühldorf nach Freilassing bedinge in Verbindung mit dem angestrebten S-Bahn-Ausbau zwischen München-Ost und Markt Schwaben infrastrukturelle Veränderungen für den Umbau in Markt Schwaben, heißt es weiter. Auf Basis dieser Überlegungen haben sich Freistaat und Bahn entschlossen, zusätzliche Planungen für die Gleis- und Bahnsteiganlagen im Bahnhof Markt Schwaben anfertigen zu lassen. „Wir bedauern diese Verzögerung, aber wir erkennen einen deutlichen größeren Nutzen und eine wirtschaftlichere Verwendung von Steuergeldern, wenn die weiteren Ausbauideen jetzt in die Planungen integriert werden“, so ein Sprecher der Deutschen Bahn.

Am Bahnhof Markt Schwaben laufen laut DB Netz eine Vielzahl an Bahnprojekten zusammen: der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs, ein zusätzlicher Bahnsteig im Rahmen der netzergänzenden Maßnahmen für die 2. Stammstrecke und die Ausbaustrecke München-Mühldorf-Freilassing (ABS 38). Zudem gibt es in der Region (S-Bahn-Bündnis Ost) seit 2017 konkrete Forderungen nach einem Kapazitätsausbau zwischen München-Ost und Markt Schwaben sowie einer Zweigleisigkeit der S-Bahnlinie 2 ab Markt Schwaben Richtung Erding.

Wie es in der Pressemitteilung heißt, habe der Bund im November 2018 eine deutliche Erweiterung des Projekts ABS 38 vorgenommen, die neben dem Fernbahnanschluss zum Münchner Flughafen auch die Zweigleisigkeit zwischen Tüßling und Freilassing sowie den Ausbau zwischen Markt Schwaben und Ampfing auf eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h vorsieht. „Die dadurch entstehende höhere Attraktivität der Strecke erfordert am Ostkopf des Bahnhofs Markt Schwaben ein zusätzliches Kreuzungsbauwerk“, schreiben DB Netz, Freistaat und Gemeindeverwaltung. Durch das Bauwerk solle ein späterer viergleisiger Ausbau der Strecke zwischen München Ost – Markt Schwaben sowie der zweigleisige Teilausbau der S2 Richtung Erding ohne gegenseitige Beeinflussung ermöglicht werden.

Durch das Bauwerk könnte auch der hinderliche Mischbetrieb von S-Bahnzügen und Regional- und Güterzügen getrennt werden. Aktuell werde all dieser Verkehr auf einem Gleis pro Richtung zwischen München-Ost und Markt Schwaben abgewickelt. Nach der Realisierung des Bauwerks und dem viergleisigen Ausbau könnte die S-Bahn auf den inneren Gleisen fahren, während Regional- und Güterzüge die äußeren Gleise nutzen. „Diese Trennung der Verkehre könnte Verspätungen bei der S-Bahn und im Regionalverkehr minimieren“, heißt es in der Pressemitteilung. Aktuell soll nun geprüft werden, welche Auswirkungen das neue Kreuzungsbauwerk am Bahnhof Markt Schwaben genau haben würde.

Eigentlich sollte der Bahnhof Markt Schwaben ab Ende 2019 barrierefrei ausgebaut werden. Aber: „Um den Bahnhof nicht in ein paar Jahren erneut kostspielig umbauen zu müssen, wenn das Kreuzungsbauwerk im Rahmen der ABS 38 gebaut wird, muss der barrierefreie Ausbau verschoben werden“, teilen DB Netz, Freistaat und Marktgemeinde mit. Erst wenn die Auswirkungen auf den Bahnhof geklärt sind, könne der Ausbau wieder aufgenommen werden.

Auch für das Projekt „Zusätzlicher Bahnsteig Markt Schwaben“, das im Rahmen der netzergänzenden Maßnahmen für den Bau der 2. Stammstrecke 2020/21 realisiert werden sollte, müsse erst einmal geprüft werden, welche Auswirkungen das Kreuzungsbauwerk hat. Zitat aus der Pressemitteilung: „Wir als Deutsche Bahn möchten mit allen Beteiligten (Stadt, Freistaat, Bund, Projektbeirat ABS 38) die bestmögliche Lösung finden, um alle Bahn-Projekte in und um Markt Schwaben so gut und schnell wie möglich zu realisieren, ohne dass alle Umbauten in ein paar Jahren ggf. wieder rückgängig gemacht werden müssten. Zudem sollen die Einschränkungen durch die Baumaßnahmen sowohl für die Fahrgäste als auch für die Anwohner so gering wie möglich gehalten werden. Alle Verantwortlichen der Projekte erarbeiten aktuell eine Lösung, um alle Maßnahmen kompatibel am Bahnhof Markt Schwaben zu realisieren.“

Infos im Internet

Die Marktgemeinde Markt Schwaben hat auf ihrer Internetseite einen Link zum Bahnhofsausbau erstellt: www.markt-schwaben.de/Bahnhofsausbau.

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