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Markt Schwaben als Vorreiter: Blühflächen als Schutz für Bienen und Insekten

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Von: Jörg Domke

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Markt Schwaben soll blühen: v.l. Claudia Tischner, Georg Mitterer, Richard Purschke (alle Gemeinde), Regina Gerecht (Blühpakt Bayern), Bürgermeister Michael Stolze und Alexander Ferres (Landkreis).
Markt Schwaben soll blühen: v.l. Claudia Tischner, Georg Mitterer, Richard Purschke (alle Gemeinde), Regina Gerecht (Blühpakt Bayern), Bürgermeister Michael Stolze und Alexander Ferres (Landkreis). © dziemballa

Markt Schwaben beteiligt sich mit mehreren Blühwiesen an einem bienenfreundlichen, landesweiten Projekt.

Markt Schwaben – Mit einem Projekt namens „Starterkit – 100 blühende Kommunen“ werden im Rahmen des sogenannten Blühpakts Bayern landesweit neue Bereiche für bedrohte Insekten auf kommunalen Flächen geschaffen. Dazu konnten sich Gemeinden aus ganz Bayern anmelden. Aus dem Landkreis Ebersberg war es einzig die Marktgemeinde Markt Schwaben, die unter 100 ausgewählten Kommunen Bayerns den Zuschlag bekam; verbunden mit einer Starthilfe in Höhe von 5000 Euro.

Das Umweltministerium hatte den Teilnehmern zudem Material für die Öffentlichkeitsarbeit und Schulungsunterlagen zur Verfügung gestellt. Und ein Metallschild, das die gesamten Hintergründe der bayerischen Blühflächenaktion erklärt.

Startschuss fiel im April

Am Montag wurde dieses Schild an den Markt übergeben. Es steht seither auf einer der inzwischen schon existierenden Blühareale im Einmündungsbereich der Isener Straße zur Erdinger Straße. Dort können sich Interessierte nunmehr direkt informieren über das Projekt am Ort.

Auf besagter Projektfläche nahe des BRK-Heims fiel der Startschuss für die Blühflächenaktion heuer Mitte April. Mit dem Bauhofteam ließ die örtliche Projektverantwortliche Claudia Tischner zunächst das Saatbeet mit einer Bodenfräse vorbereiten. Nachdem der Boden sozusagen zur Ruhe gekommen war, wurde Anfang Mai eine gebietstypische Saatgutmischung eines lokalen Herstellers ausgebracht.

Viel Geduld und Zeit notwendig

Obgleich im ersten Jahr nach der Aussaat noch kein bunter Blütenteppich zu erwarten war, zeigten sich dennoch bereits Margeriten, Flockenblumen und Scharfgabe. Auch Blattrosetten des kleinen Wiesenknopfes wurden schon gesichtet, so Regina Gerecht, die Blühpaktberaterin im Bezirk Oberbayern, bei einem Ortstermin in der Marktgemeinde. Gemeinsam mit Bürgermeister Michael Stolze verankerte sie das Hinweisschild im Erdboden.

Regina Gerecht betont, dass es neben dem nötigen Fachwissen auch viel Geduld und Zeit braucht, ehe sich auf den gemeindlichen Flächen hochwertige, neue Lebensräume entwickelt haben werden. Ein funktionierendes Ökosystem Blühwiese könne sich selbst bei optimaler Pflege auch erst in ein paar Jahren entfalten.

Neun Blühprojekte in Markt Schwabener Gebiet

Werden die Flächen künftig fachgerecht gepflegt, können sich auch weitere Komponenten der Blühmischung etablieren. Für die Bauhofmitarbeiter bedeutet das: zweimal im Jahr mähen und anschließend das Schnittgut entfernen, da die gewünschten Wildblumen vor allem mageren, ungedüngten Untergrund bevorzugen, um ihre volle Pracht zu entfalten.

Insgesamt existieren neun solche Blühprojekte auf Gemeindegebiet. Zu dem Eckgrundstück beim BRK-Heim kommen noch der unweit gelegene Parkplatz Isener Straße, die Maria-Wagenhäuser-Straße, der Weißgerberweg, der Wittelsbacher Weg, der Bereich Habererweg/Breslauer Straße, die Emerenz-Meier-Straße, die Münterstraße und die Zinngießergasse.

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