47 Personen eines Markt Schwabener Pflegeheims sind positiv getestet worden.
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47 Personen eines Markt Schwabener Pflegeheims sind positiv getestet worden.

Zwei Menschen sind gestorben

Massiver Corona-Ausbruch in oberbayerischem Pflegeheim: Fast alle Bewohner infiziert - Virus-Ausbreitung unklar

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
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In einem Markt Schwabener Pflegeheim ist es zu einem massiven Corona-Ausbruch gekommen. 47 Personen wurden positiv getestet, zwei Menschen sind gestorben.

  • In einem Pflegeheim in Markt Schwaben ist es zu einem großen Coronavirus-Ausbruch gekommen.
  • Fast alle Bewohner sind positiv auf das Coronavirus getestet worden, auch zahlreiche Mitarbeiter sind infiziert.
  • Alle Neuigkeiten zur Coronvirus-Pandemie im Landkreis Ebersberg lesen Sie im Corona-Newsticker aus der Region.

Markt Schwaben – Im Pflegeheim „Walterhof“ in Markt Schwaben ist es zu einem massiven Corona-Ausbruch gekommen. Das teilte das Landratsamt am Sonntag mit. Von den 40 Bewohnern wurden 34 positiv auf das Coronavirus getestet, von den 20 untersuchten Mitarbeitern waren 13 positiv. Zwei alte Menschen sind gestorben.

Corona-Ausbruch in Markt Schwaben: Erster Fall schon vor über einer Woche

Schon vor mehr als einer Woche, am 24 Oktober, hatte die Pflegedienstleitung laut Landratsamt den Bereitschaftsarzt gerufen, weil eine 79-jährige Bewohnerin Corona-Symptome zeigte. Die betroffene Frau sei sofort in einem separaten Raum isoliert worden. „Das Ergebnis des Tests war positiv und wurde dem Gesundheitsamt am 27. Oktober bekannt“, so die Kreisbehörde. Einen Tag später sei eine Reihentestung mit 61 Abstrichen durchgeführt worden. „Dabei stellte sich heraus, dass von den 40 Bewohnern 30 positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Von den 20 untersuchten Mitarbeitern waren 13 positiv“, heißt es in der Mitteilung vom Sonntag.

Markt Schwabener Pflegeheim erlebt Corona-Ausbruch: Krisenstab sofort informiert

Am Freitagabend seien die Ergebnisse der Reihenuntersuchung bekannt geworden, sofort sei der Corona-Krisenstab des Landkreises informiert worden, der am Samstag zusammengetreten sei. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sei unverzüglich eingeschaltet, sowie die Regierung von Oberbayern kontaktiert worden. Wegen der hohen Anzahl an infiziertem Personal, auch der Küche, sei die vorübergehende Essensversorgung über einen Caterer organisiert worden.

Corona-Probleme im Landkreis Ebersberg: Zwei Personen gestorben

Noch am Samstag, so die Kreisbehörde weiter, habe eine Begehung der Einrichtung durch das Gesundheitsamt stattgefunden. „Bei dem Besuch war keiner der Bewohner, die zwischen knapp 50 und 99 Jahren alt sind, in einem gesundheitlich kritischen Zustand.“ Es sei mitgeteilt worden, dass die erkrankte Bewohnerin (79 Jahre) inzwischen gestorben sei. Auch ein weiterer Bewohner (88 Jahre), der bei der Abstrichaktion am 28. Oktober positiv getestet wurde, sei inzwischen in der Einrichtung gestorben.

Noch am Samstag seien im Rahmen einer Begehung von Gesundheits- und Landratsamt bei den zehn noch nicht infizierten Bewohnern Schnelltests durchgeführt worden, die weitere vier positive Befunde ergeben hätten. Die nicht infizierten Bewohner seien als Kontaktpersonen 1 im Erdgeschoß der Einrichtung von den infizierten Bewohnern getrennt worden. Im ersten und zweiten Obergeschoss seien die infizierten Bewohner untergebracht.

Markt Schwaben: Kristenstab hat Bundeswehr um Hilfe gebeten

Wegen der schwierigen Personalsituation seien am Samstag zwei weitere Kontrollen durch das Landratsamt durchgeführt worden, jeweils zum Schichtwechsel. Der Krisenstab habe die Bundeswehr mit einem Hilfeleistungsantrag um Unterstützung beim Betrieb des Heimes gebeten, für den Fall, dass der Träger die Betreuung der Bewohner alleine nicht sicherstellen kann. Auch der Pflegepool Bayern sei auf Empfehlung des Roten Kreuzes um Hilfe gebeten worden.

Landrat dankt Einsatzkräften

„Warum sich das Virus in dieser Einrichtung unbemerkt so stark ausbreiten konnte, ist noch exakt zu klären“, sagt das Landratsamt. Der Krisenstab berate am Montag über das weitere Vorgehen. Landrat Robert Niedergesäß bedankte sich bei den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes, des Landratsamtes sowie bei den Unterstützern des BRK und der Bundeswehr für die tatkräftige Unterstützung bei diesem ausßergewöhnlichen Einsatz, der alle Mitwirkenden das gesamte Wochenende gebunden und die Leistungsfähigkeit im Krisenfall erneut unter Beweis gestellt habe.

Die Einrichtung Walterhof ist eine beschützende Einrichtung mit 42 Plätzen für gerontopsychiatrische Menschen. Träger der Einrichtung ist die Walterhof GmbH. Über die aktuelle Corona-Lage in Bayern halten wir Sie in unserem News-Ticker auf dem Laufenden.

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