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Ab sofort nicht mehr erlaubt: Die Kletteranlage der DAV-Sektion Markt Schwaben am und im alten Klärwerk ist geschlossen. Lediglich der Boulderbereich ist noch offen. 

Bürgermeister bestätigt Anordnung

„Für uns ist das ein Schock“: DAV-Kletteranlage ab sofort geschlossen

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Die DAV-Kletteranlage in Markt Schwaben ist ab sofort geschlossen. Die Marktgemeinde hat ein  generelles Benutzungsverbot angeordnet. 

Markt Schwaben – Die Kletteranlage auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerks in Markt Schwaben ist ab sofort gesperrt. Das betrifft das alte Betriebsgebäude und den Faulturm am Sägmühlenweg, wo die DAV-Sektion Markt Schwaben ihre Kletterhalle betreibt. Von der Sperrung ausgenommen ist laut Sven Idek, 2. Vorsitzender der DAV-Sektion, lediglich der Boulder-Bereich.

Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte Markt Schwabens Bürgermeister Georg Hohmann am Freitag, dass für die Anlage ein generelles Benutzungsverbot gilt. Er erläutert den Hintergrund: Das Landratsamt Ebersberg habe vor geraumer Zeit die Marktgemeinde darauf hingewiesen, dass für die alte Kläranlage keine Nutzungsänderung vorliege. Heißt: Das Betriebsgebäude inklusive altem Faulturm sind nur als solches ausgewiesen, nicht für eine Kletteranlage bzw. für Vereinsräume. Weil die Marktgemeinde Eigentümerin des Areals mit den Bauten ist, stehe sie in der Verantwortung und auch Haftung – beispielsweise für den Fall, wenn ein Unfall passiert.

Kletteranlage in Markt Schwaben: Zustand besteht schon seit 2005

Dieser Zustand besteht seit 2005, in jenem Jahr wurde die Kletteranlage eröffnet. Weil sich jetzt das Landratsamt als zuständige Baugenehmigungsbehörde eingeschaltet habe, habe die Gemeindeverwaltung in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Vorschlag vorgelegt, berichtet Bürgermeister Georg Hohmann: Die Gebäude sollten auf ihren baulichen Zustand hin untersucht und anschließend ein Gutachten erstellt werden. Daraus hätte hervorgehen können, wie viel eine erforderliche Sanierung der teilweise maroden Räumlichkeiten kosten würde. Auch wären Nachbesserungen in Sachen Brandschutz notwendig, so Hohmann. Nach der Untersuchung hätte der Marktgemeinderat entscheiden können, ob man sich die Sanierung leisten möchte, oder nicht.

Markt Schwaben: DAV-Kletterhalle muss schließen

In nicht-öffentlicher Sitzung aber hat der Gemeinderat mehrheitlich bereits die Untersuchung abgelehnt. Wohl aus finanziellen Gründen. „Damit sind der Verwaltung die Hände gebunden“, sagt Hohmann. In Folge dessen sei nichts anderes übrig geblieben, als die Kletteranlage und die Räume für jegliche Nutzung sofort zu sperren. Weil die Gebäude baurechtlich für eine derartige Nutzung nicht zugelassen seien.

DAV-Vorstandsmitglied: „Wir fühlen uns vor den Kopf gestoßen“

Nun hofft er, dass das Landratsamt in Gesprächen mit dem DAV und auch mit der Marktgemeinde anderweitige Lösungen findet. Ein erstes Treffen zwischen ihm und Vertretern der DAV-Sektion habe es bereits gegeben. Davon berichtet auch 2. Vorsitzender Sven Idek. Er könne die Sorge der Marktgemeinde und die rechlichte Situation zwar nachvollziehen und verstehen, aber: „Wir fühlen uns vor den Kopf gestoßen.“ Weil die Entscheidung quasi von heute auf morgen, ohne Vorwarnung, gefallen sei. „Für uns ist das ein Schock.“ Plötzlich, so Idek, habe die knapp 1700 Mitglieder starke DAV-Sektion keine Kletterhalle und keine Vereinsräume mehr. „Alles, was im Kletterzentrum ist, liegt auf Eis“, sagt Idek. Auch an die Ausrüstungsgegenstände, die dort lagern, komme man jetzt nicht mehr ran.

Eine Schließung treibt aktuell auch den Landkreis Weilheim um. Hier gibt es bittere Nachrichten für Biergarten-Freunde, wie merkur.de* berichtet.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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