Nach Unfall

CSU fordert mehr Sicherheit für Badegäste

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Markt Schwaben - Bezahlte Bademeister und Aufwandsentschädigungen für Rettungskräfte: Das fordert die Markt Schwabener CSU nach dem Badeunfall vor wenigen Tagen.

Konsequenzen aus dem jüngsten Unfall am Markt Schwabener Badeweiher fordert die örtliche CSU-Gemeinderatsfraktion im Marktgemeinderat. In einem Antrag, der den  Gemeinderäten im Verlauf der jüngsten öffentlichen Sitzung vorgelegt wurde, heißt es, die Gemeindeverwaltung solle prüfen, wie die Sicherheit der Badegäste in der nächsten Badesaison besser gewährleistet werden könne.

Zur Begründung verwies die stellvertretende Fraktionssprecherin Anja Zwittlinger-Fritz auf den Unfall vom 19. Juli. Dabei wurde, wie berichtet, ein Kind bei einer Rangelei auf der Badeinsel verletzt. Ein zufällig anwesendes Mitglied der Wasserwacht habe sofort den Rettungsdienst alarmiert und Erste Hilfe geleistet.

Nachfragen der CSU-Ratsfrau ergaben nunmehr, dass die Wasserwacht an Sonntagen und Feiertagen bei Badewetter von 12 bis 18 Uhr anwesend sei, in der Regel auch an Samstagen von 12 bis 18 Uhr. Dieser Dienst sei jedoch bislang unentgeltlich und freiwillig erfolgt. Zwittlinger-Fritz machte den Vorschlag, Lösungen zu suchen, bei denen die Wasserwacht auch eine Form von Bezahlung erhalten könne. Auch über eine befristete Beschäftigung eines Bademeisters solle nachgedacht werden. Ziel sei es, die Sicherheit spätestens ab der kommenden Badesaison am Weiher spürbar zu erhöhen.

Prinzipiell gehe alles und sei auch alles vorstellbar, so die erste Reaktion von Bürgermeister Georg Hohmann auf den neuesten Vorstoß aus dem christsozialen Lager. Man müsse sich aber auch im Klaren darüber sein, dass hier Geld in die Hand genommen werden müsse, um die genannten Ziele zu erreichen. Genau das, neue Stellen zu schaffen, sei zuletzt jedoch nicht die große Stärke des Marktgemeinderates gewesen, so ein zuletzt schon vielfach gebrauchten Seitenhieb des Rathauschefs ans Plenum.

Der jüngste Zwischenfall sei nicht der Einzige seiner Art unter Badegästen im Sportpark gewesen, heißt es im CSU-Antrag weiter. Bereits im vergangenen Jahr musste laut Antragstellerin und Auskunft der Wasserwacht ein Frau reanimiert und ein Kind aus dem Wasser gezogen werden. Im Interesse der Sicherheit der Badegäste sei es daher unabdingbar, noch einmal über die überwachten Badezeiten zu reden und sie dann auch publik zu machen. Da herrsche offenbar noch große Unwissenheit.

Ein zweiter Bestandteil des CSU-Antrags war jedoch völlig unstrittig. Über die örtlich zugänglichen Medien (Zeitung, Gemeindeblatt und Internet-Homepage) solle bekannt gemacht werden, zu welchen Zeiten exakt die Schwabener Wasserwachtler ihren ehrenamtlichen Dienst leisteten. Hohmann: „Das auch so, dazu hätte es nicht einmal eines Antrags bedurft“.

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