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Nur eines der zahlreichen Exponate im Rahmen der neuen Jahresausstellung im Markt Schwabener Museum.  

Jahresausstellung im Heimatmuseum Markt Schwaben 

Ausflüge in die Kindheit

Markt Schwaben - Viele interessante Exponate aus Kindheitstagen zusammengetragen  

Immer wieder schafft es das Team um Bernd Romir, Besucher mit einer neuen Attraktion ins Heimatmuseum zu locken. Diesmal haben sie alles zusammen getragen, um in einer Sonderschau das Thema „Kindheit in Markt Schwaben“ zu illustrieren und mit interessanten Exponaten greifbar zu gestalten.

„Schau mal, da war ich damals auch beim Schlittschuhfahren“. Ja, es gibt schöne Erinnerungen aus der Jugend hautnah wieder zu spüren, nicht nur aus Wintern, die diesen Namen noch verdient trugen. Da sind neben schon fast vergilbten Fotos auch alte Sportgeräte von damals zu sehen, kommen Kindheits-Erlebnisse unvermittelt hoch.

Einen ganzen Raum haben die Museumsfreunde altem Spielzeug gewidmet: Puppenküchen mit unzähligen schönen Details reihen sich hier ein neben kleinen Krämerläden, einst Traumgeschenk unter fast jedem Christbaum. In Vitrinen finden sich Schätze aus Blech und Holz, wie etwa Autos oder jenes herzige kleine Karussell aus Sperrholz, einst von russischen Kriegsgefangenen gebastelt.

Als besondere Leckerbissen sind ebenso kunst- wie liebevoll gestaltete Poesiealben zu sehen, einst der bestgehütete Schatz eines jeden Mädchens. Darin haben sich erste Verehrer verewigt, die ihre Zuneigung nicht nur durch schmelzende Worte belegten, sondern auch oft mit sehenswerten Zeichnungen illustrierten - ein Lese-Genuss.

Herbert Weiß und Birgitta Diekhoff haben zusammen getragen, was damals wie heute Kinderaugen zum Leuchten brachte, haben auf den Platten vor dem Raum sogar das einst beliebte „Häusel-Hüpf-Spiel“ mit Kreide aufgemalt.

Auch Heimatforscher Willy Kneissl hat mitgeholfen, Vergangenheit aufleben zu lassen, Andrea Frick schließlich sammelte und beschrieb rund 70 Fotos. Sie alle zeigen Kindheit, in ganz unterschiedlicher Form.

Da werden Erinnerungen an den Samstag-Waschtag im Wasserzuber wieder lebendig, Faschingsumzüge, ein Kindertheater mit Elke Deuringer aus dem Jahre 1954, erste Schultage natürlich, sowie viele Fotos von Klassen und deren Treffen.

Ein Bub hat Spaß mit seinem neuen Dreirad, er selbst schick im damals trendigen Matrosen-Look, Mädchen mit langen Zöpfen und aufgeregten Gesichtern spielen Ball.

Weihnachten war auch damals schon ein beliebtes Foto-Thema, und selbst der Nikolaus ist zu sehen, wie er gerade die „Kinderbewahrungsanstalt“ besucht. Soweit auf den Bildern auszumachen, war damals das Leben auf Schwabens Straßen deutlich ruhiger als heute, manchen vielleicht auch zu ruhig. Und so schufen fünf junge Burschen um Jürgen Stolze einen Film, der unter anderem Fahrten mit einem alten Bus durch den Ort oder niederbayerische Holzhauer im Forst zeigt.

„Eine Handvoll Sägespäne“, wie der Streifen heißt, ist selbstverständlich auch im Museum zu sehen - „das Drehbuch“, verriet Stolze, „entstand spontan am Stammtisch“.

Museumsleiter Bernd Romir und sein Team können zufrieden sein. Sie haben nicht nur wieder eine Sammlung interessanter Zeitdokumente und Exponate zusammen getragen, sie haben auch vielen Schwabenern Freude damit bereitet, für ein paar Stunden wieder in Kindheitserinnerungen zu schwelgen.

Diese Ausstellung im Markt Schwabener Heimatmuseum ist noch zu sehen am kommenden Mittwoch, 16. November, von 18 bis 20 Uhr, und am kommenden Sonntag, 20. November, von 14 bis 17 Uhr. 

Friedbert Holz

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