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Zukunft, ich gestalte sie: Ein T-Shirt mit diesem Aufdruck tragen diese jungen Schwabener Gymnasiasten, die heuer bei „Jugend forscht“ mitwirkten.

Jugend forscht

Aus Lärm lässt sich sogar Strom erzeugen

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Das Thema Energie beschäftigt Schüler heuer ganz besonders. Verblüffende Ergebnisse traten da zutage.

Markt Schwaben – Der Grundgedanke hat etwas faszinierendes: Wenn durch einen erzeugten Stromfluss über einen Lautsprecher Lärm erzeugt werden kann, warum sollte das auf dem umgekehrten Weg nicht auch klappen? Lässt sich also aus Lärm, etwa an der Autobahn 94 bei Forstinning „abgegriffen“, elektrischer Strom gewinnen?

Dieser spannenden Frage gingen Andreas Martl auf Poing (12) und Valentin Holbinger (10) aus Ottenhofen nach. Und bauten eine entsprechende Apparatur dazu an der A 94 auf. Beide im Team als Fünft- und Siebtklässler am Markt Schwabener Gymnasium und beide als Teilnehmer am Wettbewerb Jugend forscht bzw. Schüler experimentieren, den heuer wieder die Firma Airbus (Ottobrunn/Taufkirchen) regional veranstaltete und an dem in der seiner 52. Auflage über 90 Schülerinnen und Schüler aus dem Münchner Umland teilnahmen; einige davon eben auch wieder vom Markt Schwabener Gymnasium.

Um die spannende Frage, ob aus Lärm Storm gewonnen werden kann, vorweg zu beantworten. Ja, im Prinzip geht das. Aber der Ertrag durch Umkehrung des klassischen Lautsprecherprinzips sei so minimal gewesen, dass man wohl noch eine Weile daran forschen muss, bis die Ergebnisse besser werden. So jedenfalls berichtet Severin Zebhauser, der am Franz- Marc-Gymnasium eigentlich als Kunstlehrer arbeitet, für die Jugend-forscht-Wettbewerbe aber seit 17 Jahren schon der Betreuer ist. Und der auch den Versuch der beiden jungen Nachwuchsforscher in der Kategorie Arbeitswelt begleitete. Einen vorderen Platz belegten die beiden mit ihrem spannenden Projekt heuer leider nicht. Immerhin aber gab es einen Sonderpreis für Umwelttechnik und ein Jahresabonnement für das Deutsche Museum München.

Nicht weniger spannend war das Thema, mit dem sich Joshua Konjetzky (11) aus Poing, Rico Zech (11) aus Markt Schwaben und der ebenfalls elfjährige Fabian Lange (Markt Schwaben) befassten. Auch sie experimentierten im Fachgebiet Arbeitswelt und stellten sich dabei der Frage, ob die in U-Bahnhöfen bei der Einfahrt von Zügen entstehende Zugluft mithilfe von Propellern zur Stromgewinnung genutzt werden kann.

Für ihre Forschungen bekamen die drei FMG-Schüler einen zweiten Preis. Das Thema Strom/Energie stand auch bei dem heuer sechsten Schwabener Gymnasiasten am Wettbewerb im Fokus. Der zwölfjährige Arne Bauer, wie alle anderen auch von Severin Zebhauser betreut, hatte sich als „Einzelkämpfer“ mit einem Flügelkraftwerk beschäftigt. Eine umwelt- und insbesondere die Fische schonende Weise, elektrische Energie aus einem Fluss zu gewinnen, so Zebhauser über die Arbeit des Achtklässlers. Arne bekam dafür einen Sonderpreis für Erneuerbare Energien. Für überregionale Projekte konnte sich heuer keiner der angetretenen Projekte aus Markt Schwaben qualifizieren. Mit den vergebenen Sonderpreisen aber hat man die Leistungen der jungen Forscher in jedem Fall gewürdigt und sie vielleicht auch motiviert, weiter zu forschen, wie es hieß. Der Landeswettbewerb wird Anfang April in Vilsbiburg ausgetragen, der parallel dazu stattfindende Wettstreit „Schüler experimentieren“ am 4. und 5. Mai in Dingolfing.

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