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Bürgermeister Georg Hohmann und Ehrenbürgerin Marga Kappl. 

Würdigung

Marga Kappl, Markt Schwabens erste Ehrenbürgerin

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Nach zwölf Männern in der Geschichte Markt Schwabens hat die Marktgemeinde erstmals eine Frau zur Ehrenbürgerin ernannt: Marga Kappl. Sie hat das Theaterwesen geprägt wie keine zweite.

Markt Schwaben Die Marktgemeinde Markt Schwaben hat seit Sonntag ihre erste Ehrenbürgerin: Marga Kappl. Zwölf männliche Ehrenbürger gibt es bereits, die 75-Jährige ist die erste Frau, die diese Auszeichnung erhalten hat. Überreicht hat sie Bürgermeister Georg Hohmann im Namen des Marktgemeinderates, der Ende 2019 in nicht-öffentlicher Sitzung auf Vorschlag von Zweitem Bürgermeister Albert Hones entschieden hat, Marga Kappl die Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Die hat sie zusammen mit der entsprechenden Urkunde bei den Neujahrsbegegnungen der Marktgemeinde am Sonntagnachmittag im Saal des Unterbräus erhalten. 

Markt Schwaben: Bürgermeister würdigt Regisseurin

Hohmann würdigte in seiner Laudatio (Zitat:) „die besondere Lebensleistung und das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement“ Kappls. Sie ist seit 2003 im Theaterverein Markt Schwaben und hat unter anderem die Junge Bühne gegründet – eine Nachwuchsgruppe für junge, schauspielbegeisterte Erwachsene. Vor 16 Jahren, als die ehemalige Realschullehrerin in Pension gegangen war. Im Laufe der Jahre rief sie noch eine Kindertheatergruppe ins Leben, die regelmäßig im Rahmen der Weiherspiele Markt Schwaben ein eigenes Stück aufführt, und die Jugendgruppe Futura.

Theaterleidenschaft von Anfang an

Schon im Studium habe sie Regie geführt, erzählt sie nach der Ehrung im Gespräch mit unserer Zeitung. In einer der Hauptrollen des Volkstheaterstücks: Ihr späterer und heutiger Mann. Auf die Frage, woher die Leidenschaft fürs Theater komme, antwortet sie schmunzelnd: „Ich war Deutschlehrerin.“ Damit „Leben in die Bude“ kommt, wie sie es formuliert, habe sie sich nach der Pensionierung im Theaterverein Markt Schwaben engagiert. Mit „Bude“ meint sie die damals neu gebaute Theaterhalle am Burgerfeld. Hohmann berichtete in seiner Rede, dass Marga Kappl 55 Theaterstücke inszeniert hat. Und viele auch selbst geschrieben, wie zum Beispiel zur 900-Jahr-Feier der Marktgemeinde und zuletzt über die Gründerin der Arbeiterwohlfahrt, Marie Juchacz.

Große Anerkennung auch vom Nachwuchs

Antonia Buchenrieder, die vor 13 Jahren in die „Junge Bühne“ von Marga Kappl gekommen ist und seitdem schauspielert, berichtete nach Hohmanns Laudatio über die Arbeit von und mit der Regisseurin. Sie erzählte Geschichten und Anekdoten von den Probenarbeiten und über das Geschehen hinter den Kulissen, sie lobte, das dass Niveau bei Kappls Gruppen und Stücken „schon immer höher war als bei anderen Laientheatern“ und sie erzählte, „dass Margas Energie schon immer viele Helfer angezogen hat“. Die Regisseurin habe Pläne fürs Bühnenbild und die -kulisse gezeichnet, die vielen Helfer haben dann gebaut, gebastelt und mehr.

Marga Kappl hört mit Regie-Arbeit auf

Nach Erhalt der Ehrenbürger-Urkunde bedankte sich Marga Kappl bei ihnen allen, auch bei denjenigen, die bei den Aufführungen in der Küche und der Bar tätig waren, bei Weggefährten und Regie-Assistenten, bei allen Schauspielerinnen und Schauspielern sowie bei ihrer Familie. Dann kündigte sie an, dass sie mit der aktiven Arbeit als Regisseurin aufhören werde. Untätig aber werde sie nicht bleiben, aktuell schreibe sie an einem Theaterstück für Kinder.

Als Bürgermeister Georg Hohmann am Schluss der Ehrung noch einmal das Wort ergriff und zu Marga Kappl sagte „Ihre Leistung ist etwas ganz Besonderes in Markt Schwaben“, da machte es zeitgleich „Plopp“ hinter ihm an der Bar, wo die Getränke ausgeschenkt wurden. Jemand hatte den Korken aus einer Weinflasche gezogen, genau im richtigen, feierlichen Moment.

Sondervorstellung in der Theaterhalle

Der Theaterverein Markt Schwaben würdigt Marga Kappl mit einer eigenen Rückschau auf ihre Inszenierungen der vergangenen 16 Jahre. Die Veranstaltung findet am Samstag, 22. Februar, im Theater am Burgerfeld statt. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Lesen Sie auch: Vor drei Jahren erhielt Marga Kappl den Kulturpreis.

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