+
Der Langbau der Mittelschule Markt Schwaben: Abriss, Sanierung oder was? Der Gemeinderat will heuer noch eine Entscheidung treffen. 

Schwabener Schulpolitik

Weichen werden am 20. Dezember gestellt

  • schließen

Markt Schwaben - Der Marktgemeinderat will die Zukunft des Schulzentrums in Angriff nehmen und noch heuer einen Beschluss fassen. 

Die ZMS (die Wählergruppe Zukunft Markt Schwaben) war schon mal nachrichtlich vorgeprescht und hatte am vergangenen Wochenende auf ihrer Facebook-Seite für Dienstag, 20. Dezember, eine Sondersitzung des Marktgemeinderates angekündigt. Dabei soll das Plenum eine seit längerer Zeit andauernde Hängepartie zum Abschluss bringen. Die Bürgervertreter möchten noch heuer die Weichen stellen und endgültig entscheiden, wie es mit der Grund- und Mittelschule weitergehen wird.

Seit Jahren befasst sich der Marktgemeinderat mit dem Thema. Und das durchaus kontrovers. Zwei Punkte sind es, an denen sich die Geister zuletzt soweit schieden, dass es ohne einen vermittelnden Mediator dann gar nicht mehr ging. Erstens: Was soll und kann überhaupt gebaut werden angesichts des großen Modernisierungs- oder Sanierungsbedarfs einerseits und den zugleich nicht gerade prall gefüllten Gemeindefinanzen? Und zweitens: Darf und soll der ehrwürdige Jahnsportplatz überbaut oder ausgeklammert werden von jeglichen Überlegungen?

Zwei solcher nichtöffentlicher Mediationstermine, an denen auch Sportvereins- und Schulvertreter teilnahmen, hatte es zuletzt gegeben. Auf Nachfrage der EZ bestätigte Bürgermeister Georg Hohmann, dass man allgemein zu der Auffassung gekommen sei, ein dritter Termin werde nicht mehr benötigt. Am 20. Dezember werde es folglich die finale schulpolitische Entscheidung geben, bei der in erster Linie über das „Was“ entschieden werde. Hohmann fügte an, dass bei diesen von Fachleuten begleiteten Mediationen ein reger Austausch stattgefunden habe. Der Rathauschef wörtlich: „Alle hoffen und glauben jetzt, dass die Sitzung am 20. Dezember ein Ergebnis bringen wird.“ Eine Sitzung, bei der der beauftragte Mediator gleichwohl wieder anwesend sein wird.

So sieht es auch beispielsweise Bernd Romir, Fraktionssprecher der Freien Wähler und einer der Verfechter für eine Lösung, bei der der Jahnplatz unangetastet bleiben sollte. „Ich gehe davon aus, dass sich Mehrheiten gebildet haben“, sagt der ehemalige Grundschulleiter. Als Pädagoge fügte er an: „Eine Entscheidung muss her, es muss jetzt gehandelt werden. Ich gehe aber davon aus, dass es nicht zu einer einstimmigen Entscheidung kommen wird.“

Im Sinne der Kinder wäre ein politisches Fortkommen in dieser Frage allemal. „Am Ende“, so Romir „wollen wir alle das Gleiche.“ Nämlich ein modernes, zeitgemäßes Schulzentrum für die Grund- und Mittelschüler, mit dem alle gut leben können.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Keine Chance für Volksfestplatz
Das neue Gymnasium in Poing wird wie geplant im künftigen Wohngebiet W7 gebaut. Der von den Grünen vorgeschlagene Alternativstandort auf dem Volksfestplatz scheidet aus.
Keine Chance für Volksfestplatz
Max-Mannheimer-Bürgerhaus
In Erinnerung an den Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer ist das Poinger Bürgerhaus umbenannt worden.
Max-Mannheimer-Bürgerhaus
In Grafing: Krach machen nach Zeitplan
Als Privatmann muss man sich daran halten, als Hausmeister schon weniger, als Baufirma unter Umständen noch weniger und für Laubbläser und Freischneider gibt es eine …
In Grafing: Krach machen nach Zeitplan
Wegschaukultur in Egmating: Wem dieser Pfarrer alles nicht dankt
Düster waren sie, diese Worte. Dekan Kurt Riemhofer stellte zur Eröffnung des Neujahresempfangs in Egmating all das in den Raum, wofür er den Bürgern – nicht – dankbar …
Wegschaukultur in Egmating: Wem dieser Pfarrer alles nicht dankt

Kommentare