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Im Rathaus Markt Schwaben fehlt derzeit Personal. 

Personal-Engpass

Rathaus am Limit

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Wegen fehlendem Personal ist Markt Schwabens Verwaltung am Limit. Bürgermeister Georg Hohmann bittet um Verständnis, „wenn derzeit nicht alles läuft, wie gewohnt“.

Markt Schwaben – Gleich zu Beginn der Bürgerversammlung am Donnerstagabend im Unterbräusaal hat Bürgermeister Georg Hohmann vor rund 140 Besuchern auf die problematische Personalsituation im Rathaus hingewiesen. Aktuell herrsche ein sehr hoher Krankenstand, hinzukommen die Kündigungen von Hauptamtsleiter Sandro Volz (bereits weg) und Kämmerin Martha Biberger, die zum 30. September Markt Schwaben verlassen wird. „Ich bitte bei allen Bürgern um Verständnis, wenn im Rathaus derzeit nicht alles läuft, wie gewohnt“, sagte er. Bis Ende des Jahres, so seine Hoffnung, werde sich die Situation verbessern.

Bis dahin sollen grundlegende Leistungen für die Bürger aufrecht erhalten bleiben, betonte Hohmann. Zusätzliche Aufgaben und Anträge müssten genau geprüft werden, ob sie erledigt werden könnten. „Wenn etwas nicht geht, müssen wir ehrlich sein und es lassen.“

Kämmerin Martha Biberger richtete einen ähnlichen Appell an die Bürger, Vereine und Organisationen in der Marktgemeinde: „Es geht um uns alle.“ Auch mit Blick auf die finanzielle Situation sollten beispielsweise Förderanträge an die Gemeinde nicht mal eben schnell gestellt werden, sondern jeder sollte überlegen, ob und wie man es selbst stemmen könne.

Für Hohmann und Biberger war es die letzte Bürgerversammlung ihrer jeweiligen Amtszeit. Der Bürgermeister wird 2020 aus Altersgründen nicht mehr kandidieren. Mit Blick auf die Vergangenheit sagte er: „Es freut mich sehr für Markt Schwaben, dass wir trotz Widrigkeiten gut vorangekommen sind.“ Widrigkeiten insbesondere finanzieller Art. Wie berichtet, soll Markt Schwaben aufgrund der prekären Haushaltslage einen staatlichen Zuschuss in Form der sogenannten Stabilisierungshilfe erhalten. Martha Biberger erläuterte in der Bürgerversammlung, dass, im Falle der Genehmigung durch den Freistaat, beispielsweise der Neubau des Schulzentrums mit 29,4 Millionen Euro bezuschusst werden würde, statt mit 25,1 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für den Abbruch der maroden Mittelschule und den Bau des neuen Zentrums auf dem Gelände des Jahnsportplatzes werden auf 70,8 Millionen Euro geschätzt (darin eingerechnet ist unter anderem der Baupreisindex).

Bürgermeister Georg Hohmann bezeichnete den Bau des kommunalen Schulzentrums als „ein Projekt, das es in dieser Dimension in Markt Schwaben noch nie gegeben hat“. Geplant sind eine sechszügige Grund- und eine zweizügige Mittelschule sowie eine Dreifachturnhalle. Baustart soll 2020 sein, Fertigstellung im September 2022.

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