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Ferdinand Maurer (li.) und Franz Stetter sind überaus zufrieden mit der Weihersaison.

Rundum positive Bilanz der Weiherspielsaison 2018 in Markt Schwaben

Gut ausgegangen

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Kritik gab‘s fast keine, dafür aber jede Menge Lob.

Markt Schwaben – Da gibt es die, die mal so locker feststellen: Mit Brandner Kasper kann ein hiesiger Theaterverein eigentlich nichts falsch machen. Das sei schließlich so etwas wie ein Selbstläufer. Franz Stetter, Vorsitzender des Theatervereins Markt Schwaben und einer der Hauptdarsteller heuer am Weiher, widerspricht energisch. Ebenso wie sein Stellvertreter Ferdinand Maurer, ebenfalls heuer in einer Hauptrolle am Weiher aktiv und zugleich noch der Verantwortliche für die Regie.

Beim Brandner Kasper, dem Stück in diesem Jahr am Weiher, sagen beide, könne man eine Menge falsch machen. Schon alleine deshalb, weil viele hierzulande die Story kennen. Weil viele schon andere Inszenierungen gesehen haben und somit vergleichen können. Wenn man sich als Theaterverantwortliche also für den Klassiker entscheide, müssten auch gute, nein perfekte Aufführungen folgen, ansonsten werde die Kritik gewaltig.

Die negative Kritik hielt sich in Grenzen. Nein, im Grunde gab es fast ausschließlich positive Resonanz. Viel mehr sogar, als man erwarten durfte, wie Maurer jetzt in einem EZ-Gespräch verriet.

Es sei ein Wagnis gewesen, nach über drei Jahrzehnten Weiher mit Eigenproduktionen und einem Cut vor zwei Jahren das Konzept für die Open-Air-Spiele komplett zu ändern und, in kleinerem Stil, erstmals auf ein weithin bekanntes Stück zu setzen. Entsprechend groß sei die Aufregung aller vor der Premiere gewesen. Spätestens aber nach den ersten Rezensionen in der Lokalpresse und nach der dritten Aufführung aber war Stetter und Maurer klar: Das Wagnis ist gut ausgegangen.

Der Brandner Kasper von 2018 ist eine Erfolgsnummer. Ferdi Maurer berichtet, dass sich bei ihm nach ein paar Tagen und den ersten positiven Eindrücken der Stress ins Positive gewandelt habe. Franz Stetter ging es ebenso.

Ablesbar ist der Erfolg des 2018-Stückes natürlich auch in Zahlen. Von den 15 Aufführungen waren zwölf ausverkauft. 8500 der 9000 möglichen Tickets wurden verkauft. Besucher kamen aus Südtirol (eine Schauspielertruppe, die über Facebook Kontakt mit den Schwabener Freunden hatte), aus Zürich, Frankfurt, Hessen oder Mainz. Nicht wenige, ein paar Hundert, äußerten sich noch im Saisonverlauf über die sozialen Medien sehr positiv. Auch sonst gab es viel Zuspruch: Keine Beschwerden von Anliegern. Dazu eine, wie es heißt, Superzusammenarbeit mit der politischen Gemeinde, der lokalen Wirtschaft, der örtlichen Gastronomie, den Sponsoren etc..

Ob die Weiherspiele heuer auch ein wirtschaftlicher Erfolg waren, ist noch offen. Endabrechnungen liegen noch nicht vor. Aber es müsste schon mit dem Teufel zugehen, sollten die Spiele diesbezüglich Sorgen bereiten. Dafür haben sich gut 30 Mitglieder und Freunde einfach zu intensiv ehrenamtlich ins Zeug gelegt und alles dafür getan, dass die Aufführungen erfolgreich verliefen. Alleine Vorstand Franz Stetter schätzt, in den letzten Wochen für den Weiher bis zu 700 Stunden geleistet zu haben. So viel also, dass er heute sagt, im kommenden Jahr etwas dosierter an die Sache herangehen zu wollen.

Ob es 2019 wieder Weihertheater geben wird, ist allerdings noch offen. Intern werde man bis Anfang Oktober entscheiden, heißt es. Dass ihnen die Erfolge der letzten Wochen zu einer Verpflichtung geworden sein könnten, wollen Stetter und Maurer nicht abstreiten. Schlimmer, sagt der Klubchef, wäre es gewesen, wenn 2018 ein Flop geworden wäre.

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