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Hochwasser wie hier 2002 in Markt Schwaben sollen künftig durch Rückhaltemaßnahmen außerhalb der Ortschaft vermieden werden.  

Markt Schwaben baut Rückhaltebecken

Wasser soll draußen bleiben

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Um Markt Schwaben künftig vor Hochwasserereignissen besser schützen zu können, hatte der Marktgemeinderat schon vor einigen Jahren ein mehrteiliges Gesamtkonzept beschlossen. Ein ganz wichtiger Faktor dabei ist eine geplante Maßnahme im Einbergfeld auf Anzinger Flur.

Markt Schwaben/Anzing – 223 270 Kubikmeter Stauvolumen: Eine gewaltige Menge, was man an Regen- und Oberflächenwasser aufhalten könnte, bevor es in die Straßen und – schlimmer noch – in die Keller Markt Schwabener Häuser fließen würde. Genau diese Wassermenge könnte das so genannte Einbergfeld zwischen Anzing und Markt Schwaben aufnehmen, gelänge es, dort entsprechende Maßnahmen vorzunehmen, die einschließlich Grunderwerb fast zwei Millionen Euro kosten würden. 

Nur der Rückhalteraum Einbergfeld würde als Teil eines mehrgliedrigen Gesamthochwasserschutzkonzepts für Markt Schwaben über 85 Prozent des errechneten Volumens zurückhalten oder gedrosselt abgegeben. Weitere 15 Prozent der Abflussmenge werden, so sagen die Experten, durch geeignete Maßnahmen im Bereich Gigginger Bach abgedeckt. Dazu kommen noch einige weitere kleinere Maßnahmen. 

Alle für Markt Schwaben vorgesehenen Maßnahmen zusammen sollen so ausgeführt werden, dass ein Hochwasserereignis, das statistisch gesehen einmal in 100 Jahren auftritt, schadlos abgeleitet werden kann.

Im Marktgemeinderat ging es jetzt darum, Vorplanungen speziell zum Einbergfeld vorzustellen und formell eine Genehmigungsplanung zu beantragen. Als ein wesentlicher Eingriff in die Landschaft ist hier ein Dammbauwerk mit 6,5 m Höhe in einem natürlichen Talraum vorgesehen. Die Länge des Bauwerks wird gut 190 Meter betragen. Es soll dem Vernehmen nach so gebaut werden, dass eine Durchlässigkeit für diverse Tierarten gewährleistet ist.

Im Vorfeld hatte es dazu bereits zahlreiche Abstimmungsgespräche gegeben, an denen neben Vertretern der Marktgemeinde auch das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und der kommunale Prüfungsverband beteiligt waren.

Diese nunmehr vorgestellte Hauptlösung im Einbergfeld wird von Fachleuten als zulässig und zugleich noch umweltschonend angesehen. Zudem handele es sich bei der in einem Eventualfall überschwemmten Fläche um landwirtschaftlich genutzte Bereiche. Laut eines Erläuterungsberichts des von der Marktgemeinde bisher schon beauftragten Ingenieurbüros Schlegel (München) bedeute dies, dass sich keine Bebauung auf oder nahe des überschwemmbaren Geländes befinde. Der Eingriff aber macht dennoch ein recht aufwendiges Planfeststellungsverfahren nötig. Eine naturschutzfachliche Prüfung wurde dem Vernehmen nach bereits beantragt.

Grundsätzliches Ziel der Maßnahme ist es, die bestehende Bebauung sowie die Verkehrswege in Markt Schwaben vor Überflutungen durch den Hennigbach und seiner Nebengewässer zu schützen. Für die Errichtung des Dammbauwerks wird eine Bauzeit von sechs bis acht Monaten angenommen. Der Baubeginn ist abhängig von der Dauer des Genehmigungsverfahrens und der Dauer des Grunderwerbs, heißt es. Mit einem Baubeginn sei frühestens ab dem Jahr 2019 zu rechnen.

Der Rat genehmigte die Vorplanung und ermächtigte die Verwaltung, das Ingenieurbüro Schlegel aus München mit weiteren Planerleistungen zu beauftragen.

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