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Das evangelische Gemeindezentrum Markt Schwaben wurde eingeweiht. Nach dem Gottesdienst zog die Festgemeinde singend von der Kirche in den neuen Saal. 

Evangelisches Gemeindezentrum Markt Schwaben

Haus gelebter Zusammengehörigkeit

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Markt Schwaben - Die evangelische Gemeinde Markt Schwaben hat es geschafft. Das neue Gemeindezentrum ist eingeweiht worden. Nun fehlen noch 230000 Euro.

Gut 350 Anmeldungen lagen der evangelischen Kirchengemeinde in Markt Schwaben für die feierliche Einweihung des neuen Gemeindezentrums vor. Gefühlt waren es dann doch wohl noch ein paar mehr, die unbedingt dabei sein wollten, als Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Dekan Jochen Hauer das 2,4-Mio.Euro-Bauprojekt in der Martin-Luther-Straße auch offiziell eröffneten.

Mit zahlreichem Besuch hatte die evangelische Gemeinde also in der Tat gerechnet – und deshalb auch den vorangestellten Gottesdienst in der Philippuskirche per Video ins benachbarte Gemeindehaus übertragen. Allerdings gab es dabei einige technische Probleme, sodass dort nicht alle alles mitbekamen. Immerhin waren es im Saal auch noch mal weit über 100 Besucher, die so hofften, von der feierlichen Atmosphäre in der Kirche das ein oder andere zu erhaschen.

Schade, sie verpassten so immerhin zum Beispiel eine stellenweise ganz amüsante Festpredigt der Bischöfin. Ja, es durfte und es sollte auch gelacht werden an diesem feierlichen Nachmittag. Die Regionalbischöfin vergaß nicht zu erwähnen, dass gerade am Volkstrauertag uns allen bewusst sein sollte, dass wir alle nur als Gäste auf dieser Erde seien. Häuser dürfe und müsse man aber auch als Gäste dennoch bauen. Ein Haus bedeute immerhin Leben, sagte sie. Und fügte an, dass von der quicklebendigen Kirchengemeinde Markt Schwaben schon immer viel Leben ausgegangen sei. Mit dem neuen Zentrum werde das noch viel mehr, so Breit-Keßler mit Blick auf die Planungen, die das Team um Pfarrer Karl-Heinz Fuchs so im Auge habe für die nächste Zeit. Deren Agenda ist in der Tat umfassend. Räume sind u.a. entstanden für Jugendliche, Konfirmanden, für die Erwachsenenbildung, ökumenische Projekte, die Suchtberatung, die Kirchenmusik oder Seniorennachmittage.

Dem renommierten Architektenbüro meck aus München dankte die Geistliche ausdrücklich für deren Fähigkeiten, nicht nur theologisch zu denken, sondern auch theologisch zu bauen. Das Lob galt zugleich den Landschaftsplanern. Als Geschenk brachte Susanne Breit-Keßler eine druckfrische Neuübersetzung der Lutherbibel mit, die künftig die neue Altarbibel der Philippuskirche sein werde.

Dank galt es an diesem Nachmittag auch denen zu sagen, die sich ehrenamtlich um den Bau bemüht hätten und sich noch bemühen. Und denen, die bereits mit Spenden dazu beigetragen hätten, das Projekt mitzufinanzieren. Insgesamt wird es 2,4 Mio. Euro kosten, der Gemeinde ist noch ein Rest von 230 000 Euro geblieben. Um diesen Betrag weiter zu schmälern, hatten Gemeindeglieder zuletzt 150 Sparstrümpfe gestrickt, die bis Ostern befüllt und in der Gemeinde abgegeben werden können.

Gut 50 Minuten dauerte der Gottesdienst, danach zogen die Teilnehmer singend ins benachbarte Gemeindezentrum. Eine logistische Herausforderung, wie Fuchs bemerkte, die aber glückte. Der Saal war dann auch der Ort, an dem es zur offiziellen Einweihung durch Dekan Hauer und Regionalbischöfin Breit-Keßler kam. Grußworte sprachen Vertrauensfrau Michaele Klemens, Landrat Robert Niedergesäß, der katholische Pfarrer Herbert Walter, die Landessynodale Andrea Jarmurskewitz, Dekan Jochen Hauer, Karl-Heinz Fuchs, Architekt Andreas Meck und Bürgermeister Georg Hohmann. Letzterer äußerte den Wunsch, das neue Zentrum möge in diesen komplizierten Zeiten als Begegnungs- und Beratungsstätte stets dazu beitragen, „dass wir eine Gemeinschaft sind und blieben, die integriert und nicht ausgrenzt“. Ein Zentrum, das christliche Nächstenliebe lebe. Er, Hohmann, sei sich dabei sicher, dass das neue Haus ein echtes Integrativ-Zentrum werde.

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