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Ein vertrauter Anblick: Campingmobile auf dem Parkplatz des Sportzentrums.  

Nach Antrag der CSU-Fraktion

Markt Schwabener Verkehrskontrolleuere werden kontrolliert

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Ist die kommunale Verkehrsüberwachung in Markt Schwaben nicht effektiv genug? Das soll nun herausfgefunden werden.

Markt Schwaben – Der Marktgemeinderat hat bei einer Gegenstimme dem Antrag der CSU-Fraktion zugestimmt, für die Kommunale Verkehrsüberwachung in der Marktgemeinde einen Leistungsnachweis einzufordern. Die Christsozialen wollen wissen, wie viele Stunden überwacht und wie viele Fallzahlen dabei geschrieben werden. Außerdem soll eine Kosten-Nutzenrechnung vorgelegt werden.

Gemeinderäte fanden viele ungeahndete Verstöße

Ausgelöst worden war das Ganze offenbar auch dadurch, dass einige Gemeinderäte bei Ortsbegehungen den Eindruck gewonnen hatten, dass man binnen eines überschaubar kurzen Zeitraums im Schwabener Ortskern sehr wohl eine durchaus stattliche Menge Verkehrsverstöße entdecken könne. Daher habe man sich über eine gefühlt viel zu geringe Anzahl tatsächlich erfasster Vergehen durch den beauftragten Kontrolleur gewundert, der Mitarbeiter der Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft ist und im Auftrag der Marktgemeinde agiert. Der Kommunalen Verkehrsüberwachung in Markt Schwaben haben sich inzwischen 15 andere Kommunen angeschlossen, jüngst erst die Gemeinde Putzbrunn.

Ordnungsamtsleiterin Katrin-Maria de Laporte verteidigte den Verkehrsüberwacher ausdrücklich. Da werde viel geleistet, sagte sie sinngemäß im Plenum. Kontrolliert würden nicht nur die neuralgischen Punkte im direkten Ortskern, sondern auch Nebenstraßen. Neuerdings sei man auch, einer Anregung folgend, ab und an abends unterwegs und an Samstagvormittagen. Bislang ohne besondere Auffälligkeiten, so de Laporte auf EZ-Anfrage. Den für Markt Schwaben zuständigen Mitarbeiter bescheint sie insgesamt eine sehr hohe Erfolgsquote, auch wenn außen ein anderer Eindruck vorherrschen möge.

Kontrolle beschränkt sich meist aufs Ortszentrum

Bei durchschnittlich vier Stunden pro Tag muss sich die Kontrolle des ruhenden Verkehrs auf Schwerpunkt konzentrieren. In der Marktgemeinde geht es da um den Marktplatz, den Bereich von-Kobell- und Enzensberger Straße, den Bahnhof und das Rathaus. Selbstständig entscheidet der Kontrolleur, ob er sich nicht auch andere Bereiche anschaut; zum Beispiel die Maria-Wagenhäuser-Straße oder die Paul-Klee-Straße. De Laporte: „Aus diesen Bereichen bekommen wir immer wieder Beschwerden; und wir gehen dann auch darauf ein.“ Überhaupt sei man im Ordnungsamt für externe Empfehlungen und Tipps dankbar.

Heißes Eisen Wohnmobile

Ein Dorn im Auge ist dem Ordnungsamt der Parkplatz des Sportzentrums am Bürgermeister-Haller-Weg, wo seit längerer Zeit Wohnmobile und Wohnwagen auffallen, die dort länger abgestellt zu werden scheinen. „Wir kennen das Problem“, sagt Katrin-Maria de Laporte. Man habe allerdings nur eine begrenzte Handhabe. Laut Straßenverkehrsordnung dürften Anhänger maximal zwei Wochen unbewegt auf einem regulären Parkplatz stehen, danach müssten sie bewegt werden. Mitarbeiter der Gemeinde kontrollierten das anhand der Ventilstellungen.

Die Erkenntnis bislang: „Alle werden zumindest zwischendurch bewegt“. Für zugelassene Pkw gibt es übrigens keine Beschränkungen.

Dennoch glaubt man im Rathaus, beim Thema Wohnwagen/Wohnmobile im Schwabener Sportzentrum weiterzukommen. Die Verwaltung prüft gerade, wie diese Fahrzeuge dort verbannt werden können. Eine Möglichkeit: den Parkplatz nur noch für Pkw freizugeben. 

Das Thema Verkehr beschäftigt den Schwabener Gemeinderat immer wieder. Hier lesen Sie einen weiteren Bericht dazu.

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