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Fliegen ist wieder erlaubt – zumindest im Markt Schwaben er Sportpark. 

Gelungene Ferienaktion in Markt Schwaben

Zurück auf dem „heiligen Rasen“

Lange war der Sportpark Markt Schwaben gesperrt, nun konnte dort wieder gekickt werden im Rahmen des Pfingstferienprogramms für Jugendliche.  

Markt Schwaben –Im Schwabener Sportpark rollt seit gut vier Wochen wieder die Kugel. Und prompt gab es ein Highlight für den sportlichen Nachwuchs in der Marktgemeinde: Einige Fußball-Trainingstage im Stadion!

„Das schönste Stadion im Landkreis“, findet Johannes Piller, der als gebürtiger Markt Schwabener möglicherweise leicht befangen ist. Jedenfalls verbindet er viele schöne Erinnerungen mit dem Sportgelände am Ortsrand: Das internationale Osterturnier, die Bayern Trophy, die ein Jahrzehnt lang hunderte Fußballer aus ganz Europa nach Markt Schwaben lockte. Oder die zahlreichen Sommerturniere, bei denen ein Aufeinandertreffen mit Landkreisrivalen garantiert war. Die diversen Gastspiele des FC Bayern nicht zu vergessen. Aber auch abseits der großen Veranstaltungen: „Wenn man im Sportpark ankommt und der Blick auf die Stadiontribüne fällt, kann man sich als Fußballer nur ‚Zu Hause‘ fühlen“, meint Piller.

Maxi Anderl war in den Ferien einer der Spieler, die das „Stadion-Feeling“ besonders genossen. Auf der Welt war er zwar schon, als der FC Bayern München im Parkstadion ein Testspiel gegen den FC Falke bestritt. Als Dreijähriger war er 2012 allerdings noch nicht live vor Ort. Und doch kennt sich Maxi aus: „mijo-Coach Alex (Schmidbauer, d. Red.) hätte für Falke fast ein Tor geschossen. Sein Kopfball hat aber nur die Latte getroffen“, erfuhr der heute Elfjährige aus dem „Highlights“-Video auf YouTube.

Breit war deswegen seine Brust, als er in den unlängst zu Ende gegangenen Pfingstferien zum Trainingsbeginn auf den Stadionplatz lief. Wie es ist, in einem der europäischen Fußballstadien zu spielen, mag er sich kaum vorstellen: „Man fühlt sich ja hier schon fast wie ein Profispieler.“

Möglich war das alles nur nach umfassender Vorarbeit. Der 28-jährige Johannes Piller tüftelte dazu ein detailliertes Hygienekonzept aus, um den Kindern und Jugendlichen das sportliche Ferienprogramm überhaupt guten Gewissens anbieten zu können. Mit seinem ortsansässigen Unternehmen „mijo“ wollte Piller Familien eine Betreuungsmöglichkeit und den Spielern eine sportliche Betätigung in den Ferien bieten. „Meiner Meinung nach gibt es im Moment kaum sicherere Orte für Kinderbetreuung als einen Fußballplatz.“ Man sei an der frischen Luft, könne problemlos den Mindestabstand einhalten, „und wir sind eine feste Gruppe, die über mehrere Tage zusammenbleibt“ – allesamt Faktoren, die in gewisser Weise für ein geringeres Infektionsrisiko sorgen, sagt er. Und Piller fügt an: „Wir sind dem neuen Bürgermeister Michael Stolze sehr dankbar, dass er das Hygienekonzept so schnell bewertet und freigegeben hat“.

Die über 30 jungen Leute durften in ihrem Sportleben zum Teil noch nie auf dem Stadionplatz kicken: „Der ist ein Heiligtum für unseren Platzwart.“ Um möglichst wenig Kontakt mit den Freizeitsportlern auf Kunstrasen- und Basketballplatz zu haben, ermöglichte Platzwart Peter Wetterich trotzdem ein Training auf dem exklusiven Grün. Und auch Bürgermeister Stolze war begeistert: „Die Gemeindeverwaltung bewundert dieses unermüdliche Engagement von Johannes Piller und seinen Trainerkollegen, die alles gegeben haben, um ein sportliches Highlight trotz der Corona-Einschränkungen zu ermöglichen. Ich freue mich sehr über das vielfältige Vereinsleben und danke allen Beteiligten für ihren Einsatz, heute wie auch in Zukunft!“

Pillers Sportschule mijo fühlt sich längst tief mit Markt Schwaben verbunden. „Wir kooperieren mit dem Fußballverein, der Ortsfiliale der Münchner Bank, dem Ristorante „La Piazza“ und seit diesem Jahr auch mit dem Fitnessstudio Injoy.“

Zum Abschluss gab es noch einen Teamausflug durch die Marktgemeinde. Dabei mussten sie ortsbezogene Fragen beantworten, um den richtigen Weg zu finden: Wo heißt es in Markt Schwaben Wasser Marsch? Dabei war man fast schon bei der Feuerwehr, ehe auffiel, dass dort nur zu Einsatzzeiten das Wasser läuft. Einem Spieler kam schließlich der Geistesblitz: Der Hochwasserbehälter! Zum Abschluss des Ausflugs ging es noch ins „Injoy“ im Gewerbegebiet. „Wir haben dort noch eine kleine fußballspezifische Fitness-Einheit bekommen“, erzählt Piller. Das Feedback der jungen Teilnehmer war durchweg positiv: „Sie waren platt und glücklich.“ Für Johannes Piller die Hauptsache.  ez

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