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Das „Blues“-Team: Jan Ostmann, Johannes Piller und Waike Müns (v.l).  

Jugendarbeit in Markt Schwaben

Auf geht’s zum Abendkick

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Das Markt Schwabener Jugendzentrum „Blues“ will bekannter werden bei den jungen Leuten - und setzt auf ein besseres Angebot

Markt Schwaben – Aus eins plus eins ist vor ein paar Wochen in der Führungsetage des Markt Schwabener Jugendzentrums „Blues“ ein eins plus zweimal eine halbe Stelle geworden. In der Summe also der gleiche Stellenschlüssel, in der Praxis womöglich eine Lösung, die auch gewisse Synergien auslösen könnte. So schaut es neuerdings jedenfalls aus mit Blick auf „Blues“ zu Beginn des Schuljahres. Jetzt also, wo nach und nach wieder „normaler“ Betrieb in den Alltag eingekehrt ist und sich der Leiter des Hauses, Jan Ostmann, mit seinen beiden Mitarbeitern Gedanken machen, das JuZ noch mehr als interessante Anlaufstelle für junge Markt Schwabener zu etablieren als bislang.

Maike Holland, die zuletzt schon ein Jahr Auszeit nahm und für sich Australien erkundete, ist offiziell und auf eigenen Wunsch am 1. Juli aus dem Team ausgeschieden. Fast acht Jahre lang hatte sie sich mit Ostmann um die Belange der jungen Leute im JuZ gekümmert. Ihre frei gewordene ganze Stelle haben nunmehr Waike Müns und Johannes Piller zu je 50 Prozent übernommen.

Piller ist im Haus und bei vielen Schwabener Jugendlichen kein Unbekannter. Der 26-Jährige hat schon in der Auszeit von Maike Holland im Leitungsteam des „Blues“ mitgearbeitet. Der studierte Sportwissenschaftler mit pädagogischem Schwerpunkt ist zugleich Jugendleiter beim Fußball beim FC Falke und kennt daher eine Menge Jugendliche in seinem Heimatort.

Irgendwie logisch, dass sein künftiges Betätigungsfeld einen sportlichen Schwerpunkt haben soll. Zum Beispiel in Form eines Samstag-Abend-Kicks in der Grundschulturnhalle. Den gibt es zwar schon seit ein paar Jahren jeweils in den Wintermonaten. Und den wird es auch wieder ab dem 4. November (von 20 bis 22 Uhr) geben. Die Resonanz darauf war bislang riesig; und wird es wohl auch heuer wieder sein.

Zurzeit bastelt der 26-Jährige an einem weiteren Sportangebot speziell für Jugendliche, die sich an keinen Verein binden wollen. Möglich würde das, wenn der neue Kraftraum im Sportzentrum fertig werden sollte. Dort hatte es vor einiger Zeit einen Wasserschaden gegeben. Jetzt ist der Wunsch da, im Zuge der Sanierung andere Geräte als bislang dort zu installieren, wobei es, so Piller, grundsätzlich um weniger Gewichte gehen soll. Er persönlich hofft, dass man noch heuer mit dem Raum fertig sein wird und den jungen Leuten so ein neues Angebot machen kann.

Nebenbei betreibt Johannes Piller übrigens auch noch eine eigene Fußballschule mit Schwerpunkten in Markt Schwaben und Pliening.

Die zweite halbe Stelle hat seit ein paar Wochen Waike Müns inne. Die 43-Jährige ist gelernte Wirtschaftswissenschaftlerin und Diplom-Kauffrau sowie dreifache Mutter (die Kinder sind 15, 8 und 6 Jahre alt), aber mit pädagogischen Dingen auch außerhalb ihrer Familie sehr vertraut. Von 2005 bis 2011 arbeitete sie in der Erlebnispädagogik in Berlin, später an der Mittelschule Markt Schwaben sowie in der Sozialbetreuung im Altenheim Walterhof.

Speziell aus der Sozialarbeit an der Mittelschule kennt die gebürtige Rostockerin viele junge Schwabener, die auch gerne mal das „Blues“ besuchen.

Bewerbungstraining wird eines der Aufgabenbereiche der Forstinningerin sein. Außerdem will sie sich bemühen, ein engeres Netzwerk zu den beiden anderen Schulen im Ort, die Realschule und das Gymnasium, zu stricken. Einig sind sich die drei in einem Punkt: Viele junge Menschen wüssten nicht, welche Möglichkeiten das Jugendzentrum am Erlberg jungen Leuten überhaupt bietet. Im kreativ-handwerklichen Bereich etwa ist eine Trick-Boxx neu. Hier können die Jugendlichen im Team eigene Trickfilme produzieren. Was man mithilfe von Playmobil-Figuren auch schon ganz ansprechend hinbekommen hat. Es gibt Hörspiel-Workshops, Geo-Cashing, ein Tonstudio. Ja, auch einen Probenraum für Bands. Und der hat zurzeit sogar noch reichlich freie Kapazitäten.

Die regelmäßigen offenen Treffs mittwochs bis freitags gibt es obendrein, dazu eine Mädchen-Hip-Hop-Tanzgruppe, den Lern- und Computerraum und die Ferienprogramme. In der HipHop-Gruppe gibt es übrigens wieder freie Plätze.

„Wer welche Zuständigkeiten im Leitungsteam einmal haben wird, werden wir noch genau festlegen“, ergänzt Ostmann, der seit 2003 im Hause ist und damit so etwas wie der Mann der ersten Stunde sein dürfte. Und er hat dabei auch schon das kommende Jahr im Hinterkopf. Dann nämlich wird das „Blues“ 15 Jahre alt. Und dann sei für ihn spätestens auch der Punkt gekommen, sich Gedanken über eine neue Gesamtkonzeption zu machen.

Internet

Eine gute Übersicht, was mal alles im Jugendzentrum in Markt Schwaben machen kann, bietet die Homepage unter der Adresse www.Jugendzentrum-Blues.de.

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