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Kotschmierereien an der Schwabener Grundschule.

Markt Schwabener Schulleiterin meldet sich zu Wort

Nach der Fäkalien-Attacke: Schulfriede wurde beschädigt

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Erst nach und nach erschloss sich der Markt Schwabener Grundschul-Leitung  das Ausmaß der Kot-Schmierereien direkt am Schulgebäude und an einigen Stellen in der direkten Umgebung. Und noch immer ist Schulleiterin Susanne Anderl-Schottner fassungslos.

Markt Schwaben – Die Kotschmierereien seien mehr als ein Dummer-Jungen-Streich, fügt die Pädagogin an. Mit ihr sind viele andere auch fassungslos. „Wir kochen“ sagte sie am Telefon der EZ. Und meint damit nicht etwa eine für alle ablenkende Tätigkeit in der Schulküche, sondern das Kochen vor Wut.

Dass hier nach bisherigem Stand offenbar keine Sachbeschädigung im juristischen Sinne vorliegen soll, ist für die Rektorin zusätzlich ein Ärgernis. Auch wenn vieles habe abgewaschen werden können von den großflächig verteilten Fäkalien an der Schule und in unmittelbarer Nähe, sei dennoch in ihren Augen etwas beschädigt worden; nämlich der Frieden an der Schule. Be- und getroffen sei die gesamte Schulfamilie, sagt sie. Torpediert so viel, woran sie und ihre Kolleginnen und Kollegen arbeiteten: Nämlich den Kindern Werte mit auf den Weg zu geben, die mit Anstand und Respekt zu tun haben. Fast schon Ironie ist es da, dass gerade jetzt an der Grundschule ein Projekt angelaufen ist mit dem Thema „Miteinander und Füreinander“.

Immer wieder ist das Umfeld der Schule von Auswüchsen des Vandalismus betroffen; und wenn es nur darum geht, dass mal wieder der Schulhof von zerschlagenen Bierflaschen oder achtlos weggeworfenem Müll gesäubert werden muss. Das hat, so Anderl-Schottner, einen Grund: „Seit vier Jahren kämpfe ich für die berechtigten Interessen dieser Schule. Eine Schule wie unsere, die keinen Zaun hat und selbst in den Pausen nicht unbehelligt gespielt werden kann, ist solchen Attacken per se ausgeliefert. Interessieren tut es aber niemanden.“

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