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Eine knallrote Erdbeere ist – seit es die umstrittene Umwandlung der Märktenamen in der Marktgemeinde gab – das Symbol für den Sommermarkt, der am kommenden Sonntag in Markt Schwaben stattfinden wird. 

Markt Schwabener Sommermarkt

Im Zeichen der Erdbeere

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Manche sprechen schon vom „Erdbeermarkt“. Weil das Logo, mit dem der Sommermarkt in Markt Schwaben auch heuer wieder beworben wird, aus einer knallroten Erdbeere besteht. Erdbeermarkt ist natürlich falsch. Der Markt ist längst mehr als ein Ereignis, das sich auf Obst oder Gemüse, Fressbuden und ein paar Stände reduzieren ließe.

Markt Schwaben – Mit Anbietern zusammenzuarbeiten, die durchweg hochwertige Waren und Dienstleistungen anzubieten haben; das ist das Konzept, das in der Marktgemeinde verfolgt wird, seit die politische Gemeinde die Organisation der vier Jahreszeitenmärkte zusammen mit dem Ottenhofener Geschäftspartner Uwe Ritschel und dessen Firma betreibt. Am Sonntag, 8. Juli, ist es wieder so weit. Der Sommermarkt steht von 11 bis 19 Uhr an. Und mit ihm ab 13 Uhr ein verkaufsoffener Sonntag. „Die Besucher werden Gewohntes erleben, aber auch wieder ein paar Neuerungen“, so Ritschel in einem Gespräch mit der EZ.

Neu sind einige Firanten. Neu ist auch das Konzept, die Stände mit Speisen und Getränken (also die Food-Trucks mit Hamburgern, Ribs und Salat, Döner, Hendl, Currywurst, Pizza, Crêpes, Baumstriezel, Steaks, türkischen Spezialitäten, Kartoffelchips, Räucherfisch oder Thai-Speisen) weitgehend auf dem eigentlichen Marktplatz zu konzentrieren. Andere vertraute Angebote, wie das Bungee-Jumping, werden wieder an den Stammplätzen (vor dem Unterbräu) platziert werden.

Wie schon bei der Premiere beim letzten Frühlingsmarkt, wird die Ebersberger Straße erneut ab der Wallbergstraße gesperrt sein. Die Umleitung erfolgt am Schulzentrum entlang über den Habererweg und die Alte Bräuhausgasse auf die Herzog-Ludwig-Straße. Die Stände reihen sich demnach, ausgehend vom gesamten Marktplatz-Areal, entlang der Ebersberger Straße bis kurz vors Pfarrheim aneinander.

Was heuer im Frühjahr als Experiment probiert wurde, soll also am 8. Juli wieder stattfinden. Wobei die Markt-Anbieter in der Ebersberger Straße auch diesmal auf Wasser und Strom werden verzichten müssen.

Ob es bei diesem Konzept bleiben wird auch über den Sommermarkt 2018 hinaus, ist noch offen. Gemeindesprecherin Sabrina Biertz sagte, dass sich der Marktgemeinderat in einer öffentlichen Sitzung Ende Juli mit dem Thema Märkte und ihre Zukunft nochmals befassen wird. Dann soll darüber gesprochen werden, ob die Ebersberger Straße weiterhin genutzt werden darf oder sich der Markt womöglich in eine andere Richtung ausdehnen soll. Eine Idee bestand schon mal darin, über die Kreuzung bei der Kirche zu gehen und auch den Schlossgraben zu nutzen. Die fand jedoch bei den Organisatoren und bei den Geschäftsleuten weitgehend keine Sympathien.

Was gibt es sonst noch an Besonderheiten? Von 11 bis 14 Uhr öffnet ein Bücherflohmarkt in der Gemeindebücherei. Die Unternehmervereinigung „Markt Schwaben 2030“ plant ein Glückrad, bei dem City-Gutscheine zu gewinnen sein werden. Diverse örtliche Kindertanzgruppen stehen ab 15 Uhr im Rampenlicht. Die Big Band der Musikschule spielt ab 17 Uhr auf. Für Kinder werden Filzarbeiten angeboten. Und eine ganz neue Hüpfburg kommt auch zum Einsatz.

Was das Kunstgewerbe angeht, können sich Marktbesucher über Produkte aus den Bereichen Keramik, Holz, Papier freuen. Schmuck aus eigener Herstellung wird es geben – und zwar aus Gold, Kronkorken oder Kaffeekapseln. Trachtenschmuck kann man kaufen, dazu weitere Accessoires.

Der Verein „Seite an Seite“, der sich um Belange der Flüchtlinge kümmert, verkauft Kuchen, um sich damit die Vereinskasse aufzubessern. Das Pichlmayr-Wohn-und Pflegeheim ist mit Arbeiten vertreten, die aus der eigenen Ergonomie stammen. Filztaschen veräußert eine Anbieterin. Die Erzeugnisse stammen aus einer Behindertenwerkstatt. An einem Getränkestand verkaufen Jugendfußballer ihrer Waren. Der Erlös geht in die eigene Kasse. Auch Bücher speziell für Kitas und Grundschulen kann man erwerben. Ebenso Spezialitäten wie Käse, Schinken, Salami, Wein, Mediterranes, Gewürze, Brezen, Backwaren, Obst und Marmeladen. 

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