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 Historische Gemüsesorten rücken in den Fokus des Storchengartens.

Markt Schwabener Storchenacker

Alte Gemüsesorten neu entdeckt

Nutzpflanzen- und Insektenvielfalt erhalten: Das hat man sich in Verbindung mit dem Projekt „Storchengarten“ in Markt Schwaben auch in diesem Jahr auf die Fahnen geschrieben.

Markt Schwaben –  Ein Anliegen, das spätestens seit dem erfolgreichen Bienenschutzbegehren in Bayern noch mehr in den Fokus geraten ist.

Federführend dabei ist am Ort die ehemalige Grünen-Gemeinderätin Doris Seibt. In diesen Tagen hat man einen neuen Flyer aufgelegt, der auf die Aktivitäten im Storchengarten hinweist. Der befindet sich am Ende der Grafen-von-Sempt-Straße in Höhe des Feldkreuzes. Führungen wird es dort heuer demnach am 15. Juni, 13. Juli, 10. August, 14. September und 12. Oktober geben. Für Kindergartengruppen und Schulklassen sind Sondertermine möglich.

Was ist überhaupt geboten? „In einem selbst angelegten Nutzpflanzen-Vielfaltsbeet, in dem Nutzpflanzen von A wie Allium (Zwiebel) bis Z wie Zea mays (Mais) angebaut werden, stehen einige Arten und Sorten verschiedener, auch schon vergessener Nutzpflanzen, die unsere Eltern und Vorfahren noch ernährt haben. Jede Region, ja jeder Bauer hatte früher seine eigenen, selber vermehrten Sorten und Arten. Wer auf dem Wochenmarkt einkaufen ging, konnte schon am Geschmack erkennen, aus welcher Gegend und von welchem Bauern die Produkte waren.

Viele Sortennamen ließen auf die Gegend des Anbaus und der weiteren selektiven Bearbeitung einer Gemüse-, Getreide- oder Obstsorte schließen“, heißt es.

Ziel des Projektes ist es, den Menschen historische Gemüsesorten in die Hand und zum Verbrauch (zum Kosten und zur Ernährung) zu geben. Früher war diese Vielfalt in den Gemüsearten auch noch mehr herauszuschmecken als heute bei den neueren Sorten.

Was können wir also tun, um die Nutzpflanzenvielfalt und die biologische Vielfalt im Allgemeinen zu erhalten? Zum Beispiel konnten Allergiker auf eine andere Art oder Sorte zurückgreifen, die sich in den weltweiten Supermärkten nicht mehr finden lassen und die ihnen nicht nur Erleichterung brachte, sondern oft auch ihre Gesundheit erhalten half.

Im aktualisierten Flugblatt heißt es weiter: „Dieses Projekt hilft nicht nur den Menschen. Durch das Abblühen aller Arten und Ernte in der Samenreife können die unterschiedlichsten Insekten, Tiere und Vögel von dem Artenreichtum an Pflanzen profitieren. Ein Arbeiten ohne chemische Unkraut-und Schädlingsbekämpfungsmittel macht es ihnen möglich zu überleben und ihre eigenen Populationen zu erhalten.“ 

ez

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