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Es war einmal: Bald ist Schluss mit der Nostalgie, die die Waren der Einrichtungshilfe manchmal wecken.

Markt Schwabener Verein

Einrichtungshilfe schließt für immer

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Ein Traditionsverein gibt auf. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung haben die 13 noch verbliebenen Mitglieder des Vereins „Einrichtungshilfe“  die Auflösung beschlossen.

Markt Schwaben – Wie schon im vergangenen Jahr angesprochen, sah man sich leider heuer dann doch gezwungen zu diesem radikalen Schritt. „Wir haben inzwischen ein Altersproblem“, heißt es dazu in dem schon vorliegenden Protokoll der Zusammenkunft, die in der Gaststätte Sonnblick stattfand.

Ordnungsgemäß haben die Mitglieder (alle 13 waren anwesend) zugleich einen Arbeitsgruppe bestellt, die die Liquidierung durchführen wird. Der Vorsitzende Siegfried Schmid sowie Bruno Kukla, Ilona Waldecker und Erich Greiner stellten sich zur Wahl und gehören nun diesem Gremium an.

In der Praxis bedeutet das, dass ab Freitag, 7. Juli, keine gebrauchte Ware mehr angenommen wird zur Weitergaben gegen einen kleinen Obolus an sozial bedürftige Mitbürgerinnen und Mitbürger in Markt Schwaben. Die noch vorhandene Ware wird, ebenfalls ab dem 7. Juli, zum halben Preis weitergegeben. Letzter Öffnungstag im Stadl in der Herzog-Ludwig-Straße ist am Freitag, 28. Juli. Danach wird, im Laufe des August, eine Entsorgungsfirma bestellt, die die Scheune der Familie Huber räumt. Sollte am Ende noch ein Vereinsvermögen vorhanden sein, ist es – zweckgebunden mit einem sozialen Hintergrund – an die politische Gemeinde weiterzugeben, so Erich Greiner gestern auf Nachfrage.

Die letzte Jahreshauptversammlung der Einrichtungshilfe, einem eingetragenen Verein übrigens, lag fast genau ein Jahr zurück. Seither war wieder ein erfolgreiches Geschäftsjahr über die Bühne gebracht worden, wie Schmid in seinem Geschäftsbericht feststellte. Durch den Verkauf der gespendeten Waren und den dadurch erzielten Einnahmen konnte die Einrichtungshilfe wieder die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung der Grundschule sowie verschiedene andere Organisationen unterstützen. Das macht sie seit ihrer Gründung am 20. November 2002. Als Vereinszweck wurde damals festgelegt, Sammelsaktionen von gut erhaltenen Einrichtungsgegenständen des täglichen Bedarfs durchzuführen, diese Geräte instandzusetzen und unentgeltlich bzw. zu einem geringen Betrag an sozial benachteiligte Familien am Ort weiterzugeben. Das durch den Verein erlöste Geld gab die Einrichtungshilfe ebenfalls an einen sozial bedürftigen Personenkreis weiter. Laut Greiner waren es pro Jahr 4000 Euro und mehr, die an Spenden weitergeleitet wurden. Insgesamt über 75 000 Euro. Froh ist man, in der Familie Huber einen Partner gehabt zu haben, der der Einrichtungshilfe viele Jahre lang eine Scheune gratis zur Verfügung stellte. Lediglich die Stromkosten hatte der Verein zu begleichen. Bei einem Essen vor 14 Tagen teilte der Vorstand den Hubers mit, dass eine Auflösung des Vereins im Raume stehe. Gerne, so hieß es, hätte man die Zusammenarbeit fortgesetzt.

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