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Chromebooks für die Mittelschule: Rektor Rainer Elfinger, Bürgermeister Georg Hohmann und Anna Maria Blau vom Verein „Adia“ mit den Schülern Ali (13, li.) und Carlo (14).  

Mittelschule Markt Schwaben

Leichter lernen mit Internet-PC

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Fit für die Zukunft: An der Grafen-von-Sempt-Mittelschule in Markt Schwaben wird ab sofort topmodern gelernt. Ein Verein hat der Schule 30 Mini-Computer geschenkt.

Markt Schwaben – Junge Leute fit machen für den späteren Beruf und damit für die Zukunft: Das ist das, worum es im Schulalltag geht – am Gymnasium ebenso wie an der Mittelschule, im dortigen M-Zweig ebenso wie in den so genannten Ü-Klassen. Das sind jene Klassenverbände, in denen fast ausschließlich Jugendliche mit Migrationshintergründen unterrichtet werden, die oft noch nicht lange in Deutschland sind. Nicht alle junge Menschen hierzulande haben jedoch völlig freien Zugang zu Bildung. Nicht in jedem Haushalt gibt es Internet. Auch nicht in Bayern. Genau hier setzt die Arbeit des Erdinger Vereins „Adia“ an.

Anfang des Schuljahres hatte man der Grafen-von-Sempt-Mittelschule in Markt Schwaben 30 so genannte Chromebooks gespendet. Abgespeckte tragbare Computer ohne eigenen Speicher, die den Schülern seither zur Verfügung stehen, um unter Anleitung bzw. auch aus eigenem Antrieb heraus im Internet auf Seiten zugreifen zu können, mit denen sich jeder seinen Bildungshorizont erweitern kann (wir berichteten bereits im Oktober). Waren die ersten Eindrücke der Schulleiter Rainer Elfinger und Eva Guerin damals schon sehr positiv, so erneuerten beide gestern ihre Begeisterung darüber, jetzt speziell dieser Schülergruppe moderne Lernmittel zur Verfügung stellen zu können. Lernmittel, die sich zugleich auch bei den Schülern großer Beliebtheit erfreuen. Gestern war es Anna Maria Blau vom Verein „Adia“, die nun auch offiziell die Chromebook- Spende in der Schule vorstellte.

Die Wörtherin, normalerweise in der strategischen Unternehmensentwicklung beruflich tätig, betonte, mit dem Einsatz der Mini-PC im Unterricht sei an der Schwabener Mittelschule bereits ein erstes großes Ziel erreicht worden – nämlich allen gleichberechtigt einen Zugang zu Bildung zu verschaffen. Eine angemessene Ausstattung mit Computern samt Internetzugängen sei hierzulande leider noch lange nicht an jeder Mittelschule selbstverständlich, hieß es. Markt Schwaben sei da sogar so etwas wie eine leuchtende Ausnahme. Großen Anteil daran habe die Marktgemeinde, die sich sehr offen gegeben und den Einsatz der von „Adia“ zur Verfügung gestellten Kleincomputer voll unterstützt habe. Grundsätzlich kommen diese neuen PC allen Schülern zu Gute, an der Grafen-von-Sempt-Mittelschule werden sie aber vorwiegend in den Ü-Klassen gebraucht. Dort sind die Sprachkenntnisse der jungen Leute mitunter sehr unterschiedlich, die Lehrer müssen nicht selten sehr individuell auf die Schüler eingehen. „Die Computer nehmen von den Förderlehrern durchaus Druck“, hieß es gestern in einem Pressegespräch.

In erster Linie sind es Sprachprogramme, die via Chromebooks angeboten werden. Der guten Zusammenarbeit vieler, die sich um Integration in und um Markt Schwaben bemühen, ist es geschuldet, dass inzwischen auch ein vom Markt Schwabener Studenten Johannes Ismair mitentwickeltes , besonders niederschwelliges Sprachlernprogramm (wir berichteten auch darüber schon einmal) über die Chromebooks abgerufen werden kann. Einen großen praktischen Nutzen und Vorteil sieht Konrektorin Eva Guerin darin, dass man mit den Laptops die Schüler quasi dort abhole, wo man sie vor Unterrichtsbeginn eingesammelt habe; nämlich zumeist in der digitalen Welt, in der sie sich in den Pausen via Handys oft aufhalten. Ihr kindlicher Spieltrieb werde quasi aufgenommen und zu pädagogischen Zwecken genutzt. Die eingesetzte Software verschaffe den Nutzern nicht selten schnelle Erfolgserlebnisse, ermutige und motiviere.

Nicht zu unterschätzen sei, so Rektor Rainer Elfinger, dass heutzutage nahezu alle Mittelschüler bei normalen Schullaufbahnen in Berufen landeten, in denen Computer längst unerlässlich geworden seien. Der frühzeitige Umgang mit digitalen Lernmitteln sei daher bereits so etwas wie Berufsvorbereitung.

Bürgermeister Georg Hohmann, gestern Gast in der Mittelschule, bemerkte, dass so auch die Reaktivierung des dortigen Computerraums mit 16 Arbeitsplätzen verstanden werden sollte. Die Investition des Schulverbandes in diesem Bereich sei aus seiner Sicht eine Investition in die Zukunft (der Mittelschüler) gewesen.

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