Zwei lachende Frauen
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Gute Laune: Anna Kukla (li.) und Melanie Haizmann haben „Hasenbrot“ erfunden.

Start-up-Unternehmen

Mut zu Muffins ohne Industriezucker: das „Hasenbrot“ aus Markt Schwaben

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Der kleine Snack für kleine Kinder: einfach und schnell selbst gemacht, mit wenig Zutaten und ohne Industriezucker. Das „Hasenbrot“ aus Markt Schwaben.

Markt Schwaben – Muffins, stressfrei selber backen, lockerleicht und gut, klein, überall mitnehmbar, überall essbar – und nicht zuckersüß. Das ist das Hasenbrot. „Eine Bio-Backmischung für Kindersnacks, die komplett ohne Industriezucker und andere künstliche Zuckerstoffe auskommt“, beschreiben Anna Kukla aus Markt Schwaben und ihre Freundin Melanie Haizmann ihre Geschäftsidee. Sie haben sie umgesetzt, trotz Corona, trotz Lockdown. Vielleicht sogar gerade jetzt richtig, wo man viel Zeit zuhause verbringt und vermutlich nicht immer auf die richtige, ausgewogene Ernährung achtet. Und froh ist, unkompliziert und schnell einen gesunden Snack backen zu können. Zusammen mit den Kindern – für die Kleinen, für sich selbst.

Bio-zertifiziert: die Backmischung fürs „Hasenbrot“.

Die erste Basic-Backmischung ist auf dem Markt, zwei weitere sollen folgen. Slogan: „Kleine Snacks für kleine Leute“. Die Zutaten: Dinkelmehl, Haferflocken, Backpulver und Dattelsüße statt Industriezucker. Die Hasenbrot-Backmischungen sind bio-zertifiziert; gemahlen und abgepackt werden die Zutaten in einer Mühle im Schwarzwald.

Zuhause kann die Backmischung aufgepeppt werden mit Zutaten eigener Wahl, erzählt Anna Kukla. Geriebener Apfel zum Beispiel, oder fein geriebener Kürbis, Süßkartoffel, Blumenkohl. „So kann man dem Kind was unterjubeln“, sagt sie augenzwinkernd. Ein Biss in einen der kleinen, fluffigen Muffins beweist: Das schmeckt. Muffin muss nicht süß sein. Muffin kann wie eine kleine Brotzeit sein. Eine Hasenbrotzeit.

Kreative Freundinnen seit der Schulzeit

Anna Kukla und Melanie Haizmann sind beide 36 Jahre, kennen sich seit der 5. Klasse und haben jeweils ein Kleinkind. Weil sie unzufrieden waren mit dem Snackangebot im Supermarkt, überlegten sie, wie man relativ einfach und schnell selbst etwas Gesundes zubereiten kann. „Wir haben es für unsere Kinder entwickelt“, sagen sie. Die beiden Zweijährigen seien auch die Testesser gewesen.

Kreativ sind die beiden Freundinnen, die aus Regensburg stammen (wohin Haizmann wieder zurückgekehrt ist), seit jeher. Melanie Haizmann war lange Jahre als Redakteurin für Kochbücher tätig und hat in ihrer Elternzeit die Lizenz als Ernährungsberaterin erworben. Anna Kukla, die wie ihre Freundin Medienwissenschaft studiert hat, ist seit vielen Jahren unter anderem in der Unternehmenskommunikation tätig. Jetzt also: Hasenbrot. „Auf den Namen sind wir gekommen bei einen Treffen mit Freunden. Einer hat erzählt, dass er als Kind von seinem Pausenbrot, das ihm die Eltern mitgegeben haben, nur zwei, drei Bissen genommen und den Rest wieder mit nach Hause gebracht hat. Die Eltern nannten diesen Rest ,Hasenbrot’“, erzählt Anna Kukla, die in Markt Schwaben lebt. Die Idee: Lieber ein wirkliches „Hasenbrot“ mitnehmen, das tatsächlich aufgegessen wird, weil es schmeckt. Und bei dem das gemeinsame Backen mit dem Kind auch noch Spaß macht.

Crowdfunding für neue Sorten

Nach der Basic-Backmischung wollen Anna Kukla und Melanie Haizmann eine Schoko- und eine Pizza-Backmischung der „Hasenbrot“-Minimuffins auf den Markt bringen. Hierzu haben die beiden Gründerinnen ein Crowdfunding gestartet. Informationen unter www.leckerhasenbrot.de.

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