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Die Kapelle St. Korbinian bekommt neue Schindeln aufs Dach.  

Kirchenverwaltung St. Margareth reagiert

Neues Dach für Sankt Korbinian

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Die sogenannte Korbinian-Kapelle in Markt Schwaben baucht ringend eine umfassende Dachsanierung. Genau die beschloss die St. Margaret Kirchenverwaltung.

Markt Schwaben – Was war passiert? Auf Initiative des Verschönerungsvereins hatte man vor gut 30 Jahren das Kleinod am Rande der Marktgemeinde renoviert und hergerichtet. Damals kamen Holzschindel aufs Dach. Das sah gut auf und war eine Maßnahme, die der heruntergekommenen Kapelle wieder ein wenig mehr Würde verlieh. Die Pfarrei begrüßte die Maßnahme, immerhin ist die Kapelle dem Hl. Korbinian gewidmet, dem Namenspatron der Diözese, wie es Pfarrer Herbert Walter ausdrückt. Er hatte die Kapelle auch ein wenig aus den Augen verloren, aber nie ganz. Vor allem trieb den Seelsorger der Gedanke um, sie zumindest hier und da auch mal wieder nutzbar zu machen.

Zum Korbinianstag im vergangenen November hatte man dort draußen eine Andacht gefeiert: Und zuvor alles hergerichtet. Dabei fielen jedoch die Beschädigungen am Dach gleich auf. Als dann auch die Frage geklärt war, wem die Kapelle inzwischen eigentlich gehört – nämlich der Pfarrei – nahm Walter Kontakt mit der Firma auf, die schon vor Jahrzehnten die Renovierung durchgeführt hatte.

Man sah sich das ganze inzwischen mal an, man reinigte das Dach von Moosbewuchs. Und kam überein, dass auch die benachbarten Bäume dringend zurückgeschnitten werden müssten, um sich nicht gleich wieder neue Probleme einzuhandeln.

Flickwerk, so Walters Überzeugung, sei hier nicht die beste Lösung, um das Dach zu sanieren. Also entschied sich die Kirchenverwaltung nun für einen kompletten Austausch der Schindel.

Walter rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von 11 000 Euro. Dass ihm dabei externe Geldgeber herzlich willkommen sind, die zumindest einen Teil zu übernehmen bereit wären, sei am Rande auch noch erwähnt.

„Der Überlieferung nach wurde die Feldkapelle an der Sempt um 1840 aufgrund eins Gelöbnisses der Müllerleute Matthias und Marianne Schwaiger errichtet. Der neugotische Altaraufbau aus Holz, der einst die Statue der Muttergottes zwischen den Gemälden der Reiterheiligen Georg und Martin rahmte, hat sich teilweise im Heimatmuseum erhalten“, steht in der aktualisierten Chronik der Schwabener Pfarrgemeinde, die es seit kurzer Zeit in einer Neuauflage zu kaufen gibt.

Den Hl. Korbinian, den ersten Bischof von Freising, bekam die Kapelle erst in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts zum Patron.

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