Gut ein Jahr vor der Eröffnung ist der Rohbau des neuen Schulzentrums fast fertig.
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Gut ein Jahr vor der Eröffnung ist der Rohbau des neuen Schulzentrums fast fertig.

Eine Woche vor dem Richtfest

Neues Schulzentrum in Markt Schwaben: Bauarbeiten gehen mit großen Schritten voran

  • VonJörg Domke
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Noch eine Woche, dann wird Richtfest gefeiert am neuen Schulzentrum mitten in Markt Schwaben. Transparenz und Luftigkeit erwarten die Grund- und Mittelschüler ab dem übernächsten Schuljahr.

Markt Schwaben – Gemeindekämmerer Andreas Kleebauer steht im zweiten Obergeschoss des Baukomplexes, in dem in absehbarer Zeit einmal Klassenräume der neuen Schwabener Mittelschule untergebracht werden sollen. Für ihn, der wie kaum ein anderer die Finanzlage der Marktgemeinde Markt Schwaben im Auge haben muss, ist es der erste Besuch auf der Großbaustelle im künftigen Schwabener Schulzentrum.

An diesem Vormittag bekommt Kleebauer erstmals auch einen unmittelbaren Eindruck davon, wohin die Millionen fließen werden, seit der Marktgemeinde den Beschluss fasste, eine neue Bleibe für die Grund- und die Mittelschule zu schaffen.

Bau schreitet schnell voran

Bürgermeister Michael Stolze schaut hier, auf dem Areal des ehemaligen Jahnsportplatzes, nahezu täglich vorbei. Und ist, wie er sagt, „immer wieder überrascht, wie schnell sich ein Bau von einem Tag auf den anderen verändern kann, wenn so viele Fertigbetonteile verarbeitet werden“.

Hell und luftig wirkt der Baukörper durch die Lichthöfe

Architektin Daniela Schmidtke hat alle erforderlichen Unterlagen dabei. Der Rundgang startet in einem großen Raum neben dem künftigen Haupteingang. Hier wird einmal eine Art Miniaula der neuen Grundschule entstehen. Es fällt auf, dass bereits viele Wände in Sichtbetonbauweise angelegt sind. Flächen, die später einmal so bleiben werden, wie sie heute schon ausschauen. Ansonsten soll viel Holz verarbeitet werden, heißt es.

Belüftung auf natürlichem Weg

Was auch auffällt: Das neue Schulhaus wird einmal maximal transparent sein. Die Konzeption sieht vor, möglichst viel Licht von außen in die Räume zu bringen. So sind auch die Lichthöfe zu verstehen, die zugleich auch eine wichtige Rolle bei der Belüftung der Klassen- und Funktionsräume spielen werden. Ein zur Zeit aktuelles Thema: Im Wesentlichen setzt man auf natürliche Belüftung, sagt Stolze mit Blick auf die aktuellen Diskussionen um den Einbau von Luftreinigungstechnik. Was den Neubau angeht, werde man die technischen Voraussetzungen, Stichwort Verkabelungen, in jedem Fall vorher schon schaffen, um zum Start auf dem neuesten Stand der Technik zu sein; auch was die Belüftung angeht.

Weiter geht’s über das Treppenhaus in den ersten Stock des Baukörpers A, der bald Teile der Grundschule beherbergen wird. Es fällt sofort ein sehr langer Gang auf, der von der künftigen Grundschule bis in die Mittelschule führt.

„Die Sichtachse ist beabsichtigt“, erklärt Daniela Schmidtke. Die Planer hätten Wert darauf gelegt, auch optisch die beiden Schulen im Innern miteinander zu verknüpfen, auch wenn sie später zwei für sich autonome Schulen bleiben werden.

Toller Blick auf die umliegenden Gebäude

Im zweiten Stockwerk bietet sich ein fantastischer Blick auf zahlreiche bekannte Gebäude der Marktgemeinde: Den Wasserturm erkennt man sofort, die Pfarrkirche, die Hochhäuser am Bahnhof, das Druckgusswerk. Auch Teile Ottenhofens kann man ausmachen.

Was den zeitlichen Ablauf angeht, schaut’s im Moment gut aus. Bei den Rohbauten liegt man drei Wochen im Plus, heißt es. Immerhin steht in ein paar Tagen, noch vor den großen Ferien, das offizielle Richtfest an. Es wird, auch wegen Corona, eine interne Feier werden.

Derweil befasst man sich im Rathaus längst schon mit den weiteren Schritten. Gut 50 Gewerke sind zu vergeben. Man stecke mittendrin, heißt es. Und werde, wie es Pflicht sei, zeitnah im Rat oder im Ausschuss berichten, damit der finanzielle Rahmen nicht gesprengt wird. „Der beträgt nach wie vor 69,4 Millionen Euro“, sagt Kleebauer. Jetzt, zum Ende des Rundgangs, zeigt sein Gesicht schon wieder freudigere Züge. „Wir schaffen ja auch Werte“, sagt er.

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