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So könnte der Schulkomplex aussehen.

Wettbewerb entschieden

Neues Schwabener  Schulzentrum nimmt Gestalt an

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Der Wettbewerb um einen neuen Schulkomplex in Markt Schwaben ist entschieden. Gewonnen hat ein Architekturbüro aus dem Münsterland.

Markt Schwaben – Die Erkenntnis des Tages lautet: Ja, es gibt viele, auch gute Lösungen für ein neues Zentrum, in dem Grund- und Mittelschule sowie eine Sporthalle, diverse Sportflächen und ein neuer Sportplatz Platz finden. Aber es gibt keine Lösung unter Beibehaltung des alten Jahnplatzes am bisherigen Standort.

Ganze 22 Vorschläge hatten es in den letzten Wochen und Monaten in eine engere Auswahl geschafft. In einem intern an zwei Tagen und über insgesamt 18 Stunden beratenden Fach- und Sachgremium wurden nunmehr vier Preisträger ermittelt, dazu gab es noch drei Anerkennungen.

Diese vier Wettbewerbsbesten werden nunmehr erneut unter die Lupe genommen. Ab dem 23. Januar tagt ein Verhandlungsgremium, das mit den preisgekrönten Architekten nochmals redet und in Details geht. Danach wird es eine Runde aus Verwaltungsmitarbeitern und der Marktgemeinderat sein, die dann gemeinsam und endgültig einem Architekten den Zuschlag zum Bau eines neuen Schulzentrums zwischen Habererweg und Herzog-Ludwig-Straße erteilen wird.

Gestern wurden diese vier Preisträger und die drei mit Ehrenpreisen versehenen Teilnehmer öffentlich benannt gegeben. Sieger ist danach der Architekt Marius Puppendahl aus Olfen am nördlichen Rand des Ruhrgebiets im Kreis Coesfeld, der zusammen mit dem Münchner Landschaftsarchitekten Günter Schalk dem Markt Markt Schwaben einen Vorschlag unterbreitete, der die größte Zustimmung unter allen Einsendungen fand. 62 000 Euro Honorar gab es für den Wettbewerbssieg. Platz zwei (dotiert mit 42 000 Euro) ging an das Büro mvm + starke aus Köln, Platz drei (verbunden mit 31 000 Euro) sicherte sich der Fürther Peter Dürschinger, Rang vier (hier geht es um 21 000 Euro) das Büro Frisch + Tschaidse aus München. Die drei Anerkennungen (insgesamt honoriert mit 26 000 Euro) sind für Teilnehmer aus München und Nürnberg.

Mit dem Wettbewerbssieg haben sich Marius Puppendahl und Günter Schalk den Zuschlag allerdings noch nicht endgültig gesichert, weil die Zweit- bis Viertplatzierten beim Finale zumindest rechnerisch auch noch Chancen haben. Die Stimmung gestern im Saal und die Wortwahl in den diversen Ansprachen bei der ersten öffentlichen Präsentation aller 22 eingereichten Planungen aber deuteten schon ziemlich klar darauf hin, dass es großartige Überraschungen Ende Januar bei der endgültigen Festlegung nicht mehr geben wird. Der Vorschlag aus dem südlichen Münsterland besticht nach Auffassung der Jury-Beteiligten insbesondere dadurch, auf einem relativ kleinen Raum ein relativ großes Bauvolumen (es geht u.a. um 25 Grund- und 14 Mittelschulklassen und vier Baukörper) untergebracht zu haben, ohne dass dabei besonders in die Höhe gebaut werden muss (zwei- und dreigeschossig). Dadurch werde auch die kleinstädtische Struktur rundherum kaum berührt.

Außerdem seien flexible und daher auf die Zukunft ausgerichtete Ansätze (möglicher Ganztagsschulbetrieb, Mittagsbetreuung, Volkshochschule, eventuelle Erweiterung der Sporthalle) in den Plan eingearbeitet worden. Auch bei der Frage, die künftigen Betriebskosten möglichst niedrig zu halten, rage der Entwurf auf Platz 1 heraus, hieß es.

Der Sprecher der Fachpreisrichter, der Kaufbeurer Architekt Wendelin Burkhardt, betonte, dass der von der Gemeinde ausgelobte Wettbewerb aufgrund seiner vielschichtigen Anforderungen eine für viele Büros reizvolle Aufgabe gewesen sei. Projektsteuerer Johann Peter Kellerer sagte, dass jedes der teilnehmenden Büros Vorleistungen in Höhe von gut 20 000 Euro eingebracht habe, allein die Fertigung eines Modells schlage mit rund 2000 Euro zu Buche. 15 Büros gehen also leer aus – was überhaupt nur deshalb möglich ist, wenn eine Wettbewerbsausschreibung wie in Markt Schwaben in enger Abstimmung mit der Bayerischen Architektenkammer durchgeführt wird. Nach den Kosten befragt, sagte Bürgermeister Georg Hohmann, man gehe von einem Betrag knapp über 40 Mio. Euro aus. Der Betrag errechne sich aus Erfahrungswerten bezogen auf den kalkulierten Bedarf an Bauvolumen. Konkreteres könne aber erst gesagt werden, wenn die Planungen weiter fortgeschritten seien.

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