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Veranstaltungen wie einen Neujahrsempfang wird es wohl auf Dauer nicht mehr geben, mutmaßt Markt Schwabens Bürgermeister Georg Hohmann.

Neujahrsempfang Markt Schwaben

Miteinander achtsam umgehen

  • Armin Rösl
    VonArmin Rösl
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Beim Neujahrsempfang stellte Markt Schwabens Bürgermeister Georg Hohmann nicht die Gemeinde, sondern das menschliche Miteinander in den Mittelpunkt seiner Rede.

Markt Schwaben – Machen Veranstaltungen wie ein Neujahrsempfang in heutigen Zeiten von sozialen Medien überhaupt noch Sinn? Zumal wenn, wie in Markt Schwaben am Sonntagnachmittag im Saal des Unterbräus, lediglich etwa 80 Besucher gekommen sind? Markt Schwabens Bürgermeister Georg Hohmann sagte in seiner Neujahrsrede: „Ich befürchte, dass sich dieses Format der Veranstaltung bald auflösen wird.“ Weil das Interesse immer geringer werde. Die Worte, die bei Veranstaltungen wie einem Neujahrsempfang oder auch bei Versammlungen von Vereinen und Organisationen gesagt würden, erreichten immer weniger Menschen direkt, so Hohmann. Weil meistens nur wenige da seien.

Es war eine philosophische Rede, die der Bürgermeister bei den „Markt Schwabener Neujahrsbegegnungen“ (so der offizielle Titel) hielt. Als Überschrift nannte er: „Miteinander der Gesellschaft“. Er gab Denkanstöße zum achtsamen Umgang, aber bewusst keine Antworten auf die Frage zum Miteinander in der Gesellschaft und speziell in Markt Schwaben. Die Antworten, so Hohmann, solle jeder für sich finden, darüber könne auch gerne jetzt und hier, bei den „Neujahrsbegegnungen“, gesprochen und diskutiert werden.

Projekte und Dinge in der Marktgemeinde aus dem vergangenen Jahr aufzulisten, das werde er, wie im vergangenen Jahr, auch heuer nicht in seiner Neujahrsrede tun, hatte der Bürgermeister zu Beginn angekündigt. Er zählte lediglich einige Dinge auf, die 2019 die Marktgemeinde beschäftigen werden; darunter der Bau des neuen Schulzentrums, der Mehrwerthof (Bau- und Wertstoffhof), eine neue Kindertagesstätte sowie weitere Maßnahmen für den Hochwasserschutz. Hohmann kündigte an, dass es in diesem Jahr regelmäßige öffentliche Statusberichte zu den einzelnen Projekten geben werde.

Schnell kam er dann auf sein Hauptanliegen zu sprechen, dem Miteinander. Ganz bewusst wünsche er allen Bürgern ein gutes und friedvolles Jahr, betonte er. Insbesondere in Zeiten der Unsicherheit und Verunsicherung, die insbesondere von außen hereingetragen würden – damit meinte Hohmann beispielsweise gefälschte Videos oder überzogene Berichte unter anderem in sozialen Medien.

In Zeiten wie diesen sei ein „sicherer Hafen mit Ankerstellen“ wichtig. Die gebe es in Markt Schwaben, sagte Hohmann. Beispielsweise in Form der Weiherspiele, der Vier-Jahreszeiten-Märkte und der vielen ehrenamtlichen Aktivitäten der Vereine. Jeder Mensch brauche einen sicheren Hafen, sagte der Bürgermeister, der allen Ehrenamtlichen ein „ganz großes herzliches Dankeschön“ aussprach.

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